Dumbo

Dumbo (2019), USA
Laufzeit: - FSK: 6 - Genre: Familie / Fantasy
Kinostart Deutschland: - Verleih: Walt Disney

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Dumbo Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Das Leben des ehemaligen Zirkusstars Holt Farrier (COLIN FARRELL) ist aus den Fugen geraten, seit er aus dem Krieg zurückgekehrt ist. Zirkusbesitzer Max Medici (DANNY DEVITO) stellt ihn ein, um für einen neugeborenen Elefanten zu sorgen, dessen übergroße Ohren ihn zur Zielscheibe für Hohn und Spott machen. Doch als Holts Kinder Milly (NICO PARKER) und Joe (FINLEY HOBBINS) herausfinden, dass Dumbo fliegen kann, setzt nicht nur die angeschlagene Zirkustruppe ihre Hoffnungen in den kleinen Dickhäuter. Der überzeugungskräftige Unternehmer V.A. Vandevere (MICHAEL KEATON) und die charmante Luftakrobatin Colette Marchant (EVA GREEN) treten ebenfalls auf den Plan...

Colin Farrell, Eva Green und Michael Keaton | mehr Cast & Crew


Dumbo - Trailer




DVD und Blu-ray | Dumbo

Blu-ray
Dumbo Dumbo
Blu-ray Start:
08.08.2019
FSK: 0 - Laufzeit: 112 min.

zur Blu-ray Kritik
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Blu-ray Start:
08.08.2019
FSK: 0 - Laufzeit: 112 min.
Dumbo (4K Ultra HD) Dumbo (4K Ultra HD)
Blu-ray Start:
08.08.2019
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DVD
Dumbo Dumbo
DVD Start:
08.08.2019
FSK: 0 - Laufzeit: 108 min.

Filmkritik Dumbo

Filmwertung: | 6/10


„Dumbo“ ist ein kleiner Baby-Elefant mit viel zu großen Ohren, der durch die Kinder des Kriegsveteranen Holt Farrier (Colin Farrell) bemerkt, dass er fliegen kann. Da es dem Zirkus, unter der Leitung vom Direktor Max Medici (Danny DeVito), seit einiger Zeit an Attraktionen fehlt, scheint Dumbo ein neuer Erfolgsgarant werden zu können. Das Publikum ist begeistert und Dumbo wird zum neuen Kassenschlager. Der wahnsinnige Erfolg macht auch den Geschäftsführer und Festivalparkleiter V. A. Vandevere (Michael Keaton) interessiert und er will Dumbo unbedingt als eine seiner Attraktionen haben.

Colin Farrell, Nico Parker und Finley Hobbins in Dumbo
Colin Farrell, Nico Parker und Finley Hobbins in Dumbo © Disney
„Dumbo“ ist die neuste Realverfilmung aus dem Hause Disney. 1941 erschien der vierte abendfüllende Zeichentrickfilm über den fliegenden Baby-Elefanten. Jetzt durfte Tim Burton („Batman“/„Charlie und die Schokoladenfabrik“) Regie führen und setzte seine Interpretation um. Er strich einige Figuren und fügte viele neuen Elemente hinzu. Die Geschichte dreht sich zwar im Kern immer noch über den kleinen Elefanten und dem Erlernen des Fliegens, allerdings verlässt die Geschichte den kleinen Jahrmarktzirkus und steigt in die große Festivalzirkuswelt ein. Durch diesen Umstieg wechselt zum einen die Antagonistenrolle von Max Medici zu V.A Vandevere und zum anderen ermöglicht es die Einführung von weiteren Charakteren, die leider alle nur eingefügt wurden, um den Plot umsetzen zu können. Micheal Keaton bekommt zwar die Disney-typische Tiefe eines Antagonisten, allerdings wirkt sein Handeln (und sein Toupet) dermaßen fehlplatziert. Keiner der Charaktere bekommt irgendeine Tiefe, was sie alle sehr lieblos macht. Alle haben ihre strikten Aufgaben und schaffen es nicht mehr zu bieten, als Marionetten im großen Plot zu sein. Direkt am Anfang wird ein großes Drama um die Familie Farrier aufgemacht. Der Vater, ein Kriegsveteran, kommt mit nur noch einem Arm aus dem Krieg zurück. In der Zwischenzeit hat sich seine Frau von ihm getrennt. Die beiden Kinder müssen den Vater jetzt bei allem helfen und finden durch Zufall heraus, dass Dumbo fliegen kann.

