Endless Love

Endless Love (2013), USA
Laufzeit: - FSK: 6 - Genre: Romanze / Drama
Kinostart Deutschland: - Verleih: Universal Pictures Intl.

Endless Love Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Basierend auf dem Roman von Scott Spencer, erzählt Regisseurin Shana Feste die Geschichte einer endlosen Liebe: Dass sich David und Jade im Sommer ihres High School Abschlusses Hals über Kopf ineinander verlieben, ist für Jades fürsorglichen Vater ein Dorn im Auge. Denn Hugh Butterfield hat die Zukunft seiner Tochter bereits geplant und erwartet, dass sie als erfolgreiche Ärztin in seine Fußstapfen tritt. Weit weg von zuhause, soll Jade ein Praktikum bei einem renommierten Arzt antreten. Doch entgegen der Erwartung ihres Vaters, entscheidet sich die junge Frau kurzfristig gegen diesen Karriereschritt, um so den Rest des Sommers mit ihrer großen Liebe verbringen zu können. Hugh Butterfield ist der Überzeugung, dass seine Tochter diesen unüberlegten Entschluss aufgrund von Davids schlechtem Einfluss gefasst hat, und setzt von nun an alles daran, um die Verliebten voneinander zu trennen.

Gegen alle Widerstände hält Jade selbst dann zu David, als er mit dem Gesetz in Konflikt kommt … denn das tut er nur aus Liebe zu ihr. Doch Missverständnisse, ein Unfall und Intrigen, die sogar ein dunkles Geheimnis aus Davids Vergangenheit enthüllen, stellen die junge Liebe von nun an auf eine harte Probe.


Alex Pettyfer, Gabriella Wilde und Robert Patrick | mehr Cast & Crew


DVD und Blu-ray | Endless Love

Blu-ray
Endless Love Endless Love
Blu-ray Start:
31.07.2014
FSK: 6 - Laufzeit: 104 min.
DVD
Endless Love Endless Love
DVD Start:
31.07.2014
FSK: 12 - Laufzeit: 104 min.

zur DVD Kritik

Filmkritik Endless Love

Filmwertung: | 6/10


Väter wachen über das Wohlergehen ihrer Töchter für gewöhnlich mit Argusaugen, denn das Leben soll für ihre kleine Prinzessin nur die pure Zuckerwatte bereithalten. Da ist es für potenzielle Bewerber um das Herz der Tochter beinahe schwieriger, grünes Licht vom Daddy der Angebeteten zu bekommen, als das beiderseitige Verlieben an sich. Den treusorgenden Vätern stehen nur zwei strategische Wege offen, wenn sich das Töchterchen unsterblich verschossen hat. Wenn davon der Erste, die vehemente Abwehr des jungen Mannes aussichtslos erscheint, wäre da noch der vertrauensvoll heuchlerische Schulterschluss, in der Hoffnung, dass ihr Freund angesichts der großen ihm übertragenen Verantwortung kalte Füße bekommt und die Fliege macht.

In "Endless Love" hält der Vater der hübschen Tochter unbeirrt am ersten strategischen Weg fest. Die in guten Verhältnissen aufgewachsene Jade (Gabriella Wilde) lernt im Sommerurlaub mit ihren Eltern den charismatischen David (Alex Pettyfer) kennen und verliebt sich Hals über Kopf in ihn. Die zwischen den beiden entfachte grenzenlose Leidenschaft ist jedoch Jades Vater Hugh (Bruce Greenwood) ein Dorn im Auge, da er die Zukunftspläne seiner Tochter gefährdet sieht. Seine Tochter soll Medizin studieren und ihm irgendwann mal als Kardiologin nachfolgen, wozu sie im Sommer lieber ein Praktikum machen soll, als ihre Zeit mit dem perspektivlosen David zu vergeuden. Doch Jade entscheidet sich gegen das Praktikum und genießt lieber die Zeit mit David. Dies missbilligend bezichtigt Hugh David einer dunklen Vergangenheit, die er vor Jade verschwiegen haben soll. Das junge Paar wird durch Missverständnisse, einen Unfall, Intrigen und Davids ungeklärte Vergangenheit auf eine harte Probe gestellt und muss um seine Liebe kämpfen.

