Doctor Strange

Doctor Strange (2016), USA
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Fantasy / Abenteuer
Kinostart Deutschland: - Verleih: Walt Disney

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Doctor Strange Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf Blu-ray und DVD

Inhalt

Basierend auf dem Comic-Charakter, der seinen ersten Auftritt im Juli 1963 in den „Strange Tales“ #110 hatte, dreht sich auch die fulminante Kinoadaption um den brillanten Neurochirurgen Dr. Stephen Strange. Dessen Leben wird völlig auf den Kopf gestellt, als er nach einem Autounfall Zugang zu einer geheimen Welt voller Magie und zahlloser alternativer Universen bekommt.

In der Hauptrolle des DOCTOR STRANGE, der über verschiedenste außergewöhnliche Fähigkeiten verfügt und als der mächtigste Magier des Kosmos gilt, glänzt Charakterdarsteller Benedict Cumberbatch („Star Trek Into Darkness“). Der geborene Londoner hat durch die Titelrolle in der BBC-Serie „Sherlock“ bereits Kultstatus erreicht und wurde zuletzt für seine eindringliche Performance in dem Biopic „The Imitation Game – Ein streng geheimes Leben“ für zahlreiche Filmpreise nominiert, u.a. für den Oscar® als bester Hauptdarsteller.


Benedict Cumberbatch, Chiwetel Ejiofor und Rachel McAdams | mehr Cast & Crew


Doctor Strange - Trailer




DVD und Blu-ray | Doctor Strange

Blu-ray
Doctor Strange Doctor Strange
Blu-ray Start:
09.03.2017
FSK: 12 - Laufzeit: 115 min.

zur Blu-ray Kritik
Doctor Strange (2D & 3D Steelbook Edition) Doctor Strange (2D & 3D Steelbook Edition)
Blu-ray Start:
09.03.2017
FSK: 12 - Laufzeit: 115 min.
DVD
Doctor Strange Doctor Strange
DVD Start:
09.03.2017
FSK: 12 - Laufzeit: 110 min.

Filmkritik Doctor Strange

Filmwertung: | 9/10


Der berühmte Neurochirurg Dr. Stephen Strange (Benedict Cumberbatch) ist egozentrisch, selbstverliebt und begnadet in seinem Handwerk. Bis zu dem Tag an dem er einen furchtbaren Autounfall hat, welcher seine Hände irreparabel schädigt. Er versucht alles um diesen Schaden zu beheben, doch die klassische Medizin kann ihm nicht mehr helfen. Doctor Strange SzenenbildSomit begibt er sich auf die Reise nach Nepal zu dem geheimnisvollen Ort Kamar-Taj. Was ihn hier erwartet übertrifft alles, was er sich je hätte vorstellen können. „Die Älteste“(Tilda Swinton) zeigt Strange eine Welt voller Magie – eine Welt, an die er nie geglaubt hat und in welcher er nun ganz tief drin steckt. Eigentlich war sein einziges Ziel auf diesem Weg seine Hände vom Zittern zu befreien um eben seinen Beruf wieder ausüben zu können, doch dann kommt alles irgendwie ganz anders...

Kritik:
Wir befinden uns in Phase 3 des Marvel Cinematic Universe. Dabei ist Doctor Strange der 2. von insgesamt 9 Filmen, die innerhalb von 3 Jahren sowohl neue Helden etablieren als auch die Abenteuer unserer bereits bekannten Charaktere weiterführen werden. Mit „Doctor Strange“ erzählt Marvel Studios die Geschichte des Neurochirurgen Dr. Stephen Strange, des Meisters der mystischen Künste, welcher 1963 erstmals in einem Marvel Comic auftauchte. Von den Studios sind wir ja schon einiges gewohnt, doch mit „Doctor Strange“ scheint die Filmfabrik nun eine neue kinematografische Ära einzuleiten. Denn was das Visual Effects-Team hier geleistet hat, verdient einfach Applaus. Nicht, weil das 3D-Erlebnis umwerfend ist (eigentlich gibt es nur dafür den einen Punkt Abzug) sondern, weil die Welten, in die der Zuschauer hier eintaucht, die Farben, die Grafiken, die Dimensionen atemberaubend sind. Zugegeben – es scheint so, als wurde hier Einiges von Inception (2010) abgekupfert und im großen Stil erweitert. Doch letztendlich machen eben genau diese, durch den Trailer bereits angekündigten, Bilder mitunter den Film aus. Regisseur Scott Derrickson (Erlöse uns von dem Bösen, Sinister) wollte „Doctor Strange“ visuell üppig, düster und mit einer leuchtenden Qualität gestalten. Neben der engen Zusammenarbeit mit Produktionsdesigner Charles Wood (Avengers 2, Guardians of the Galaxy) studierte er auch die Marvel Comics als visuelle Orientierungshilfe, vor allem die Zeichnungen von Doctor Strange – Mitschöpfer Steve Ditko. Doctor Strange SzenenbildDarüber hinaus stürzte er sich auf Fotografien und Kunstwerke. Und was soll man noch sagen? Der Mann hat seine Hausaufgaben gemacht und damit sein Ziel erreicht.

