Friedhof der Kuscheltiere

Pet Sematary (2019), USA
Laufzeit: - FSK: 16 - Genre: Horror / Thriller
Kinostart Deutschland: - Verleih: Paramount Pictures Germany

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Inhalt

Der Umzug von der Großstadt aufs beschauliche Land geht normalerweise mit einem Zugewinn an Ruhe und Sicherheit einher. Nicht so aber für den Mediziner Louis Creed, als er mit Frau und Kindern in die Provinz zieht, um seinen neuen Posten als Leiter der Krankenstation anzutreten. Denn in den Wäldern direkt hinter dem neuen Zuhause der Familie befindet sich der Tierfriedhof des verschlafenen Städtchens Ludlow. Immer wieder wird die letzte Ruhestätte der tierischen Bewohner von unerklärlichen und mysteriösen Vorfällen heimgesucht, die schließlich außer Kontrolle geraten …

Jason Clarke, John Lithgow und Amy Seimetz | mehr Cast & Crew


Friedhof der Kuscheltiere - Trailer




Filmkritik Friedhof der Kuscheltiere

Filmwertung: | 8/10


Am 04.04. startet mit Friedhof der Kuscheltiere das nächste Remake einer Verfilmung die auf einem Stephen King Buch basiert in den Kinos. Ich hatte das Glück mir den Film vorab ansehen zu können und möchte meinen Eindruck mit euch teilen.

Kinder mit Tiermasken in Friedhof der Kuscheltiere (2019)
Kinder mit Tiermasken in Friedhof der Kuscheltiere (2019) © Paramount Pictures
„Original vs Remake“
Zuerst einmal das wichtigste Vorweg… Mir hat das 2019er Remake von „Friedhof der Kuscheltiere“ deutlich besser gefallen als das Original. Warum ? Ganz einfach:

Der Film bietet eine sehr dichte Atmosphäre und ist düsterer als das Original. Immer wieder gibt es im Neuling Szenen in denen man den düsteren, vernebelten Wald gut in Szene gesetzt sieht. Das Mysterium um den Ort an dem der Friedhof der Kuscheltiere liegt wurde damit viel stärker in den Vordergrund gerückt und interessanter gestaltet als damals. Wo einem damals mehr ein Drama mit Horrorelementen geboten wurde bekommt man heute einen Horrorfilm! Des Weiteren haben mir die Darsteller alle samt besser gefallen. Jason Clarke (Terminator: Genisys) spielt den glücklichen als auch den gebrochenen Familienvater überzeugender als Dale Midkiff der damals eine eher durchschnittliche Leistung gebracht hat.

Ebenfalls gut gefallen hat mir , dass die Katze „Church" in diesem Remake deutlich öfter und länger zu sehen ist als im Original. Auch optisch sieht die Katze ganz anders aus als früher. (Damals war Church grau, heute getigert) Sollte ich in den Credits richtig aufgepasst haben, haben hier gleich 4 verschiedene Miezen Church gespielt was im Film selbst allerdings nicht aufgefallen ist.

John Lithgow als Jud und Jason Clarke als Louis in Friedhof der Kuscheltiere (2019)
John Lithgow als Jud und Jason Clarke als Louis in Friedhof der Kuscheltiere (2019) © Paramount Pictures
Achtung ab hier kleinere Spoiler!
Nicht nur das Aussehen vom Kater ist anders. Es gibt auch in der Story kleinere und größere Änderungen. Unter anderem war es damals noch der kleine Gage Creed der nach einem tragischen Unfall ums Leben kam und auf dem „Pet Sematary“ beigesetzt wurde, kurz darauf aber zurück kehrte und bösartig auf seine Familie los ging. Dieses mal trifft es die Tochter der Familie, Ellie Creed (Jeté Laurence). Diese Änderung gefiel mir ausgesprochen gut denn Jeté Laurence legt hier für ihr Alter eine beachtliche Leistung hin! Zu Anfang noch das kleine Mädchen, dass ihre Katze liebt und halt tut was Kinder so tun und später das von den Toten zurück gekehrte, düstere „Wesen". Hut ab für diese Darbietung in solch jungen Jahren!

Was mir persönlich nicht so gut gefallen hat war das Ende des Films. Auch hier wurde etwas geändert, nur dieses mal, im Gegensatz zu allen anderen Änderungen, war hier in meinen Augen das Original stärker. Das Ende der 1989er Version war ergreifender und bot den besseren Abschluss für die Geschichte während ich mir im Remake dachte „Schade, dass so ein guter Horrorfilm nicht gebührend endet“. Da das „neue" Ende aber auch nicht komplett schlecht ist, ist dieser Kritikpunkt mehr ein meckern auf hohem Niveau.

Spoiler Ende

Jeté Laurence als Ellie in Friedhof der Kuscheltiere (2019)
Jeté Laurence als Ellie in Friedhof der Kuscheltiere (2019) © Paramount Pictures
Ebenso wie im Original (Friedhof der Kuscheltiere von 1989) gefiel mir im Remake auch die Thematik um den Umgang einer kleinen Familie mit dem Verlust eines geliebten Menschen und der damit verbundenen Trauer sowie den Schuldgefühlen die die Mitglieder der Creed's plagen. Vor allem den Konflikt den Louis Creed nach dem Unfall seines Kindes mit sich ausmachen muss finde ich hier sehr gut gelungen. Man kann das handeln des Familienvaters auf Grund der starken Leistung von Jason Clarke sehr gut nachvollziehen und fragt sich ob man in einer solchen Lage (auch wenn im wahren Leben nicht möglich) vielleicht selbst so gehandelt hätte.

Was gibt es sonst noch zu sagen? Das Remake hat einen klasse Sound, was gerade in Rachel Creeds Erinnerungen aus der Vergangenheit zu hören ist wenn die Knochen ihrer schwer kranken Schwester Zelda bei jeder Bewegung richtig fiese, eindringende Knackgeräusche machen. Apropos fies… ein paar wenige gemeine Jump Scares hat der Film auch zu bieten! Zwei mal bin ich in meinem Kinosessel richtig übel zusammen gezuckt obwohl ich gerade im Bereich der Horrorfilme wirklich schon so einiges gesehen habe!

Wer das Original mochte sollte sich das Remake auf alle Fälle ansehen, da es ganz klar insgesamt besser gelungen ist. Aber auch alle anderen Horror- und Filmfans im allgemeinen sollten einen Blick riskieren.


Fazit:
1989 kam die erste Verfilmung von Stephen King's „Friedhof der Kuscheltiere“. Sie wurde begraben und kehrt nun knapp 30 Jahre später in Form dieses sehr gelungen Remakes zurück…. Manche Dinge sollte man ruhen lassen… andere nicht!
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Bilder © Paramount Pictures Germany