Fast & Furious 9

Fast & Furious 9 (2020), USA
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Action / Thriller
Kinostart Deutschland: - Verleih: Universal Pictures Intl.

-> Trailer anschauen

Fast & Furious 9 Filmplakat -> zur Filmkritik

Inhalt

Die beiden Vorgänger knackten die 1-Milliarde-Dollar-Umsatz-Marke an den weltweiten Kinokassen. Genauso wenig wie sein legendärer Star-Cast, angeführt von Vin Diesel. Wieder mit dabei sind die Oscar®-Preisträgerinnen Helen Mirren und Charlize Theron sowie Michelle Rodriguez, Lucas Black, Tyrese Gibson, Ludacris und Jordana Brewster. Im wahrsten Sinne des Wortes verstärkt wird der Cast des neuen FAST-Krachers von John Cena.

Vin Diesel, Helen Mirren und Charlize Theron | mehr Cast & Crew


Fast & Furious 9 - Trailer




Filmkritik Fast & Furious 9

Filmwertung: | 7/10


Seit einigen Tagen läuft der neuste Streifen der "Fast & Furious" Reihe endlich im deutschen Kino. Es ist ein Film, der einfach auf die große Leinwand gehört und klar weiß, was für ein Publikum er ansprechen möchte. Neueinsteiger werden hier nicht wirklich reinkommen und jeder der die vorherigen Filme nicht mochte, wird auch hier nichts Gutes finden. Es ist ein Film für Fans und diese werden sich über viele Dinge freuen können. Für mich gab es jedoch im Vorfeld zu viele Trailer und Clips. So kam mir schnell die Frage, ob der Film dann überhaupt noch etwas können würde. Tatsächlich war ich beim ersten Schauen aber sehr begeistert und es gab für mich absolut keine Schwäche. Ich hatte keine Erwartungen und wurde überrascht... Zu sehr überrascht. Da der Film sonst nicht wirklich gut ankam, habe ich überlegt, warum ich das so anders sehe und habe etwas gewartet bis ich diesen Text schreibe. Mittlerweile habe ich den Film aber ein zweites Mal sehen können und kann ihn subjektiv betrachtet nun viel besser einsortieren und nein, er ist nicht perfekt.

Nathalie Emmanuel und Michelle Rodriguez in Fast & Furious 9
Nathalie Emmanuel und Michelle Rodriguez in Fast & Furious 9 © Universal Pictures
Dom hat nun ein Kind und sich mit seiner Lebensgefährtin Letty zu Ruhe gesetzt. Gemeinsam erziehen sie den Kleinen und auch wenn Letty nicht die leibliche Mutter ist, gibt sie sich als diese doch sehr gut. Sie vermisst aber auch ihr altes Leben vor dem Ruhestand und als Frank Petty "Nobody" um Hilfe bittet, überlegt sie nicht lange und macht sich auf in die Mission. Dom zögert. Als er aber sieht, dass sein Bruder Jakob an dieser Mission nicht ganz unschuldig ist, macht auch er sich auf in ein neues Abenteuer. Früher oder später werden seine Wege aber zu seinem Bruder führen und der hat mit ihm noch eine Rechnung offen.

Eine Reihe, die sich verändert hat, wie kaum eine andere, geht nun in die neunte Runde. Während es damals noch um simples Autorennen und Duelle auf der Rennschrecke ging, geht es heute um so viel mehr. Trotzdem sind die Filme echte Magneten und auch Teil 9 hatte einen guten Start. Dieser blieb zwar durch die Pandemie und einen Versprecher von John Cena hinter den Erwartungen zurück, aber ohne den asiatischen Markt ist das auch kein Wunder. Das hält den Film aber nicht davon ab, ein symphatisches Actionfeuerwerk für zwischendurch zu sein. "Hinsetzen, Kopf ausschalten, Spaß haben", so kann man den neusten Teil beschreiben und genau das wollen die Fans sehen. Es ist spürbar der letzte Film vor dem großen Finale und so viele Dinge, Geschehnisse und Figuren aus den letzten Filmen treffen hier aufeinander. Auch der von vielen geliebte, aber von der Reihe oft vergessene Film "Tokyo Drift" bekommt hier eine gute Weiterspinnung der bekannten Figuren. Es ist ein Cast, der immer weiter wächst und wo es kaum zu glauben ist, wer mittlerweile alles dazu gehört. Neuzugang John Cena hat sich für mich im Vorfeld aber zu sehr angefühlt wie ein zwingender Ersatz eines Dwayne Johnson und den Gedanken hatte vermutlich nicht nur ich. Schnell macht dieser aber klar, dass man sich getäuscht hat und gibt sein Bestes.

Vin Diesel und John Cena in Fast & Furious 9
Vin Diesel und John Cena in Fast & Furious 9 © Universal Pictures
Er darf jedoch nicht sein ganzes Potenzial ausspielen und bleibt so hinter dem Möglichen zurück. Das gilt auch für Comedytalent. Er kann selbstironischer spielen und das hat er schon oft bewiesen. So fehlt aber ein wirklicher Symphat, der mit Jason Statham, Dwayne Johnson oder auch einem Paul Walker bisher immer vertreten war. Dass der Letzte ausfällt, ist kein Wunder, aber alle drei gleichzeitig ist ein großer Verlust. Sie haben die Filme etwas aufgelockert und ohne sie bleibt es zu erzwungen. Der Rest versucht möglichst ernst zu spielen und alles natürlich rüber zu bringen. Dass das nicht funktioniert, dürfte jedem klar sein. Es ist eben kein ernster Thriller, sondern ein Gute Laune Sommerspaß. Hoffentlich lernt man daraus und holt sich für Teil 10.1 und 10.2 endlich wieder jemanden, der mehr Witz herein bringt. Klar gibt es in Teil 9 auch noch Ludacris und Tyrese Gibson die für Humor sorgen. Die fand ich aber schon in den letzten Teilen nicht lustig und auch hier ist das für mich nicht der Humor, den diese Filme brauchen. Ich habe sie also nicht vergessen, sie erbringen nur nicht das was ich meine.

Vin Diesel als Dom in Fast & Furious 9
Vin Diesel als Dom in Fast & Furious 9 © Universal Pictures
Der Film rauscht für meinen Geschmack zu sehr durch und hinterlässt keine wirkliche Wirkung. Er ist der typische letzte Film vor dem Finale und macht zwar Lust auf das was kommen wird, tut sich aber manchmal schwer als einzelner Film zu überzeugen. Ich kann die schlechte Bewertung von den Kinogängern verstehen und muss den Film echt kein drittes Mal sehen.

Fazit:
Beim ersten Schauen konnte der Film überzeugen. Er ist das, was die Fans sehen wollen und holt noch einiges heraus. Außerdem muss ich sagen, dass ich im Vorfeld gedacht hätte, die Luft wäre bei dieser Reihe raus, rückblickend aber doch begeistert bin. 10.2 sollte aber dennoch das Ende sein.
by Peter Brauer

Bilder © Universal Pictures Intl.


Von Interesse: