Epic - Verborgenes Königreich

Epic (2013), USA
Laufzeit: - FSK: 6 - Genre: Animation / Abenteuer / Familie
Kinostart Deutschland: - Verleih: 20th Century Fox

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Epic - Verborgenes Königreich Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

EPIC – VERBORGENES KÖNIGREICH entführt den Zuschauer in eine verborgene Welt jenseits aller Vorstellung. Klein und versteckt existiert sie, ohne dass die Menschen sie erahnen. Doch in diesem außergewöhnlichen und fantastischen Königreich herrscht seit langem ein Kampf zwischen Gut und Böse, der alles zerstören könnte. Nur M.K., die Tochter eines verrückten Professors, die auf wundersame Weise in diese Welt hineingezogen wird, kann sie beschützen. Wird sie es schaffen, das verborgene Königreich vor dem Bösen zu retten?



Epic - Verborgenes Königreich - Trailer


EPIC - Verborgenes Knigreich - Trailer 1


EPIC - Verborgenes Knigreich - Trailer 3


DVD und Blu-ray | Epic - Verborgenes Königreich

Blu-ray
Epic - Verborgenes Königreich Epic - Verborgenes Königreich
Blu-ray Start:
13.09.2013
FSK: 6 - Laufzeit: 102 min.

zur Blu-ray Kritik
Epic - Verborgenes Königreich (Blu-ray 3D) Epic - Verborgenes Königreich (Blu-ray 3D)
Blu-ray Start:
13.09.2013
FSK: 6 - Laufzeit: 102 min.
DVD
Epic - Verborgenes Königreich Epic - Verborgenes Königreich
DVD Start:
13.09.2013
FSK: 6 - Laufzeit: 98 min.

Filmkritik Epic - Verborgenes Königreich

Filmwertung: | 9/10


Nach Filmen wie „Die Geheimnisse der Spiderwicks“ und „Arthur und die Minimoys“ erleben wir nun mit „Epic – verborgenes Königreich“ eine weitere Dimension der kleinen Kreaturen, welche neben den Menschen dahinleben. Im Gegensatz zu den anderen beiden Filmen ist „Epic“ vollständig animiert. Die Animation beeindruckt mit fabelhaften Details und optisch durch einen sehr hohen Realismus, wie z.B. die Konsistenz des Wassers, der „Ritt“ auf einem Reh und die vielen kleinen Aspekte in der Natur. In 3D überzeugt der Film noch mehr durch seine Optik. Man fühlt sich in die Welt hineingezogen und mitten in der Natur. Wären da nicht die witzigen Kreaturen, wie sprechende „Blumenfrauen“ und dicke „Nuss-oder Trauben-Männer“, würde man glatt vergessen das es ein animierter Film ist.

Der Film beginnt jedoch noch etwas entfernt von der zauberhaften Welt. Wir begegnen zu allererst den etwas verwirrten und missverstanden Prof. Bomba, wie er im Wald nach der fremden Welt Moonhavens forscht. Für seine anscheinend jahrelange Suche hat er den größten Teil des Waldes mit Kameras ausgestattet. Parallel zu seinem Leben finden in seiner nahen Umgebung immer wieder Kämpfen statt, in denen das Gute, welches durch die Leafmen und das Volk der Jinn verkörpert wird, immer wieder über das Böse, welches Mandrake (Christoph Waltz) und seine Boggans darstellen, triumphiert. Interessant wird es als seine Tochter Marie Katherine, MK (engl.: Amanda Seyfried; dt.: Josephine Preuß) zu ihm zieht und ihn seine Verrücktheiten vor Augen zu führen versucht. Durch einen plötzlichen Schicksalsschlag wird MK jedoch in die Welt der Leafman gezogen, um deren Bevölkerung vor dem Verfall des Waldes, durch die bösen Boggans zu retten. Dort lernt sie nun den Anführer der Leafman - Ronin (engl.:Collin Farell; dt.: Tobias Kluckert) und seinen Schützling Nod (engl.: Josh Hutherson; dt.: Raúl Richter) kennen. Nun haben die Drei sich mithilfe der beiden Schnecken Mub (engl.: Aziz Ansari; dt.: Oliver Kalkofen) und Grub (engl.: Chris O’Dowd; dt.: Oliver Welke) durch verschiedene Abenteuer zu kämpfen, um eine Knospe, die das Erbe der Königin Tara (engl. Beyoncé Knowles) und das Leben des Waldes darstellt, zu retten. Werden sie es mit der Hilfe von der Raupe Nim Galuu (engl.: Steve Tyler; dt.: Reiner Schöne) schaffen? Und wird MK in ihre Welt und zu ihrem Vater zurückfinden?

