Frau Ella

Frau Ella (2013), Deutschland
Laufzeit: - FSK: 0 - Genre: Komödie
Kinostart Deutschland: - Verleih: Warner Bros.

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Frau Ella Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Schlimmer geht’s immer: Sascha (Matthias Schweighöfer) und sein bester Kumpel Klaus (August Diehl) genießen ihr lockeres Leben … bis Saschas Freundin Lina (Anna Bederke) schwanger wird – sie ist nur mit Baby zu haben, er nur ohne. Im Trennungsstress baut Sascha einen Unfall, und als ob der Totalschaden nicht reichen würde, hat er bald darauf die redselige Seniorin Ella (Ruth Maria Kubitschek) am Hals, die ihm aber in einem überlegen ist: Erfahrung. Und Frau Ella will mit ihren Tipps und Tricks Saschas Liebesleben wieder in Ordnung bringen…

Matthias Schweighöfer, August Diehl und Ruth-Maria Kubitschek | mehr Cast & Crew


Frau Ella - Trailer


FRAU ELLA - offizieller Trailer #1 HD


DVD und Blu-ray | Frau Ella

Blu-ray
Frau Ella Frau Ella
Blu-ray Start:
28.03.2014
FSK: 0 - Laufzeit: 104 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Frau Ella Frau Ella
DVD Start:
28.03.2014
FSK: 0 - Laufzeit: 100 min.

Filmkritik Frau Ella

Filmwertung: | 6/10


Eine platonische Freundschaft zwischen Jung und Alt wird immer wieder gerne als Thematik in Filmen verwendet. Bedingt durch den gegenseitigen Nutzen, ziehen beide Altersgruppen ihren Vorteil aus der Freundschaft. Während der betagte Geist durch den jugendlichen Charme wiederbelebt wird, kann der Jüngere von der Erfahrung des Älteren profitieren. Zuletzt ging das Konzept in „Mr. Morgans Last Love“ auf, als eine junge Tänzerin einen zurückgezogenen Witwer die letzten Stunden seines Lebens versüßte. Auch Multitalent Matthias Schweighöfer macht sich eine ungewöhnliche Freundschaft zunutze, die in der heutigen Zeit der Großfamilien und Mehrgenerationshäuser wahrlich keine Seltenheit ist. Matthias Schweighöfer verkörpert, wie schon in seinen Vorfilmen den liebenswerten Chaoten, der das Leben im Griff zu haben scheint. Doch dann kommt ihm das Schicksal in die Quere und zerstört die mühsam errichtete Routine des Alltags. In „What a Man“ lernte er durch ungeplante Umstände die Frau fürs Leben kennen, in „Rubbeldiekatz“ musste er sich als arbeitsloser Schauspieler in Frauenklamotten werfen und selbst in „Schlussmacher“ lehrte ihn das Leben, dass wahre Liebe alle Hindernisse überwinden kann. In der Tragikkomödie „Frau Ella“ finden wir den Darsteller erneut am Scheideweg seines Lebens wieder. Basierend auf dem Roman von Florian Beckerhoff tauscht Sascha (Matthias Schweighöfer), nach einem Unglück, den Arztkittel gegen ein Taxi ein. Gerade so mit dem Gehalt eines Taxifahrers über die Runden kommend, meldet sich bei Freundin Lina (Anna Bederke) ungeplant Nachwuchs an. Diese Nachricht trifft Sascha derart überraschend, dass er die Kontrolle über sein Taxi verliert und daraufhin im Krankenhaus landet. Und dort nimmt das Schicksal seinen Lauf. Der Verletzte muss das Zimmer mit der eigenwilligen Frau Ella (Ruth Maria Kubitschek) teilen. Was anfangs nach mächtig Ärger klingt, entwickelt sich schnell zu einer glücklichen Fügung. Während Ella endlich ihrer Einsamkeit entfliehen kann, bekommt Sascha Nachhilfe in Sachen Beziehung. Und genau diese Nachhilfe führt beide, auf der Suche nach Ellas einzigen Liebe, nach Paris.

Nach der erfolgreichen Zusammenarbeit an dem Road-Movie „Friendship!“, finden Regisseur Markus Goller und Hauptdarsteller Matthias Schweighöfer nun mit „Frau Ella“ wieder zueinander. Während das erste gemeinsam Projekt frech daherkam, ist die zweite Zusammenarbeit wesentlich gediegener. Die Geschichte ist nach dem ersten Drittel bekannt und verläuft in den erwarteten Bahnen. Stereotypische Klischees werden betrachtet und lassen die Ansichten der Generationen aufeinanderprallen, was jedoch ohne Konsequenzen bleibt. Die Autofahrt wird durch einige Pausen unterbrochen, was die Längen im Mittelteil aber nicht verhindern kann. Und so finden auch am Ende beide Figuren erwartungsgemäß ihren Frieden.
Matthias Schweighöfer bleibt seiner ewigen Rolle des verantwortungslosen Mannes treu, der erst durch äußere Umstände einen Sichtwechsel einnimmt. Der Reifungsprozess setzt nach und nach ein und kann letzten Endes wieder das erhoffte Happy End bedienen. Ruth Maria Kubitschek („Das Erbe der Guldenburgs“) kann mit ihrer Figur für die notwendige Authentizität des Alters sorgen, auch wenn sich diese im Laufe der Handlungszeit als Nebensächlichkeit erweist. August Diehl („Inglourious Bastard“) vermittelt als Saschas Freund zwischen den Figuren. Durch die Bekanntschaft von Frau Ella muss er seine Ansichten erstmals überdenken und lernt, sich auf seine eigenen Ziele zu konzentrieren. Insgesamt bleiben alle Figuren hinter ihren Möglichkeiten stehen.
Die Kontraste zwischen Jung und Alt bieten den einen oder anderen humorvollen Moment, doch wirklich lustig ist der Film nicht. Er schwankt zwischen leichter Komik und angedeuteter Trauer, ohne sich wirklich zu entscheiden oder den Zuschauer gefangen zu nehmen.

Fazit: Lockere Tragik-Komödie über Jung und Alt. Aufgrund der vorhersehbaren Geschichte und der fehlenden Innovativität, bleibt der neueste Schweighöfer-Film leider nur mittelmäßige Unterhaltungskost.
by Sandy Kolbuch

Bilder © Warner Bros.