Die Tribute von Panem - Catching Fire

The Hunger Games: Catching Fire (2013), USA
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Action / Abenteuer / Science-Fiction
Kinostart Deutschland: - Verleih: StudioCanal

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Die Tribute von Panem - Catching Fire Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Katniss und Peeta haben die Hungerspiele überlebt. Doch viel mehr: Sie haben dem mächtigen Kapitol die Stirn geboten. Ihr Beispiel ermutigt die unterdrückte Bevölkerung in den Distrikten zur Rebellion gegen das Regime. Doch dann ändert Präsident Snow kurzerhand die Spielregeln und lässt alle bisherigen Gewinner bei den anstehenden Hungerspielen noch einmal gegeneinander antreten. Auch Katniss und Peeta werden in die Arena geschickt und müssen sich erneut dem Kampf ums Überleben stellen. Und langsam wird ihnen klar, dass sie in Wirklichkeit Teil eines viel größeren Plans sind...

Jennifer Lawrence, Josh Hutcherson und Liam Hemsworth | mehr Cast & Crew


Die Tribute von Panem - Catching Fire - Trailer


DIE TRIBUTE VON PANEM - CATCHING FIRE Finaler Trailer Deutsch


DIE TRIBUTE VON PANEM - CATCHING FIRE / Trailer 3 HD / Deutsch


DVD und Blu-ray | Die Tribute von Panem - Catching Fire

Blu-ray
Die Tribute von Panem - Catching Fire (Fan Edition) Die Tribute von Panem - Catching Fire (Fan Edition)
Blu-ray Start:
27.03.2014
FSK: 12 - Laufzeit: 146 min.
Die Tribute von Panem - Catching Fire Die Tribute von Panem - Catching Fire
Blu-ray Start:
05.03.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 146 min.
Die Tribute von Panem - Catching Fire (4K Ultra HD) Die Tribute von Panem - Catching Fire (4K Ultra HD)
Blu-ray Start:
24.05.2017
FSK: 12 - Laufzeit: 146 min.
DVD
Die Tribute von Panem - Catching Fire (2 Disc Fan Edition) Die Tribute von Panem - Catching Fire (2 Disc Fan Edition)
DVD Start:
27.03.2014
FSK: 12 - Laufzeit: 141 min.

zur DVD Kritik
Die Tribute von Panem - Catching Fire Die Tribute von Panem - Catching Fire
DVD Start:
05.03.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 131 min.

Filmkritik Die Tribute von Panem - Catching Fire

Filmwertung: | 8/10


Die extra aufgestellten Sondertische bei den immer noch Zulauf findenden physischen Buchhändlern können den vorbeigehenden Passanten in diesen Tagen gar nicht auffällig genug in den Weg gestellt werden. Auf dem Cover der darauf ausgestellten Bücher liest der Ungeneigte bei flüchtiger Hinsicht erstmal "Gefährliche Liebe" und die aktuelle Relevanz wird ihm spätestens beim Erspähen der großen Überschrift "Die Tribute von Panem" und einem möglichen Aufkleber mit der Aufschrift "Catching Fire" klar. Dieser zweite Roman der Trilogie der amerikanischen Autorin Suzanne Collins ist also die Vorlage für den aktuellen Kinohit "Die Tribute von Panem - Catching Fire" und man müsste schon verrückt sein, die Literatur nicht spätestens zum Kinoticket dazu zu erwerben.

Wir dürfen uns freuen auf Katniss Everdeen (Jennifer Lawrence), die noch im ersten Teil der Science-Fiction-Saga "The Hunger Games" die blutigen Hungerspiele absolvieren musste und nun zum Glück lebendig zusammen mit ihrem Freund Peeta Mellark (Josh Hutcherson) nach Hause zurückkehrt und als Lohn für den Sieg in diesen 74.Hungerspielen ein neues Haus in ihrem Heimatdistrikt 12 und eine gute Lebensmittelversorgung für sich und ihre Familie erhält. Die grausame Regierung unter Präsident Snow (Donald Sutherland) zwingt die Sieger jedoch, auf einer Siegestour durch alle Distrikte Panems zu reisen, wobei die 17-jährige und ihr Kumpel Peeta für Propagandazwecke weiter so tun müssen, als wären sie ein Liebespaar. Unterwegs erkennen sie, dass sich eine Rebellion entwickelt, doch das Kapitol unter Präsident Snow bereitet ungeachtet dessen schon die 75.Ausgabe der Hungerspiele vor. Da Katniss für die Aufständischen eine Symbolfigur ist, beschließt Snow, sie und Peeta entgegen der Tradition an den folgenden Spielen erneut teilnehmen zu lassen. Zu ihrem Entsetzen werden sie wieder in die Arena geschickt, müssen um ihr Überleben kämpfen und erahnen schon, was das Kapitol im Schilde führt.

