Drei Schritte zu dir

Five Feet Apart (2019), USA
Laufzeit: - FSK: 6 - Genre: Drama / Romanze
Kinostart Deutschland: - Verleih: Universal Pictures Intl.

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Inhalt

Stella (Haley Lu Richardson) ist eine 17-Jährige, wie sie im Buche steht: Ihr Smartphone gibt sie nicht aus der Hand und am liebsten chattet sie mit ihren Freunden. Nur Platz zum Träumen bleibt ihr nicht, denn anders als normale Teenager, verbringt sie die meiste Zeit unter strenger Beobachtung im Krankenhaus. Stella leidet an der unheilbaren Erbkrankheit Mukoviszidose und ihre wichtigste Regel lautet: Komm keinem Mitpatienten näher als 4 Schritte, denn er könnte dich mit seinen Bakterien schwächen und schlimmstenfalls töten.
Als sie aber dem charmanten Will (Cole Sprouse) begegnet, der immer wieder gegen seine Behandlung rebelliert, knistert es so sehr zwischen ihnen, dass es Stella zunehmend schwerer fällt, den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand einzuhalten. Mit ihr an seiner Seite lässt sich Will scheinbar wieder aufs Leben ein, auch wenn die unsichtbare Wand zwischen ihnen ihrer Versuchung kaum standhält. Wie kann Stella ihre Liebe noch retten, wenn schon die kleinste Berührung beide in Lebensgefahr bringen würde?


Haley Lu Richardson, Cole Sprouse und Moises Arias | mehr Cast & Crew


Drei Schritte zu dir - Trailer




Filmkritik Drei Schritte zu dir

Filmwertung: | 8/10


Im Jahre 2014 erschien das Teenager Drama "Das Schicksal ist ein mieser Verräter", welches auf einem Buch von John Green basierte. Ihm wurden durchweg beste Kritiken gegeben und viele bezeichneten ihn als einen der besten und traurigsten Teenager Filme aller Zeiten. Ich hingegeben konnte damit nicht viel anfangen, mich fesstelte die Geschichte nicht und auch die Schauspieler hatten nicht die Ausstrahlung, die man hier fühlen sollte. Er wollte einfach zu viel und hat das in meinen Augen nicht geschafft. Aus dem Grund war ich auch sehr skeptisch als ich von "Five feets apart" bzw. "Drei Schritte zu dir" erfuhr, ihm wurde nämlich gleiches nachgesagt und auch die Schauspieler konnten mich im Trailer nicht überzeugen, im Film jedoch war ich doch mehr als begeistert we charmant doch besonders Haley Lu Richardson als Stella und teilweise Cole Sprouse als Will (Wobei das bei ihm eher schwieriger war) alles erbracht haben und wie gut es doch bei ihnen funktioniert hat. Es ist ein Film geworden, der zeigt, wie wichtig es ist sich niemals aufzugeben und sein Leben zu leben, auch wenn man weiß, dass es bald enden wird. Der Film fängt sehr schöne Momente ein und funktioniert deutlich besser als noch "Das Schicksal ist ein mieser Verräter". Dennoch hat auch er spürbare Schwächen, er hebt sich nicht von anderen Genrefilmen ab, zeigt nichts Originelles oder frisches und schafft es einfach nicht wegen seiner unvorhersehbaren Geschichte zu fesseln. Alles an ihm ist vorhersehbar, man weiß schnell wie der Film eigentlich enden wird und wird am Ende nicht vollkommen überrascht.

Cole Sprouse in Drei Schritte zu dir
Cole Sprouse in Drei Schritte zu dir © Neuilmverleih
Das ist aber in meinen Augen nicht unbedingt die Schwierigkeit ausgerechnet an diesem einen Film, sondern vielmehr an dem Genre, indem der Film sich befindet. "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" hatte die gleiche Schwäche und selbst das Deutsche Produkt "Club der roten Bänder" konnte sich davon nicht vollkommen loslösen. Dennoch hat man hier aber immer wieder das Gefühl, dass es versucht wird (mal gelungener und mal nicht) und das die Produzenten des Films wirklich versucht haben, alles mögliche herauszuholen was ging.

Haley Lu Richardsonin Drei Schritte zu dir
Haley Lu Richardson in Drei Schritte zu dir © Neuilmverleih
Es gibt eine sehr charmante Hauptfigur, wo es Spaß macht ihr zuzusehen und am Ende (wo es auch etwas dramatischer werden könnte) mitzuhoffen und zufiebern. Haley Lu Richardsonbringt genügend Persönlichkeit mit und schafft es so ihrer Rolle den nötigen Tiefgang zu verleihen. Sie stemmt den Film super auf ihren Schultern und das, obwohl das hier einer ihrer ersten Filme ist. Mal schauen, wo ihr Weg nach so einer guten Leistung noch hinführt, ich glaube aber, dass das dies der Film ist, mit dem sie zukünftig viele verbinden werden. Das war ihr Film und das merkt man auch an so vielen Stellen. Auch der gute Freund der Hauptfigur konnte hier in diesem Film überzeugen. Die beiden Schauspieler hatte eine gute Chemie und wirkten sehr gut aufeinander abgestimmt. Nur mit dem männlichen Hauptdarsteller und seiner Performance habe ich mich etwas schwergetan. Ich bin einfach kein Freund davon, wenn eine Figur als "Bad Boy" rüberkommen soll und man dem Schauspieler nicht abnimmt, dass er das auch wirklich ist, was er spielen soll. So wirkte das alles viel mehr nach Zwang als wirklicher Interesse und man konnte ihm auch keine wirkliche Freude oder sonstige Gefühle ablesen. Er blieb nur stumm in seiner Mimik und kalt in seiner Optik, dass ich mir hier wirklich einen anderen Schauspieler gewünscht hätte. Fans von Riverdale können sich aber dennoch auf Cole Sprouse als Will freuen, denn die könnte seine Perfomence bestimmt dennoch glücklich stimmen, für mich persönlich war es aber nicht genug.


Fazit:
Wer einen Film sucht, wo vielleicht nicht alles frisch und neu ist, aber wo vorallem die Hauptfigur sehr überzeugen kann und man spürt, wie gut die Hauptrolle den Film doch auf ihren Schultern stemmt, der sollte dem Film mal eine Chance geben, denn dann wird man nicht enttäuscht. Wer das Buch gelesen hat oder auch den perfekten Film für einen regnerischen Tag sucht, auch der wird nicht enttäuscht werden, doch wer was orginelles und vollkommen frisches sehen will, der sollte die Finger vom Film lassen, denn genau das schafft er nicht. Er ist nicht mehr als eine solide Unterhaltung für zwischendurch, der auch Zuhause im Heimkino noch sehr gut wirkt.
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Bilder © Universal Pictures Intl.