Die Tribute von Panem - Mockingjay: Teil 2

The Hunger Games: Mockingjay - Part 2 (2015), USA
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Science-Fiction / Action / 3D
Kinostart Deutschland: - Verleih: StudioCanal

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Die Tribute von Panem - Mockingjay: Teil 2 Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf Blu-ray und DVD

Inhalt

Nachdem sie zum Gesicht der Rebellion erklärt wurde, führt Katniss Everdeen die einzelnen Distrikte von Panem in den Kampf gegen das tyrannische System. Nur wenn der Aufstand gegen das Kapitol gelingt, kann es eine Zukunft für Katniss, Peeta, Gale und für ganz Panem geben.

Im November kommt endlich der sehnsüchtig erwartete zweite Teil des großen Finales: DIE TRIBUTE VON PANEM – MOCKINGJAY TEIL 2 basiert wie TEIL 1 auf dem dritten Band der Panem-Trilogie von Suzanne Collins. Die Trilogie „Die Tribute von Panem" zählt zu den größten Buchhits der letzten Jahre. Neben den derzeit angesagtesten PANEM-Filmstars Josh Hutcherson, Liam Hemsworth und der Oscar- und Golden Globe-Preisträgerin Jennifer Lawrence, sind auch die charismatischen Hollywood Größen Woody Harrelson („No Country For Old Men“), Stanley Tucci („Der Teufel trägt Prada“), Donald Sutherland („Adler der neunten Legion“), Oscar-Preisträger Philip Seymour Hoffman („Capote“) und Oscar-Preisträgerin Julianne Moore („Still Alice“) wieder mit dabei. Der letzte Teil der Bestsellerverfilmung erhält unter anderem in Berlin gedrehte Szenen und ist in spektakulärem 3D!


Jennifer Lawrence, Josh Hutcherson und Liam Hemsworth | mehr Cast & Crew


Die Tribute von Panem - Mockingjay: Teil 2 - Trailer


Die Tribute von Panem - Mockingjay: Teil 2 - Trailer


DVD und Blu-ray | Die Tribute von Panem - Mockingjay: Teil 2

Blu-ray
Die Tribute von Panem - Mockingjay: Teil 2 (Fan Edition) Die Tribute von Panem - Mockingjay: Teil 2 (Fan Edition)
Blu-ray Start:
21.03.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 138 min.

zur Blu-ray Kritik
Die Tribute von Panem - Mockingjay: Teil 2 (Fan Edition) (3D Blu-ray) Die Tribute von Panem - Mockingjay: Teil 2 (Fan Edition) (3D Blu-ray)
Blu-ray Start:
21.03.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 138 min.
Die Tribute von Panem - Mockingjay: Teil 2 (4K Ultra HD) Die Tribute von Panem - Mockingjay: Teil 2 (4K Ultra HD)
Blu-ray Start:
24.05.2017
FSK: 12 - Laufzeit: 138 min.
DVD
Die Tribute von Panem - Mockingjay: Teil 2 (Fan Edition) Die Tribute von Panem - Mockingjay: Teil 2 (Fan Edition)
DVD Start:
21.03.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 132 min.

