Evil Dead

Evil Dead (2013), USA
Laufzeit: - FSK: 18 - Genre: Horror
Kinostart Deutschland: - Verleih: Sony Pictures

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Evil Dead Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Mia (JANE LEVY) und ihr Bruder David (SHILOH FERNANDEZ) freuen sich auf ein paar freie Tage, die sie mit ihren Freunden Olivia (Jessica Lucas), Eric (LOU TAYLOR PUCCI) und Natalie (ELISABETH BLACKMORE) in einer entlegenen Waldhütte verbringen wollen: Doch dann entdecken die Fünf „Das Buch des Todes“ - und wecken damit düstere Dämonen. Nur einer von ihnen bleibt von den Untoten verschont und muss fortan einen erbitterten Kampf um sein Leben führen.
Remake das Klassikers "Tanz der Teufel" mit Bruce Campbell.


Jane Levy, Shiloh Fernandez und Jessica Lucas | mehr Cast & Crew


Evil Dead - Trailer




DVD und Blu-ray | Evil Dead

Blu-ray
Evil Dead (geschnittene Version) Evil Dead (geschnittene Version)
Blu-ray Start:
02.10.2013
FSK: 18 - Laufzeit: 89 min.
Evil Dead (Uncut) Evil Dead (Uncut)
Blu-ray Start:
02.10.2013
FSK: 18 - Laufzeit: 91 min.
DVD
Evil Dead (geschnittene Version) Evil Dead (geschnittene Version)
DVD Start:
02.10.2013
FSK: 18 - Laufzeit: 85 min.
Evil Dead (Uncut) Evil Dead (Uncut)
DVD Start:
02.10.2013
FSK: 18 - Laufzeit: 88 min.

zur DVD Kritik

Filmkritik Evil Dead

Filmwertung: | 5/10


1981 sorgte der amerikanische Horrorfilm "Tanz der Teufel" von Regisseur Sam Raimi für Aufsehen, denn er wurde wegen seiner drastischen Gewaltdarstellung in Deutschland beschlagnahmt und auf den Index gesetzt, was bis heute Bestand haben soll. Man kann sich denken, dass es für einen Horrorfilm keine bessere Werbung geben kann und so kursierten gerade unter den Jugendlichen Anfang der 80er Raubkopien auf den Schulhöfen. Der Reiz des Verbotenen, so noch nie gesehenen, war damals noch viel größer.

Wie im Original, spielt sich auch im Remake "Evil Dead" alles wieder in einer abgelegenen Waldhütte ab. Mia (Jane Levy), ihr Bruder David (Shiloh Fernandez) und ihre Freunde Olivia (Jessica Lucas), Eric (Lou Taylor Pucci) sowie Natalie (Elisabeth Blackmore) wollen ein paar freie Tage in dieser besagten Waldhütte verbringen. Ihnen fällt das mysteriöse "Buch des Todes" in die Hände, wodurch sie ungewollt düstere Dämonen herbeirufen. Für die fünf jungen Leute beginnt ein erbitterter Kampf ums Überleben, denn durch das Vorlesen aus dem Buch wurden blutrünstige Kreaturen freigesetzt, die es nur darauf abgesehen haben, die Teenager psychisch und körperlich zu vernichten. Auf Hilfe von außen können sie aufgrund der Abgelegenheit der Waldhütte nicht zählen.

Das kostengünstige Remake des Splatter-Klassikers "Evil Dead" hat sich in Nordamerika aus dem Stand an die Spitze der Kinocharts gesetzt und damit sofort seine Kosten wieder eingespielt. Für die Umsetzung der wieder aufgewärmten Story, die nicht nur ohne hohe Produktionskosten, sondern auch ohne große Stars auskommt, wählte der hier als Produzent fungierende Sam Raimi den 35-jährigen uruguayischen Regisseur Fede Alvarez aus und verhalf ihm somit zu seinem Spielfilmdebüt. Dieser insgesamt vierte Film des Evil Dead-Franchises ist zugleich reboot aber auch lose Fortsetzung der Serie. Mitproduzent Bruce Campbell, damals auch Hauptdarsteller in Raimis Original, verriet bei der Uraufführung bei einem Film Festival in Austin Texas, dass eine Trilogie geplant sei und die Fortsetzung bereits geschrieben wird.

Während andere Produktionen um eine günstige Altersfreigabe kämpfen, ist das R-Rating für das Selbstverständnis von "Evil Dead" wie ein Gütesiegel. Wie schon im Original ist die Story nicht gerade komplex angelegt, denn es geht hier mehr um die bloße Zerstückelung von Gliedmaßen in unterschiedlichster perversester Ausgestaltung. Der Wald ist die Kulisse für das Böse und dementsprechend bahnt sich dies auch bei Mias erstem "Waldspaziergang" gleich seinen Weg durch eine Körperöffnung der Protagonistin. Fortan ist es vorbei mit körperlicher Unversehrtheit für die jungen Protagonisten David, Eric, Mia, Olivia und Natalie, deren zusammengesetzte Anfangsbuchstaben "DEMON" den Genre-Fans ein kleines Easter Egg beschert. Sei es nun ein herausgeschnittenes Gesicht, mit dem elektrischen Tranchiermesser abgetrennte Arme oder schöne Verstümmelungen mit der Nagelpistole. Der neu aufgelegte teuflische Tanz liefert ab. Nimmt man in der Summe die dünne Handlung und die große Effizienz, den Zuschauer zum Voyeur werden zu lassen, ist man bei einem auch für einen Pornofilm gültigen Schemata angelangt, nur polarisiert beides heutzutage aufgrund der erheblich stärkeren medialen Präsenz viel weniger als früher.

"Evil Dead" steht dem Original in puncto Unappetitlichkeit in nichts nach und wird deshalb die Fans des Kultschockers von 1981 überglücklich machen. Auch das Remake manifestiert seinen Kultstatus in der Aneinanderreihung naturalistisch dargestellter pervertiert grauenhafter Szenen, wobei man sich fragen muss, ob das alleine gruselig ist.

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Bilder © Sony Pictures