Everest

Everest (2015), USA / Großbritannien
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Abenteuer / Thriller / 3D
Kinostart Deutschland: - Verleih: Universal Pictures Intl.

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Everest Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf Blu-ray und DVD

Inhalt

Der Mount Everest - ein Mythos und gleichzeitig eines der größten Abenteuer dieses Planeten. Für die Teilnehmer zweier Expeditionen ist er die Herausforderung ihres Lebens. Als die beiden Gruppen der erfahrenen Bergsteiger Scott Fischer (Jake Gyllenhaal) und Rob Hall (Jason Clarke) die Gipfelerstürmung in Angriff nehmen, gerät diese zu einem dramatischen Kampf ums Überleben. Denn selbst die beste Vorbereitung und das härteste Training ist keine Garantie, wenn plötzlich das Leben nur noch an einem seidenen Faden hängt...

Jason Clarke, Josh Brolin und John Hawkes | mehr Cast & Crew


Everest - Trailer


Everest - Trailer


DVD und Blu-ray | Everest

Blu-ray
Everest Everest
Blu-ray Start:
28.01.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 121 min.
Everest (3D Blu-ray) Everest (3D Blu-ray)
Blu-ray Start:
28.01.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 121 min.
DVD
Everest Everest
DVD Start:
28.01.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 116 min.

zur DVD Kritik

Filmkritik Everest

Filmwertung: | 7/10


Es ist beeindruckend, welch namhafte Stars für „Everest“ verpflichtet werden konnten. Das lag auch an der Geschichte, über die damals weltweit groß berichtet wurde. Wie gemacht für Hollywood. Im Mittelpunkt des Filmes steht Rob Hall (Jason Clarke), Inhaber von der gewinnbringenden Expeditionsagentur Adventure Consultants. Diese bringt abenteuerlustige Bergsteiger bis auf den Gipfel des Mount Everest. Rob kassiert dabei für eine Person die stattliche Summe von 65.000 Dollar. Dafür planen er und sein Team um seine Assistentin Helen Wilton (Emily Watson) und die neue Doktorin Caroline Mackenzie (Elizabeth Debicki) die gesamte Tour samt Anpassung an die Höhenlage durch, kümmern sich um die Versorgung und versprechen dank erfahrener Sherpas auch sicheres Geleit. Diesmal wagen sich unter anderem der kernige Texaner Beck Weathers (Josh Brolin), der Abenteuerfan Doug Hansen (John Hawkes), der 1995 kurz vor dem Gipfel aufgeben musste, und der Journalist Jon Krakauer (Michael Kelly) an die Besteigung des mit 8848 Metern höchsten Berges der Erde. Doch es treten unerwartete Schwierigkeiten auf. Kann das Team diese überstehen?