Filmkritik Die Tribute von Panem - Mockingjay: Teil 2

Filmwertung: | 9/10


Die Fans warten seit mindestens einem Jahr sehnlich auf den Abschluss der „Tribute von Panem“-Filmreihe. So lange mussten sie sich nach „Mockingjay Teil 1“ gedulden. Und die Beteiligten reiben sich die Hände. Denn der vierte Teil dürfte die Gewinne in schwindelerregende Höhen treiben. Während der erste Film, „Die Tribute von Panem – The Hunger Games“, mit weltweiten Einnahmen von 694.394.724 Millionen US-Dollar der bisher schwächste Teil der Reihe war, avancierte Nachfolger „Catching Fire“ mit 865.011.746 Dollar zum bisher größten finanziellen Erfolg der Tetralogie. „Mockingjay Teil 1“ fiel mit 755.356.711 Dollar etwas ab, da nicht alle Fans begeistert waren, dass das letzte Buch gesplittet wurde. Dennoch kann die Reihe bisher Einnahmen von 2.314.763.181 Milliarden US-Dollar vorweisen. Natürlich hatte das Zweiteilen vor allem betriebswirtschaftliche Gründe, was die Verantwortlichen auch nicht bestreiten, weil es offensichtlich ist. Doch letztlich ist das akzeptabel, wenn die Filme gut werden, wie „Mockingjay Teil 1“. Schließlich macht das Aufteilen auch außerhalb des gewinnorientierten Denkens Sinn. Denn das komplexe und umfangreiche dritte Buch von Suzanne Collins, das in Deutschland „Die Tribute von Panem: Flammender Zorn“ heißt, lässt wenig Raum für Kürzungen, wie Leser wissen. Deshalb ist die Entscheidung zu begrüßen. Bei den ersten beiden Filmen war zu erkennen, dass sie zwar auf eigenständige Art und Weise funktionieren, sie aber nicht an die Qualität der Bücher heranreichten, weil zu viel ausgelassen oder gar verändert werden musste. Vor allem beim mit Abstand schwächsten Film der Reihe, dem ersten Film „The Hunger Games“ fiel dies auf, da er auch handwerklich einige unübersehbare Schwächen hatte (Kameraführung, Ausstattung).
Die Produzenten entschieden sich daher klugerweise in Sachen Regie für einen Neustart mit Francis Lawrence (Wasser für die Elefanten, I Am Legend, Constantine). Ein Glücksgriff. Denn „Catching Fire“ wurde ein exzellenter Film und war auch als Buchumsetzung sehr gut. Lawrence, der mit Namensvetterin Jennifer weder verwandt noch verschwägert ist, gelang es, die Reihe neu zu gestalten und einen eigenen, seitdem gut erkennbaren Stil zu entwickeln. Außerdem hielt er sich weitestgehend an die literarische Vorlage, weshalb sowohl Fans der Bücher, als auch Nichtleser zufriedengestellt wurden. Bei „Mockingjay Teil 2“ ist der Druck noch höher. Schließlich ist er nicht nur das weltweit mit Spannung erwartete Finale, sondern auch der letzte Film des während der Dreharbeiten an einer Mischung aus Drogen und Medikamenten verstorbenen Philip Seymour Hoffman. Der Abschluss der Reihe ist also auch das Ende der Karriere eines der größten Schauspieler seiner Generation. Durch den überraschenden Tod des nur 47 Jahre alt gewordenen „Oscar“-Preisträger musste das Drehbuch umgeschrieben werden, weil die Dialoge von Hoffmans Figur Plutarch Heavensbee auf andere Charaktere übertragen werden mussten. Konnte dies gut gelöst werden und ist „Mockingjay Teil 2“ ein würdiges Ende geworden?
Eine Ärztin aus Distrikt 13 nimmt Katniss Everdeen (Jennifer Lawrence) ihre Halskrause ab. Darunter zeichnen sich große blaue und andersfarbige Flecken ab. Katniss steht noch immer unter Schock, weil das Kapitol ihren Gefährten Peeta Mellark (Josh Hutcherson) gefangen nahm, in dieser Zeit sein Gedächtnis manipulierte, seine Erinnerungen umdrehte und Katniss so zu einer Bedrohung für ihn werden ließ. Nachdem Gale Hawthorne (Liam Hemsworth) und Colonel Boggs (Mahershala Ali) ihn befreiten, griff er Katniss an, würgte und tötete sie beinahe. Boggs rettete ihr dank seines beherzten Eingreifens das Leben. Sie kann fortan einige Zeit nicht sprechen, da ihre Stimmbänder angeschwollen sind. Nach und nach verheilt die Wunde äußerlich, doch innerlich sieht es bei ihr ganz anders aus. Sie sinnt auf Rache an Präsident Snow (Donald Sutherland), der Peeta und ihr das alles antat. Sie lässt sich von der Anführerin der Rebellion und Oberhaupt von Distrikt 13, Präsidentin Alma Coin (Julianne Moore), und Spielmacher Plutarch Heavensbee (Philip Seymour Hoffman) in Distrikt 2 schicken. Nur hier wird noch gekämpft. Fällt die dortige Festung, dann ist der Weg zum Kapitol frei. Können Katniss, Gale, Boggs und ihre Verbündeten die letzte Bastion bezwingen? Und was erwartet sie noch auf ihrem steinigen Weg?

