Gangster Squad

Gangster Squad (2012), USA
Laufzeit: - FSK: 16 - Genre: Krimi / Drama
Kinostart Deutschland: - Verleih: Warner Bros. / 1meter60 Film

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Gangster Squad Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Los Angeles 1949: Der skrupellose Gangsterboss Mickey Cohen (Sean Penn) aus Brooklyn beherrscht die Stadt und sahnt bei allen illegalen Geschäften ab: Drogen, Waffenhandel, Prostitution. Wenn es nach ihm ginge, würde er auch bei jeder Pferdewette westlich von Chicago seinen Anteil kassieren. Mickeys Imperium gründet sich nicht nur auf die von ihm bezahlte Schlägertruppe – auch die Polizei und die Politik tanzen nach seiner Pfeife. Das reicht, um selbst die unerschrockensten, mit allen Wassern gewaschenen ehrlichen Cops einzuschüchtern … außer vielleicht eine kleine geheime Einheit von Außenseitern des LAPD unter der Leitung von Sgt. John O’Mara (Josh Brolin) und Jerry Wooters (Ryan Gosling), die Cohen gemeinsam von seinem Thron stürzen wollen.

Josh Brolin, Emma Stone und Ryan Gosling | mehr Cast & Crew


Gangster Squad - Trailer




DVD und Blu-ray | Gangster Squad

Blu-ray
Gangster Squad Gangster Squad
Blu-ray Start:
24.05.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 113 min.
DVD
Gangster Squad Gangster Squad
DVD Start:
24.05.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 108 min.

Filmkritik Gangster Squad

Filmwertung: | 7/10


Ruben Fleischer, Regisseur der Erfolgs-Zombiekomödie „Zombieland“ und der eher mäßigen Komödie „30 Minuten oder weniger“, begibt sich mit seinem neuen Film „Gangster Squad“ in gänzlich neues Terrain. In dem stargespickten Werk, welches auf wahren Begebenheiten beruht, zeigt er den erbitterten Kampf der LAPD gegen das organisierte Verbrechen.

Los Angeles, Ende der 40er-Jahre: Polizeichef Bill Parker (Nick Nolte) beauftragt John O'Mara (Josh Brolin) eine Einheit zusammenzustellen, die den Gangsterboss Mickey Cohen bekämpfen soll. Es ist ein inoffizieller Auftrag bei dem es keine Gefangenen geben darf.

Die Story ist simpel und dient lediglich als Rahmen für ein nahezu zweistündiges Actionfeuerwerk. Wer also ein Gangster-Epos im Stile eines Scorseses oder Coppolas erwartet wird enttäuscht werden, denn „Gangster Squad“ lässt sich eher als Actionfilm kategorisieren. Fleischer serviert dem Zuschauer durchgestylte Shootouts und blutige Actionspitzen vor schöner, wenn auch manchmal zu künstlicher, nahezu comichaft überzeichneter Kulisse.
Die meisten Charaktere sind ähnlich der Story sehr simpel und oftmals klischeehaft gezeichnet. Ein Kritikpunkt der bei Rand- und Nebenfiguren nicht weiter störend ist. Dass hingegen Hauptfigur O'Mara ein wandelndes Klischee darstellt ist schlichtweg enttäuschend. Für einen Film dieses Genres wird recht viel Zeit in die Geschichte rundum seine Person investiert, sodass man sich als Cineast bei diesem dünnen Ergebnis leicht veräppelt vorkommt. Zwar nimmt dieses unnütze Füllmaterial dem Film nicht unbedingt das Tempo, trotzdem ist es eine unnötige Belastung ohne die der Film vielleicht noch straffer ausgefallen wäre. Josh Brolin müht sich wahrlich ab O'Mara ein wenig Tiefe zu verleihen, kann aber dem permanent dominierenden Schauspiel Sean Penns nichts entgegensetzen. Seine Darstellung des Mickey Cohen ist eines der großen Highlights des Filmes. Auch wenn er hin und wieder etwas zu dick aufträgt, elektrisiert er als Einziger aus dem namhaften Cast.
Ryan Gosling als Charmeur und Verführer Jerry Wooters sorgt mit seinen coolen, auflockernden Sprüchen für einige Lacher, bleibt aber schauspielerisch verblüffend blass. Emma Stone als sexy Grace Faraday bekommt leider nur wenig Raum zur Entfaltung um wirklich nachhaltig im Gedächtnis zu bleiben. Auch wenn Gosling und Stone bereits in „Crazy Stupid Love“ als Paar bestens harmoniert haben, stimmt die Chemie zwischen den Beiden in diesem Film leider nicht so gut.
Eigentlich kann solch eine hervorragende Darstellerriege nichts falsch machen und doch bewegt sich deren Schauspiel zwischen mäßig bis schlecht, mit Ausnahme des bereits erwähnten Sean Penns. Scheinbar mangelte es Regisseur Fleischer an der nötigen Erfahrung aus diesen sonst deutlich besseren Darstellern die nötige Präsenz herauszukitzeln.

Fazit: Allgemein unterhält der Film die vollen zwei Stunden und lässt keine Langweile aufblitzen. Die Kamera fängt die zahlreichen Schusswechsel ausgezeichnet und teilweise sehr ästhetisch ein. Leider wird das Filmerlebnis durch mäßige Schauspielleistungen und zu einfach gestrickte Charaktere etwas getrübt.

by

Bilder © Warner Bros. / 1meter60 Film