Die Geschichte des mit einem Budget von 65 Millionen Dollar aufwartenden Filmes ist solide umgesetzt. Das große und immer wieder aufblitzende Potenzial wird allerdings nicht ausgereizt. Dies hat mehrere Gründe. Zum einen bleiben die meisten Charaktere oberflächlich und haben deutlich zu wenig Spielzeit, um überzeugend dargestellt zu sein. Das ist bei diesem Staraufgebot kein Wunder. Doch hätten die Verantwortlichen dieses vorhersehbare Problem besser lösen müssen. Man hätte beispielsweise einige der Nebencharaktere streichen können, da sie die Storyline leicht überfrachten.
Die mangelnde Tiefe führt dazu, dass man die Figuren und ihre Handlungen nicht immer nachvollziehen kann. Dazu kommen einige schwache, unnötige Dialoge. Hier wäre es wünschenswert gewesen, dass sich die Verantwortlichen an Alfred Hitchcocks Credo gehalten hätten und an diesen Stellen auf die Kraft der Bilder gesetzt hätten, anstatt einen nichtssagenden Dialog einzubauen. Das wäre hier problemlos möglich gewesen. Denn die Bildgewalt von „Everest“ ist vor allem in 3D herausragend. Man sieht dem Film seine authentischen Locations an. Schließlich begannen die Dreharbeiten am 13. Januar 2014 in den Ötztal Alpen in Italien, wo sechs Wochen gefilmt wurde. Danach ging es für jeweils einen Monat nach Nepal und Island. Diese beeindruckenden Landschaften darf man dank einer überragenden Kameraführung den gesamten Film über bestaunen. Es gibt viele atemberaubende Aufnahmen, die den Zuschauern nachhaltig im Gedächtnis bleiben und aufgrund ihrer Einstellungen begeistern. Auch die stimmige Musikuntermalung, die aufwendigen Effekte, die glaubhaften Kostüme und das Make-up, welches gerade in den bedrohlichen Szenen äußerst gelungen ist, können überzeugen.
Zudem hat auch die Storyline ihre Stärken. Denn trotz der mittelprächtig dargestellten Figuren entwickelt der Film mit zunehmender Dauer dank seiner packenden Inszenierung und der exzellenten Darstellung von Menschen in Extremsituationen, eine Intensität, wie man sie nur selten erlebt. Dadurch fesselt „Everest“ und reißt mit, sodass man dem Ende mit Spannung entgegenfiebert. Zudem kann man Regisseur Baltasar Kormákur attestieren, dass es ihm gelingt, ein unterhaltsames, reflektierendes und interessantes Kinoerlebnis zu erschaffen, dass sich trotz der Schwächen zu sehen lohnt.

Die Schauspieler agieren auf gutem, aber etwas schwankendem Niveau, was vor allem an der (geringen) Spielzeit liegt. Jason Clarke (Planet der Affen: Revolution, Terminator Genisys, Der große Gatsby), der Christian Bale ersetze, da dieser sich für „Exodus: Götter und Könige“ entschied, spielt zum dritten Mal die Hauptrolle in einem Blockbuster, tut dies auf überzeugende Art und Weise und verleiht seinem Charakter interessante Züge. Als sein Film- Konkurrent und Freund tritt Jake Gyllenhaal (Nightcrawler, End of Watch, Prisoners) auf und gibt seine Figur auf authentische Art und Weise wieder. Kernig wie eh und je, spielt Josh Brolin (Sicario, Gangster Squad, Labor Day) seinen gebrochenen Charakter und zeigt mit seiner Darstellung die vielschichtigste Leistung von allen. John Hawkes (The Sessions, Winter´s Bone, Martha Marcy May Marlene), Emily Watson (Gefährten, Mein Freund, der Wasserdrache, Die Entdeckung der Unendlichkeit), Elizabeth Debicki (Der große Gatsby, Codename U.N.C.L.E, Macbeth) und Michael Kelly (Der Plan, House of Cards, Die Unfassbaren - Now You See Me) können in Nebenrollen gut aufspielen und ihren Figuren zumindest eine gewisse Bandbreite verleihen. Stars wie Keira Knightley (The Imitation Game, Fluch der Karibik, Stolz und Vorurteil), Robin Wright (House of Cards, Tage am Strand, Verblendung) und Sam Worthington (Avatar – Aufbruch nach Pandora, Eine offene Rechnung, Cake) haben hingegen nur sehr kleine, austauschbare Auftritte.


Fazit:
der seine herausragenden Möglichkeiten aber nur bedingt entfalten kann, da die Storyline durch die vielen Figuren etwas überlastet ist und einige Charaktere nur sehr wenig Spielzeit haben, weshalb man dem Bergdrama mangelnde Tiefe vorwerfen muss. Dank der herausragenden 3D-Effekte, der atemberaubenden Kameraführung, der wunderschön gefilmten Landschaften und der Intensität der Geschichte ist „Everest“ aber dennoch sehenswert. Der erhoffte Überflieger ist der Film jedoch nicht geworden.
by

Bilder © Universal Pictures Intl.