Die Geschichte ist grandios umgesetzt. Spätestens nach diesem Film muss man Francis Lawrence zu den ganz großen zeitgenössischen Regisseuren zählen. Denn das von vielen Fans mit hohen Erwartungen ersehnte Finale in solch meisterlicher Art und Weise umzusetzen, wäre nur wenig anderen gelungen. Was „Mockingjay Teil 2“ zu einem so herausragenden Film macht? Nun, Buchfans werden erkennen, wie nah der Film am dritten Band dran ist – und das über die gesamte Laufzeit von 137 Minuten. Wann immer es sich gut in den Kontext einbauen ließ, wurden ganze Sätze übernommen. Da diese ausgefeilt und aussagekräftig sind, kann man dem Film zudem attestieren, dass die Dialoge klug geschrieben, an den richtigen Stellen eingesetzt- und von den Schauspielern hervorragend transportiert worden sind. Wer sich kurz vor dem Kinobesuch noch einmal „Mockingjay Teil 1“ ansieht, wird zudem bemerken, dass der zweite Teil nahtlos an dessen Ende und den Zuschauer sofort mitten ins Geschehen wirft. Zum Verständnis von Teil zwei ist der Erste also Pflicht. Dazu ist man über die gesamte Laufzeit gebannt, da die Spannung durchgehend auf einem sehr hohen Level ist und der Film durch seine packende Machart von Beginn an mitreißt.
Zu ganz großem Kino wird das Werk über den Aufstieg von Katniss Everdeen zum Spotttölpel durch die grandiose Charaktertiefe und die damit verbundene emotionale Bandbreite. Die Entwicklung von Katniss, aber auch die der Nebenfiguren bleibt durchgehend nachvollziehbar und erreicht eine bei Blockbustern selten gesehene Dimension, die der des Buches in nichts nachsteht. Hier werden tief für die Figuren verankerte Gefühle ausgelöst und verstärkt, wie es nur wenigen Filmen gelingt. Schritt für Schritt lassen sich somit neue Details entdecken. Es nötigt höchsten Respekt ab, wie gut es den Verantwortlichen gelungen ist, die Charakterentwicklung voranzutreiben, was vor allem für Katniss und ihre Begleitet gilt. Ein kleiner Negativpunkt ist, dass einige Nebenfiguren nur wenig Spielzeit bekommen.
Dafür verwebt Francis Lawrence die storytechnischen Komponenten geschickt mit drängenden Fragen unserer Zeit und damit einhergehenden universellen Themen. Der gebürtige Wiener verdeutlicht die Auswirkungen einer instabilen, faschistischen Diktatur bemerkenswert und lässt sich auch nicht dazu hinreißen, die Rebellen als die ausschließlich Guten darzustellen. Im Gegenteil. Dem langjährigen Musikregisseur gelingt die Gratwanderung, allen Seiten positive, als auch negative Eigenschaften zu verpassen und keine Schwarz-Weiß-Färbung zu betreiben, sondern viele Grautöne einzubauen. Ganz so, wie es in der Realität auch oft der Fall ist. Dazu zeigt der in Los Angeles lebende Lawrence glaubhaft die Traumata auf, unter denen viele Protagonisten aufgrund der Erlebnisse zu leiden haben. Es ist offensichtlich, welche Opfer sie bringen und ertragen müssen. Das gilt für die physischen, vor allem aber für die psychischen Auswirkungen. Großartig zerlegt der 44-Jährige zudem die gegenseitigen Lügen der Propaganda-Maschinerie der verschiedenen Seiten während eines Krieges und schneidet einige dieser konterkarierenden Aussagen in intelligenter Manier aneinander. Auch die Manipulation und Macht der Medien spielt wie in „Mockingjay Teil 1“ eine wichtige Rolle. Und so unrealistisch wirkt diese überspitzte Darstellung in dieser sensationsgeilen Zeit nicht. Natürlich erhalten auch Themen wie Moral, Rache, Hass, Trauer, Liebe, Freundschaft, Angst, Verlust, Tod und viele andere Einzug und runden die Vielschichtigkeit und Mehrdimensionalität gekonnt ab. Zusätzlich wird die schwere, dunkle Stimmung immer wieder von positiv angehauchten Szenen aufgelockert. Zwar haben selbst diese einen unterschwellig traurigen, fast schon melancholischen Ansatz, doch die Atmosphäre ist dadurch nicht durchgehend so bedrückend. Hier wurde allerdings auch ein Fehler begangen. Buchfans wissen, wer auf dem Platz vor Snows Villa stirbt. Der Tod dieser besagten Person ist leider nicht so würdevoll inszeniert worden, wie man es sich gewünscht hätte und daher die einzige Szene, die qualitativ nur mittelmäßig ist. Der Grund ist wahrscheinlich, dass ein längerer Ablauf diese Sequenz für einige Zuschauer unerträglich gemacht hätte. Dennoch hätte man sich einen passenderen Abschied gewünscht. Vielleicht fällt einigen Zuschauern auf, dass es viele pathetische Reden gibt. Allerdings fügen sie sich in den jeweiligen Szenen sehr gut ein, weshalb dies kein Negativpunkt, sondern lediglich eine Feststellung ist.
Am Ende, wenn man realisiert, dass dies der letzte Panem-Film in dieser Besetzung war, kommt Wehmut auf. Denn von einer Reihe mit drei hintereinander so qualitativ hochwertigen Filmen hätte man sich weitere gewünscht.