Colin Farrell und Eva Green in Dumbo
Colin Farrell und Eva Green in Dumbo © Disney
Dadurch hat der Vater eine neue Aufgabe im Zirkus und kann doch weiterhin dort arbeiten. Die Kinder sind dabei so stereotypisch, dass es wirklich anstrengend ist, wenn sie mit Dumbo agieren. Im weiteren Verlauf sind sie nur dafür da, um Entwicklungen von Dumbo einzuleiten und das stört wirklich. Hätten sie wenigsten einen eigenen Prozess der Weiterentwicklung, könnte man wenigstens Sympathien aufbauen, aber durch ihre fehlende Tiefe sind sie einfach nur weitere störende Faktoren. Collin Farrell gibt sich zwar einige Mühe souverän zu wirken, allerdings gelingt ihm das durch seinen fehlenden Arm nicht. Man hätte zwar eine interessante Problematik erzählen können, allerdings entschied sich der Film eher witzige Stellen mit seiner Stoff-Prothese zu machen. Auch die entstehende Liebesbeziehung mit der Akrobatin Colette Marchant (Eva Green) wirkt viel zu erzwungen. Der eigentliche Star, neben Dumbo ist aber eindeutig Danny DeVito als Max Medici. Jede Szene mit ihm ist voller Herz und wenn es erst so wirkt, als wäre er der Bösewicht, entwickelt er sich zu einem sehr liebenswürdigen Charakter, welcher stets mit vielen Witzen die erzählerischen Fehler bessert.

Was aber auf jeden Fall lobenswert ist, ist der besondere Stil, den Tim Burton regelmäßig in seinen Filmen zelebriert. Der Showpark von Vandevere sieht einfach nur wundervoll aus und steckt voller Details. Wie er schon in „Batman“ (1989) oder in „Charlie und die Schokoladenfabrik“ (2005) bewiesen hat, hat er ein Händchen für abgefahrene und abstrakte Bauten, die mit vielen Anspielungen und Nostalgie bestückt sind. Eine weitere positive Auffälligkeit ist das 1:1-Übernehmen von Szenen aus dem Original. Beispielsweise die Szene, bei der Dumbo die rosa Elefanten sieht, wurde zwar in einem anderen Kontext gezeigt, allerdings lässt sie immer noch Nostalgie und Staunen auslösen.

Szene aus Dumbo (2019)
Szene aus Dumbo (2019) © Disney
Die Musik wurde komponiert von Burtons Stammkomponisten Danny Elfman und diese ist wirklich fantastisch. Egal ob in epischen Szenen, in denen Dumbo durch das Zirkuszelt fliegt oder in den kleinen privaten Momenten unterstreicht die Musik stets die Atmosphäre. Die größte Gefahr bei fliegenden Objekten ist der Grad an optischen Realismus und da treten Disneyuntypische Fehler auf, den einige Einstellungen in der Luft, sehen sehr künstlich raus und das reißt den Zuschauer aus dem Effekt, der gerade auf der Leinwand entstehen soll. Ansonsten ist der Film sehr farbenfroh und alles wirkt sehr künstlerisch verspielt.


Fazit:
Wenn man sich bei „Dumbo“ von den schlecht geschriebenen Charakteren und dem Mangel an Spannung nicht beirren lässt, sondern sich auf Dumbo und seine Einzigartigkeit konzentriert, wird man viel Spaß haben. Sollte man sich allerdings nicht von der unglaublichen Niedlichkeit von Dumbo und dem fantastischen Stil von Tim Burton blenden lassen, dann wird er Film ziemlich schnell zur Qual.
by

Bilder © Walt Disney