Exodus: Götter und Könige

Exodus: Gods and Kings (2014), Großbritannien / USA
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Abenteuer / Drama
Kinostart Deutschland: - Verleih: 20th Century Fox

Exodus: Götter und Könige Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Ridley Scott, einer der weltweit erfolgreichsten und renommiertesten Regisseure (GLADIATOR, PROMETHEUS, BLADE RUNNER) bringt mit EXODUS - GÖTTER UND KÖNIGE ein neues, episches Action Abenteuer der Superlative in die Kinos: die legendäre Geschichte eines Mannes, der sich mutig einem übermächtigen Imperium entgegenstellt. Mit atemberaubenden Visual Effects und in 3D erweckt Scott die Geschichte von Moses (Christian Bale) zu neuem Leben - der kühne Anführer, der sich gegen Pharao Ramses (Joel Edgerton) auflehnt und sein Volk von 600.000 Sklaven in einer monumentalen Flucht aus dem von grausamen Plagen gestraften Ägypten führt.

Christian Bale, Sigourney Weaver und Aaron Paul | mehr Cast & Crew


DVD und Blu-ray | Exodus: Götter und Könige

Blu-ray
Exodus: Götter und Könige Exodus: Götter und Könige
Blu-ray Start:
07.05.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 150 min.
Exodus: Götter und Könige (Collectors Edition) (3D Blu-ray) Exodus: Götter und Könige (Collectors Edition) (3D Blu-ray)
Blu-ray Start:
07.05.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 150 min.

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DVD
Exodus: Götter und Könige Exodus: Götter und Könige
DVD Start:
07.05.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 144 min.

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Filmkritik Exodus: Götter und Könige

Filmwertung: | 8/10


Der Monumentalfilm von Regisseur Ridley Scott (Blade Runner, Alien, Gladiator) ist ein Blockbuster mit Starbesetzung und einem großen Budget, das sich auf weit mehr als 100 Millionen Dollar belaufen soll. Über die exakte Summe kann nur spekuliert werden, da offizielle Zahlen bisher nicht an die Öffentlichkeit gedrungen sind. Scott gab bekannt, dass Exodus der größte und teuerste Film sei, den er je gemacht hat. Interessant auch, dass der bekennende Atheist die biblische Geschichte von Moses verfilmt. Der 76-jährige wollte den außenstehenden Blick bewahren. Gedreht wurde in Almeria (Andalusien) und Fuerteventura. Insgesamt haben an dem pompösen Film gut 6000 Statisten mitgearbeitet.

1300 vor Christus: Moses (Christian Bale) und Ramses (Joel Edgerton) sind gemeinsam wie Brüder aufgewachsen. Pharao Sethos (John Turtorro) vertraut seiner Weissagerin Miriam (Indira Varma) sehr. Als diese voraussagt, dass jemand in der nächsten Schlacht Ramses retten und sich später zum Herrscher aufschwingen wird, ist Sethos genauso besorgt wie Ramses. Als Moses dann sein Retter wird, bricht das enge Band von ihm und Ramses. Stattdessen lernt Moses die unterdrückten Hebräer kennen, sein Volk. Besonders Nun (Ben Kingsley) und Joshua (Aaran Paul) stehen ihm zur Seite. Dann wird Moses von Ramses verbannt.

Scott setzt die Storyline insgesamt gelungen und bildgewaltig um. Hierbei sind die hervorragende, weil ruhige, dynamische und weite Kameraführung, die wunderschönen und zeitversetzenden Landschaften und die überragenden Spezialeffekte, zu denen auch die prunkvolle Ausstattung, die erstklassigen, realistischen Kostüme und das passende Make-up hervorzuheben. Diese Kategorien machen den Film zu einem Genuss für das Auge. Allerdings sind die 153 Minuten vom Schnitt her nicht ausgewogen. Während einige Szenen zu lang geraten sind, ist man andererseits überrascht, wie abrupt und zeitspringend einige Umschnitte sind. Dadurch verliert Exodus stellenweise an Fahrt, kann aber durchgehend mitreißen, fesseln und packen. Denn die Geschichte ist interessant, auch wenn viel weggelassen wird und man sich an einigen Stellen doch gewünscht hätte, dass Scott mehr Wert auf die Darstellung und Entwicklung der Nebencharaktere legt, die so nur schablonenhaft sind. Aber insgesamt kann man als Zuschauer erleichtert feststellen, dass Scott mit Exodus endlich wieder ein guter Film gelungen ist. Nachdem speziell „Prometheus“, aber auch „The Counselor“ insgesamt hinter den Erwartungen der Zuschauer zurückblieben, erfüllt der gebürtige Engländer diese in seinem neusten Werk wieder. In seinen stärksten Szenen ist der Film so gut, dass er an Scotts Meisterwerk „Gladiator“ heranreicht. In diesen Sequenzen ist das Zusammenspiel der Kameraführung aus der Vogelperspektive, den exzellenten 3D-Effekten, dem Detailreichtum und den beeindruckenden Locations großartig. So lässt sich trotz einiger Schwächen im Drehbuch festhalten, dass Exodus ein gut umgesetzte Geschichte zu bieten hat.

Auch der starke Cast kann überzeugen. Christian Bale (Batman Trilogie, The Fighter, Auge um Auge) trägt den Film in beeindruckender Art und Weise und stellt sein herausragendes Können einmal mehr unter Beweis. An seiner Seite können Joel Edgerton (Der grosse Gatsby, Warrior, Zero Dark Thirty) und John Turtorro (Transformers 1-3, Plötzlich Gigolo, The Big Lebowski) gut Leistungen zeigen und auch Ben Mendelsohn (The Place Beyond The Pines, Tage am Strand, Killer Elite) füllt seine Rolle aus. Schade ist hingegen, dass Ben Kingsley (Gandhi, Schindlers Liste, Hugo Cabret), Aaron Paul (Breaking Bad, Need for Speed, A Long Way Down) und vor allem Sigourney Weaver (Alien 2-4, Avatar – Aufbruch nach Pandora, Ghostbusters 1 und 2) nur kleine Rollen haben, in denen sie sehr wenig ihres oft nachgewiesenen Könnens zeigen können. Dafür fokussiert sich die Geschichte zu sehr auf Moses und Ramses.

Guter, aber nicht überragender Monumentalepos von Altmeister Scott, der nach zwei schwachen Filmen wieder in der richtigen Spur ist. Denn die gewaltigen, beeindruckend aufgenommenen Bilder sind exzellent und auf der großen Leinwand ein Genuss. Da sieht man auch mal über die ein oder andere Unausgewogenheit der Geschichte hinweg.
by Stefan Bröhl

Bilder © 20th Century Fox