Unter der Regie des in Wien geborenen Amerikaners Francis Lawrence, übrigens nicht verwandt mit Jennifer, entstand der zweite Teil des utopischen Science Fiction-Events, der im Original gemäß der Romanvorlage von Suzanne Collins "The Hunger Games - Catching Fire" heißt. Nachdem der erste Teil der erwartete Kassenschlager wurde, man mit den Schauspielern dem Erfolg angemessene Gagen ausgehandelt hatte, erwählte man unter namhaften Regie-Anwärtern den durch "I Am Legend" 2007 bekannt gewordenen Lawrence, der dann auch bei den zwei Filmen des Trilogie-Abschlusses "The Hunger Games - Mockingjay" Regie führen wird. Der also mit apokalyptischen Science Fiction-Filmen vertraute Regisseur versammelt in "Catching Fire" neben Hollywood-Stars wie der Oscar-Preisträgerin Jennifer Lawrence, Liam Hemsworth, Josh Hutcherson und Elizabeth Banks auch charismatische Hollywood-Veteranen wie Woody Harrelson, Stanley Tucci, Donald Sutherland und Philip Seymour Hoffman. Bei den Stars aus der zweiten Reihe ist die großartige Jena Malone als unberechenbare, manipulative Axtwerferin Johanna Mason aus Distrikt 7 hervorzuheben.

Die Ausgangslage ist den knapp 37 Millionen Lesern von Collins' Bestsellerreihe und Zuschauern des ersten Teils bestens bekannt und so setzt das Sequel der Dystopie eine gewisse Vertrautheit mit dem Stoff voraus. Über fast zweieinhalb Stunden kann der ziemlich düstere "Catching Fire" den Zuschauer mit einer gradlinigen spannenden Erzählung, hohem Tempo und effektiver Dramatik begeistern und dabei mit einem Balanceakt zwischen emphatischer Identifikation mit den jugendlichen Protagonisten und seinen ethischen, politischen Einlassungen zu einer mediengeprägten Gesellschaft überzeugen. Auch wenn zivilisations- und autoritätskritische Themen in Science Fiction-Filmen nicht ganz neu sind, wirkt dieser Film doch greifbarer als andere im Kino gesehene Zukunftsvisionen. Das Thema der Hunger Games erscheint auch relevanter als alle elitären Zauberer- und Vampir-Aristokratien, vielleicht deshalb, weil sich die Welt in eine Richtung entwickelt, wo uns das Szenario erschreckenderweise gar nicht mehr so abstrakt vorkommt. Mag sein, dass uns die Filmheldin Katniss Everdeen so imponiert und hoffnungsvoll stimmt, weil sie eine Wut in sich trägt, sich gegen eine ungerechte Welt zu stellen, die vielen jungen Leben in unserer realen Welt abhandengekommen ist. Und so darf man den Titel wörtlich nehmen, dass Katniss Feuer fängt und den Funken entfacht für einen Widerstand. Wenn "Atlas" von Coldplay den Abspann beginnen lässt, ist der Zuschauer längst verzweifelt, so lange auf die Fortsetzung warten zu müssen.

"Die Tribute von Panem - Catching Fire" ragt mit seiner Filmheldin Katniss und seiner noch rigoroseren, nachdenklich machenden Gesellschaftskritik aus der Masse von Fantasy-Abenteuern heraus und macht den Zuschauern die Zeit bis zum Einflattern von Panems Vogel "Mockingjay" quälend lang.

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Bilder © StudioCanal