Die amerikanische Regisseurin Shana Feste, die 2010 den Film "Country Strong" mit Gwyneth Paltrow inszenierte, meldet sich nun mit dem Melodram "Endless Love" zurück, für das sie zusammen mit Joshua Safran auch das Drehbuch schrieb. Gleichzeitig ist das bereits die zweite Adaption des gleichnamigen Romans von Scott Spencer, denn das romantische Teendrama ist die Neuverfilmung von "Endlose Liebe" aus dem Jahr 1981, in dem Brooke Shields die Jada Butterfield spielte. Die Hauptrollen des zwischen Mai und Juli 2013 hautsächlich in Georgia gedrehten Remakes übernahmen die britischen Schauspieler und Models Alex Pettyfer ("Der Butler") und Gabriella Wilde ("Carrie"), die optisch ein ebenso zauberhaftes Paar abgeben, wie 1981 schon Brooke Shields und Martin Hewitt. Als Jades Vater Hugh macht der kanadische Schauspieler Bruce Greenwood, bekannt aus unzähligen Hollywood-Produktionen wie "Flight" (2012) oder "Star Trek Into Darkness" (2013"), David Elliot das Leben zur Hölle, während Joely Richardson, die gerade auch in "Vampire Academy" im Kino zu sehen war, Jades Mutter Anne Butterfield spielt.

"Liebe überwindet alle Widerstände" ist dem deutschen Filmposter zu "Endless Love" zu entnehmen und diese sind dank Jades Vater wirklich extrem. Der Beginn der Lovestory verbreitet den Geruch von "Dirty Dancing", wobei David nicht ganz so des geistigen Tiefflugs und der prekären Herkunft verdächtig ist, wie einst der Tanzlehrer. Doch auch wenn David sogar den Zulassungstest zur Uni bravourös bestanden hat, so wird er doch eindeutig als der Tochter des Hausherren für unwürdig erachtet. Die Liebesgeschichte mit all ihren Vorkommnissen, Missverständnissen und Intrigen wird selbstredend soppy. Dies ein Begriff der Amerikaner für schnulzige Storys aus der Feder des Mannes, der wohl nachts schweißgebadet aufgewacht sein muss, dass diese Geschichte nicht ihm eingefallen ist, obwohl sie perfekt in sein Œuvre gepasst hätte. Aber an dieser Stelle sei ausdrücklich betont, dass Nicholas Sparks bei "Endless Love" nicht seine Finger im Spiel hatte. Alex Pettyfer wirkt schon fast ein bisschen zu reif für die spätpubertären Torturen und seine Rolle als Underdog ist selbst gewählt, doch würde man als Zuschauer ihm die eigene Tochter durchaus anvertrauen. Wesentlich unerfahrener wirkt Gabriella Wilde als Jade, was aber gut zu ihrem Rollenbild als Papas Küken passt. Vater Hugh ist letztendlich das Monster im zwischenmenschlichen Gefüge und auch der schmerzliche Verlust seines ersten Sohnes entschuldigt sein Verhalten nicht. Es entwickelt sich ein dramatischer Kampf zweier junger Leute um ihre Liebe, der doch mehr Facetten hat, als der Trailer erahnen lässt. Zur Vermeidung des im Film dargestellten Szenarios wird empfohlen, sich lieber in Töchter alleinerziehender Mütter zu verlieben!

"Endless Love" ist ein purer Kampf um die Liebe gegen einen Vater, den man keinem jungen Mann beim Antrittsbesuch wünscht. Das Publikum der Nicholas Sparks-Verfilmungen und jeder, der schon mal den Satz "Mein Baby gehört zu mir" gehört hat, ist hier gut aufgehoben.
by André Scheede

Bilder © Universal Pictures Intl.