Auch anhand anderer Komponenten erkennt man die herausragende Qualität dieses Films. Die Kameraführung ist stark. Dabei stören einige wenige unruhige Einstellungen nicht, da diese nur situativ eingesetzt wurden und die Stimmung in diesen Szenen verstärken. Vor allem die Luftaufnahmen sind herausragend, aber auch die Nahaufnahmen können überzeugen. Zudem ist die Landschaftsauswahl meisterlich und trägt viel zur düsteren Kriegsatmosphäre bei. Gedreht wurde unter anderem in Berlin und dort auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof, im Heizkraftwerk in der Köpenicker Straße in Mitte und in der Unterwelt des ICC. Außerdem gab es Drehorte in Rüdersdorf und in einer alten Russenkaserne in Potsdam-Krampnitz mit Hilfe von Studio Babelsberg. Andere Abschnitte wurden in Paris, Frankreich und in Atlanta, USA aufgenommen. Diese Vielfalt und diesen logistischen Aufwand erkennt man in jeder Sequenz. Und noch wichtiger: all diese Locations fügen sich exzellent ins Gesamtbild ein.
Die Musikuntermalung setzt allem die Krone auf. Denn James Newton Howard liefert eine seiner besten Arbeiten ab. Der bekannte Komponist (King Kong, Pretty Woman, Maleficent – Die dunkle Fee) toppt seinen Score der anderen Film noch einmal, weil er diesmal noch einen Tick mehr Feingefühl einbringt und die bekannten Panem-Melodien an den richtigen Stellen einsetzt und so die jeweilige Stimmung des Filmes großartig verstärkt.
In solch einer großen Produktion, das Budget wird auf 125 Millionen Dollar geschätzt, spielen die Spezialeffekte eine eminent wichtige Rolle. Glücklicherweise runden sie das Gesamtwerk hier exzellent ab. Die CGI-Effekte bewegen sich auf hohem Niveau und sind nur in einigen wenigen Szenen als solche erkennbar. Aus dem Budget wurde viel mehr herausgeholt, als aus vielen Blockbustern jenseits der 200 Millionen US-Dollar Grenze.
Zudem wurden die Action-Szenen und Stunts gut eingesetzt und sind dann auch nur Mittel zum Zweck und nicht wie bei vielen anderen Blockbustern der Mittelpunkt. Der bleibt immer bei den Figuren und dem Vorantreiben der Geschichte. Zu den 3D-Effekten kann an dieser Stelle nichts gesagt werden, da die Pressevorführung in 2D stattfand. Ärgerlich ist hingegen, dass sich die deutschen Fans auf einen Änderung der Synchronisation einstellen müssen. Josh Hutchersons Standardstimme Ricardo Richter verzockte sich bei den Verhandlungen und wird ihn dieses Mal nicht vertonen, da er sich nicht mit dem Studio einigen konnte.