Allerdings ist das Bild natürlich nicht alles. Für die Marvel-Maschinerie zwar nicht ungewöhnlich, aber doch etwas überraschend ist das wirklich gute Drehbuch. Gerade in einer Fantasy-Welt voller Zauberei und verschiedener Universen schleicht sich gerne mal der ein oder andere inhaltliche „Fehler“ ein. Okay, es gibt auch hier ein, zwei Mal diesen gewissen Moment, in dem man nachdenklich die Stirn runzelt. Aber ganz ehrlich – es geht um Magie, um Zeit und besonders um Dramaturgie. Irgendwo muss sicher auch mal ein guter Drehbuchautor Abstriche machen.
Die Geschichte zum Film stammt aus den Händen von Jon Spaihts (Darkest Hour, Prometheus-Dunkle Zeichen), Regisseur Scott Derrickson und C. Robert Cargill (Sinister 1+2), die einen absolut großartigen Job gemacht haben! Sie haben es geschafft eine LKW-Ladung voller Humor in eine eigentlich dramatische, mit Dunkelheit getränkte Story zu integrieren. Nicht auf eine plumpe Art und Weise, sondern ganz gezielt – wie ein Angriff aus dem Hinterhalt – ohne dabei das Wesentliche aus den Augen zu verlieren, geschweige denn es ins Lächerliche zu ziehen. Genial!

Kommen wir noch zur Besetzung. Aber was bleibt einem dazu noch zu sagen? Egal wie gut die Geschichte, der Sound oder die Special Effects sind - die Menschen vor der Kamera müssen begeistern und einem Film die Würze geben. „Doctor Strange“ wurde schlicht absolut perfekt abgeschmeckt! Benedict Cumberbatch (The Imitation Game, Star Trek - Into Darkness) ist ein begnadeter Schauspieler, der in so ziemlich jeder Rolle überzeugen kann. Doctor Strange SzenenbildSo auch als Arzt und größter Zauberer der Welt. Bei seinen Kollegen sieht es hier nicht anders aus. Oscar Preisträgerin Tilda Swinton (Grand Budapest Hotel, Only Lovers Left Alive) schlüpft in die Rolle der Ältesten und versprüht regelrecht eine meditative Aura. Faszinierend sie in dieser Rolle zu sehen, wenn man weiß, welche Art Charaktere sie sonst oft verkörpert hat.
Auch der dänische Ausnahme-Schauspieler Mads Mikkelsen (Hannibal, Kampf der Titanen) macht als fehlgeleiteter, schwarzer Magier Kaecilius eine verdammt gute Figur.
Fakt ist einfach - der gesamte Cast funktioniert und harmoniert von Anfang bis Ende. Genau so macht Kino Spaß. Selten war ein Film voller Zauberei und Mystik derart authentisch und fesselnd wie „Doctor Strange“. Die Zeit vergeht wie im Flug und man schafft es vor lauter Staunen, Action, Witz und Spannung kaum Luft zu holen.


Fazit:
Hier stimmt tatsächlich alles – von der Besetzung über das Drehbuch bis zum Sound. Doctor Strange ist 115 Minuten Unterhaltung pur und definitiv die Investition wert! DAS ist Kino.
by

Bilder © Walt Disney