Eyjafjallajökull

Eyjafjallajökull (2013), Frankreich
Laufzeit: - FSK: 6 - Genre: Komödie
Kinostart Deutschland: - Verleih: SquareOne Entertainment / Universum Film

Eyjafjallajökull Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Die Welt der Reisenden kämpft mit der Aschewolke. Noch explosiver als der isländische Vulkan mit dem unaussprechlichen Namen Eyjafjallajökull ist allerdings die Beziehung zwischen Alain (Dany Boon) und Valeria (Valérie Bonneton): seit 20 Jahren geschieden verbindet das Ex-Ehepaar nun mehr allein der abgrundtiefe Hass füreinander. Im Flugzeug unterwegs zur Hochzeit ihrer Tochter müssen die beiden aufgrund des Vulkanausbruchs von Eyjafjallajökull in München notlanden. Die restlichen 2.100 Kilometer nach Athen sind sie gezwungen, im einzig verbliebenen und heiß umkämpften Mietwagen gemeinsam anzutreten. Ein nicht ganz reibungsloser Roadtrip und ein aberwitziger Beziehungskrieg beginnen...

Dany Boon, Valérie Bonneton und Denis Ménochet | mehr Cast & Crew


DVD und Blu-ray | Eyjafjallajökull

Blu-ray
Eyjafjallajökull Eyjafjallajökull
Blu-ray Start:
12.12.2014
FSK: 6 - Laufzeit: 92 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Eyjafjallajökull Eyjafjallajökull
DVD Start:
12.12.2014
FSK: 6 - Laufzeit: 88 min.

Filmkritik Eyjafjallajökull

Filmwertung: | 6/10


Unsere Nachbarn, die Franzosen, haben schon öfter einen Sinn für Verrücktheit bewiesen. Gerade was kitschige Liebesfilme angeht. Dass davon eine Komödie profitieren könnte ist kein ungewöhnlicher Gedanke. Immerhin zeigte Dany Boon, Hauptdarsteller in ,,Eyjafjallajökull – der unaussprechliche Vulkanfilm" das schon in Filmen wie ,,Willkommen bei den Sch'tis" oder ,,Nichts zu verzollen". Jetzt kommt der nächste französische Schenkelklopfer ins Kino. Schon der Titel sorgt für ein Schmunzeln auf den Lippen. Denn wir erinnern uns alle an den unaussprechlichen isländischen Vulkan, der 2010 die Medien beherrschte. Die Story ist schnell erzählt: Ein Ex-Ehepaar macht sich den Weg zur Hochzeit ihrer Tochter zur Hölle, nachdem - dank Eyjafjallajökull - keine Flugzeuge mehr starten können. Es beginnt ein Roadtrip der superlative, denn soviele (positive) bescheuerte Ideen in einem Film findet man doch selten. Total durchgeknallt, aber trotzdem nicht zu weit hergeholt und charmant. Wie machen die Franzosen das nur...

Dany Boon spielt den spießigen sowie durchaus mit gemeinen Charakterzügen gespickten Alain, der eine neue Ehefrau hat. Unterstützung – oder eher das Gegenteil – bekommt er von Valérie Bonneton, die seine reiche, egozentrische und zwanghaft junggebliebene Exfrau Valerie verkörpert. Die beiden hassen sich bis aufs Blut, was sich schon in der Introszene vor dem Vorspann zeigt. Mit bitterbösen Kommentaren, die gerne auch mal unter die Gürtellinie gehen, kann sich der Zuschauer schon jetzt denken, was ihn erwartet. Die Reise führt die beiden nach Griechenland, wo ihre gemeinsame Tochter heiratet, doch durch einen im wahrsten Sinne des Wortes explosiven Zwischenfalls müssen Alain und Valérie gemeinsam einen anderen Weg als das Flugzeug finden. Dabei durchqueren sie mehrere Staaten, auf welche genauso wenig Rücksicht genommen wird wie auf die Protagonisten: Stichelnde Gags und Parodien auf typische Klischees Deutschlands, Sloweniens, Albaniens und Co laden absichtlich beinahe zum Fremdschämen ein. Diese und noch viele weitere Überraschungsmomente machen den Film aus. Im Laufe des Films kommen sich die beiden aber – wie sollte es auch anders sein – näher.
Mir ist aufgefallen, dass der Film leider zunehmend Menschen ab Mitte/Ende 30 ansprechen soll. Das hängt wohl damit zusammen, dass man sich mit den selbst älteren Hauptdarstellern und auch der Situation dann viel besser identifizieren kann. Auch der Humor wird somit verständlicher. Stellenweise gibt es leider ein paar langweilige Momente, durch welche sich der Film minimal zieht. Hauptdarstellerin Bonneton verkörpert ihre Figur gewollt so nervig, dass der Zuschauer sich tatsächlich einen heimlichen Sieger im Kampf der Boshaftigkeiten erkoren hat – Alain. Leider etwas zu nervig, so dass es mitunter kleine Aggressionen in einem auslöst.

Im Endeffekt gebe ich dem Film 6/10 Punkten. Er hat nicht vorhersehbare Übergänge, was immer wieder die Aufmerksamkeit es Zuschauers weckt. Das Ende allerdings ist dann zu leicht vorhersehbar. Alles in einem eine gut anzuschauende Sommerkomödie mit Biss.
by Jennifer Mazzero

Bilder © SquareOne Entertainment / Universum Film