Der überragende Cast setzt allem die Krone auf. Die Leistung von Jennifer Lawrence (Silver Linings, Winter´s Bone, X-Men: Zukunft ist Vergangenheit) kann man gar nicht hoch genug bewerten. Die 25-Jährige zeigt eine überwältigende Performance, da es ihr gelingt, die Gefühle ihres Charakters selbst in ihren klitzekleinen Nuancen perfekt darzustellen. Sie trägt den Film in unnachahmlicher Art und Weise. An ihrer Seite spielt Josh Hutcherson (Escobar: Paradise Lost, Die Reise zur geheimnisvollen Insel, The Kids Are Allright) als Peeta Mellark stark auf und zeigt eine klasse Leistung. Auch Liam Hemsworth (Mit dir an meiner Seite, Cut Bank, The Expendables 2 - Back for War) kann überzeugen, da er den erneuten Wandel seines Charakters Gale glaubwürdig darstellt. Beeindruckend ist zudem die Leistung von Julianne Moore (Still Alice, Das Glück der ganz großen Dinge, Maps to the Stars) als undurchsichtige Präsidentin Alma Coin. Als der große Gegenspieler von ihr und Katniss begeistert Schauspiellegende Donald Sutherland (JFK - Tatort Dallas, Space Cowboys, Backdraft – Männer, die durchs Feuer gehen) als machtgieriger Präsident Snow ein weiteres Mal. Woody Harrelson (True Detective, Auge um Auge, The Messenger - Die letzte Nachricht) verkörpert Haymitch Abernathy erneut so mustergültig, als würde er einfach nur sich selbst spielen. Natalie Dormer (Game of Thrones, Die Tudors, Rush – Alles für den Sieg) fällt als kunstvoll tätowierte und Halbglatze tragende Regisseurin Cressida positiv auf. Mahershala Ali (House of Cards, The Place Beyond The Pines, Crossing Over) zeigt als charismatischer und weiser Colonel Boggs eine exzellente Performance, da er auch die Feinheiten seiner Figur sehr gut ausarbeitet. Der kraftvollen Jena Malone (Into the Wild, Der Solist, The Messenger - Die letzte Nachricht) gelingt es trotz kurzer Spielzeit, ihre Figur Joanna Mason sehr gut darzustellen. Elden Henson (Marvel´s Daredevil, Butterfly Effect, jOBS - Die Erfolgsstory von Steve Jobs) und Wes Chatham (Im Tal von Elah, The Help, Hand of God) spielen die Brüder Pollux und Caesar überzeugend. Jeffrey Wright (James Bond: Casino Royale, Cadillac Records, Source Code) hat als hochintelligenter Beetee nur wenige Szenen, fügt sich dort aber gelungen ein. Die Neuentdeckung des ersten Teils, Patina Miller (Madam Secretary), spielt als Commander Paylor hervorragend auf. Nur kleine Rollen haben diesmal Elizabeth Banks (Mädelsabend, Pitch Perfect, 72 Stunden) als gestylte Effie Trinket und Stanley Tucci (Terminal, Einfach zu haben, The Company You Keep) als farbenfroher Moderator Caesar Flickerman. Etwas mehr Spielzeit hat Sam Claflin (The Riot Club, Love Rosie, United) als Finnick Odair bekommen, der mit einer gelungenen Performance punkten kann, aber wenig Raum bekommt, um seinen Charakter weiterzuentwickeln. Ein weiterer Neuzugang ist Gwendoline Christie (Brienne von Tarth in „Game of Thrones“, Star Wars: Episode VII - Das Erwachen der Macht, The Zero Theorem), die aber nur in einer Szene auftaucht. Ein paar Wertungspunkte kostet der viel zu kurze Auftritt von Willow Shields als Primrose Everdeen. Sie hat nicht eine größere Szene bekommen, obwohl dies eigentlich auf der Hand hätte liegen müssen. Das ist der größte Schwachpunkt des Filmes.
Dahingegen bekommt Philip Seymour Hoffman (A Most Wanted Man, Glaubensfrage, The Ides of March) in seinem für alle Zeiten letzten Film als Plutarch Heavensbee noch einmal die Möglichkeit, seine Klasse aufzuzeigen und stellt sein herausragendes Talent in seinen Sequenzen noch einmal unter Beweis.


Fazit:
Herausragender, exzellenter (vorläufiger?) Abschluss der „Tribute von Panem“-Reihe. „Mockingjay Teil 2“ ist einer der wenigen Blockbuster, der durchgängig eine bemerkenswert hohe Qualität an den Tag legt, weil die tiefschürfende Geschichte und die vielen Charaktere im Mittelpunkt stehen. Dadurch entsteht eine hohe emotionale Bandbreite, die vom überragenden Cast exzellent dargestellt wird. Außerdem ist der Film von der ersten bis zur letzten Sekunde spannend und kann auch in den Kategorien Locations, Musik und Spezialeffekte begeistern. Lediglich ein paar kleinere Detailfehler fallen auf. Ansonsten ist dies einer der wenigen High-Budget-Filme, dem es gelingt, sowohl visuell, als auch storytechnisch zu überzeugen. Ein fantastisches Kinoerlebnis!
by

Bilder © StudioCanal