Der Film ist nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene ziemlich spannend dargestellt. Die verpackte Moral „viele Blätter, aber nur ein Baum“ betrifft sowohl jung, als auch alt. Es wird gemeint, dass wir Alle einzigartig sind, aber dennoch nie allein. Wir sind alle ein Teil einer großen Gemeinschaft, was ein schöner Leitspruch in einer Zeit ist, in der wir durch Internet und IPhones immer mehr entfremden.

Weiterhin besticht dieser Film einfach durch schöne Details, wie die windigen kleinen Kolibris, die den Leafmen als Transportmittel dienen. Mit ihren kleinen Sätteln sind sie um einiges edler als die etwas plüschigen Spatzen, welche für die „normale Bevölkerung“ gute „Flugtiere“ abgeben. Schön ist auch, wie für uns kleine Dinge, wie eine Biene oder eine Maus, auf einmal etwas Bedrohliches annehmen. Die „realen“ Menschen werden im Film auch sehr amüsant dargestellt, nämlich als langsame, tollpatschige und törichte „Stampfer“. Allgemein lässt der Humor nicht zu wünschen übrig. Von dem 3-beinigen Mops Ozzy, der mit seiner Tollpatschigkeit und Liebenswürdigkeit für einige Lacher sorgt, bis hin zu den beiden Schnecken Mub und Grub, die durch ihre selbst überzeugte Art und etwas derben Sprüche einfach zum Lachen sind.

Die Charaktere sind fabelhaft umgesetzt, obwohl bei den deutschen Synchronsprechern etwas an Atmosphäre verloren geht. Die englische Version ist mit ihrer Starbesetzung daher nur zu empfehlen. Nichts destotrotz sind auch im deutschen Christoph Waltz als Mandrake und Tobias Kluckert (dt. Stimme von Gerard Butler) als Ronin maßgebend für die Atmosphäre. Aber auch die beiden jüngeren Hauptakteure MK und Nod werden angenehm realistisch präsentiert. Es werden einige Parallelen aufgeführt, von denen wohl jeder Teenager mal befangen war. Von Rebellion gegen ihre momentane Situation, wie auch das erste Verliebt sein, ist alles mit dabei. Jedoch sind einige Szenen im Schattenreich und mit Mandrake derart gruselig, dass er für Kinder unter 6 Jahren nicht unbedingt empfehlenswert wäre, zu mindestens nicht ohne Albtraumgefahr.

Im Ganzen ist der Film sehr spannend. Es wird nie langweilig, noch fühlt man sich unterfordert, weil die Geschichte oder Dialoge zu platt sind. Die schnellere Welt ist nicht nur im Gegensatz zu der Welt der Menschen schneller – es passiert am Stück auch einfach sehr viel. Von atemberaubenden Schlachten, wie die Flucht der Königin, bis hin von gewagten Flugszenen der Leafmen. Da haben sich der Regisseur Chris Wedge und sein Team von Blue Sky Studios, welche auch Ice Age oder Rio produziert haben, wirklich ihre gesetzten Ziele, wie neue Maßstäbe in Bezug auf Realismus, Action, Abenteuer und Detailtreue erfüllt. Die ersten Ideen zu Epic keimten bereits 1998 in Wedge heran, basieren aber eigentlich auf dem Kinderbuch „The Leaf Men and the Brave Good Bugs“ von William Joyce.

Durch die musikalische Gestaltung von Komponist Danny Elfman, der den kompletten Soundtrack selbst komponiert hat, lässt der Film wohl kaum noch Wünsche offen. Elfman ist bekannt durch „Die fantastische Welt von Oz“, „Good Will Hunting“; Men in Black“, „Big Fish“, „Edward mit den Scherenhänden“; „Alice im Wunderland“ um nur einige von seinen Musikproduktionen zu nennen.

Fazit: Die 3D Abenteuerkomödie ist eine bezaubernde Geschichte über den fortdauernden Kampf zwischen dem Bösen gegen das Gute. Vielleicht ist die Story nicht unbedingt neu oder unvorhersehbar, dafür ist jedoch die Umsetzung des Films und seine Optik wirklich spektakulär. Die künstlerische Leistung der Animateure von Blue Sky Studios ist wirklich beeindruckend und verzaubert den Zuschauer durch und durch. Es ist einfach ein schöner Film und wer sich gerne Animationsfilme zu Gemüte führt, sollte diesen nicht verpassen. Nicht nur die Kleinen werden begeistert sein.
by Ela Schnittke

Bilder © 20th Century Fox