Edge of Tomorrow

Edge of Tomorrow (2014), USA
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Science-Fiction / Action / 3D
Kinostart Deutschland: - Verleih: Warner Bros.

Edge of Tomorrow Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Das epische Action-Abenteuer spielt in naher Zukunft: Mit unerbittlicher Härte fällt eine außerirdische Spezies über die Erde her – keine Armee der Welt kann sie aufhalten.
Major Bill Cage (Cruise) verfügt über keinerlei Kampferfahrung, als er ohne Vorwarnung zu einem Einsatz abkommandiert wird, den man nur als Selbstmordkommando bezeichnen kann. Cage wird innerhalb weniger Minuten getötet, landet aber unbegreiflicherweise in einer Zeitschleife, die ihn dazu verdammt, dasselbe grausige Gefecht ständig aufs Neue zu durchleben: Wieder und immer wieder muss er kämpfen und sterben ...
Doch mit jeder Auseinandersetzung gewinnt Cage an Erfahrung und reagiert immer versierter auf die Gegner, wobei ihn die Kämpferin Rita Vrataski (Blunt) von den Special Forces tatkräftig unterstützt. Indem sich Cage und Rita dem Kampf gegen die Außerirdischen stellen, ergibt sich aus jedem wiederholten Einsatz eine neue Chance, die Alien-Invasoren zu überwinden.


Tom Cruise, Emily Blunt und Lara Pulver | mehr Cast & Crew


DVD und Blu-ray | Edge of Tomorrow

Blu-ray
Edge of Tomorrow - Live.Die.Repeat Edge of Tomorrow - Live.Die.Repeat
Blu-ray Start:
09.10.2014
FSK: 12 - Laufzeit: 114 min.

zur Blu-ray Kritik
Edge of Tomorrow - Live.Die.Repeat (3D Blu-ray) Edge of Tomorrow - Live.Die.Repeat (3D Blu-ray)
Blu-ray Start:
09.10.2014
FSK: 12 - Laufzeit: 114 min.
DVD
Edge of Tomorrow - Live.Die.Repeat Edge of Tomorrow - Live.Die.Repeat
DVD Start:
09.10.2014
FSK: 12 - Laufzeit: 109 min.

Filmkritik Edge of Tomorrow

Filmwertung: | 7/10


Zeitschleifen sind eine beliebte Thematik, um gerade Science Fiction-Filmen eine besondere Dynamik zu verleihen. Doch da die Handlung von ihren stetigen Wiederholungen lebt, muss die Story schon sehr prägnant sein, um das Interesse des Zuschauers bei der Stange zu halten. Komödie wie „…und täglich grüßt das Murmeltier“ scheiterten an ihrer mehrfach aufbereiteten Story, die das Interesse der Zuschauer nur allzu schnell in Wohlgefallen auflöste. Regisseur Doug Liman („Die Bourne Identität“) versucht mit seinem Film „Edge of Tomorrow“ zu beweisen, dass auch Zeitschleifen eine Spannung über die Laufzeit von fast zwei Stunden tragen können. Doch auch ihm gelingt nur im Ansatz das, was er sich selbst erhofft haben mag.
Neben der immer wiederkehrenden Erlebnisse des unfreiwilligen Soldaten Bill Cage (Tom Cruise), die sich gerade im ersten Drittel des Films nur durch wenige erkennbare Veränderungen unterscheiden, steht der Humor klar im Fokus. Liman paart seine rasanten Actionszenen mit einer lockerleichten Prise Komik, um die Handlung aufzulockern. So nimmt Cage selbstironisch sein Schicksal an, um bei jedem erneuten Durchleben der Situation das Beste draus zu machen. Dass dies nicht immer der Fall ist und der zuvor penible skizzierte Plan nicht wie erhofft aufgeht, nimmt der Zuschauer amüsiert hin. Doch trotz des durchaus funktionierenden Unterhaltungsspaßes ist es genau die Zeitschleifenthematik, die den Film in die Länge zieht und abfallende Spannungslücken erkennen lässt, was zwischenzeitlich zur Ermüdung des Publikums führt.
Die Entwicklung der Hauptfigur ist im Ansatz gut inszeniert. Cage entwickelt sich von einem anfänglich unbegabten Rekruten zu einem routinierten Kämpfer. Doch im Laufe der Zeit verliert sich auch die Ausbildung von Cage durch die taffe Kriegerin Rita Vrataski (Emily Blunt) in den Wiederholungen, die alsbald bekannt sind und mit kaum neuen Prämissen aufwarten können. Zudem schleichen sich Logiklöcher in die Zeitschleife ein. So baut der Film zu Beginn durch zahlreiche Nachrichtensendungen Authentizität auf, die sich spätestens mit den ersten Kampfszenen zunichte gemacht wird. Immer wieder werden die Soldaten wie Spielfiguren an den Punkt Null gesetzt, um erneut den Kampf ihres Lebens zu führen.
Die Optik ist bei weitem gelungen und lässt das Budget von rund 175 Mio. Dollar erkennen. Selbst im größten Getümmel bleibt der Fokus auf den zwei Hauptfiguren und den feindlichen Aliens gerichtet. Die Soldaten verlieren im Sekundentakt ihr Leben gegen den überirdischen Feind, was anhand eines ausufernden Kriegszenarios in Szene gesetzt wird. Die Kampfanzüge der Soldaten fügen sich optisch dem Genre an, lassen die Menschen jedoch als verlangsamte Roboterversionen erscheinen. Die CGI-Aliens wirken hingegen mit ihren rasanten Bewegungen in der dystopischen Welt schon fast real, was dem Look einen Zusatzpunkt einbringt. Die 3D-Technik ist leider bei den meisten Szenen verschenkt und kann den Film nicht zusätzlich aufwerten.
Tom Cruise („Oblivion“) kann trotz seines fortgeschrittenen Alters mit Stunts und Elan überzeugen, auch wenn „Edge of Tomorrow“ zu seinen weitaus schlechteren Projekten zählen mag. Emily Blunt („Sherlock“) überrascht mit einer untypischen Rolle, in der ihre intelligente Kampfmethoden in den Fokus rücken und ihre emotionale Weiblichkeit an den Rand drängen. Nur in wenigen Momenten werden aufkeimende Gefühle zwischen den Hauptfiguren mit verträumten Blicken angedeutet, was im Hinblick auf die drohende Alieninvasion schon fast kitschig erscheint.

Fazit: Optisch gelungener Science Fiction- Film, der sich aufgrund der Zeitschleifen-Thematik spannungsmäßig verliert. Tom Cruise und Emily Blunt spielen geschickt gegen die Logiklöcher an, können aber den Spannungsabfall dennoch nicht verhindern, was gerade im Mittelteil für Längen sorgt.
by Sandy Kolbuch

Bilder © Warner Bros.