Die Trauzeugen

A few best Men (2012), Australien / Großbritannien
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Komödie
Kinostart Deutschland: - Verleih: Concorde Filmverleih GmbH

-> Trailer anschauen

Die Trauzeugen Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Ja, ich will! David (Xavier Samuel) ist fest entschlossen, seine australische Urlaubsliebe Mia (Laura Brent) vor den Traualtar zu führen. Kurzerhand überredet er seine besten Kumpels, als Trauzeugen bei seinem großen Tag dabei zu sein und mit ihm in den Flieger nach Australien zu steigen. Wie sich herausstellt, ein gravierender Fehler! Denn kaum angekommen, wird schnell klar, dass seine Freunde und ihre Familie nicht so ganz auf einer Wellenlänge liegen. Aber seine Freunde sind seine Familie. Die Hochzeit wird zu einem unvergesslichen Erlebnis, der ganz anderen Art. In kürzester Zeit wird der Traum zum Albtraum und Davids beste Freunde verwandeln die Traumhochzeit in ein komplettes Chaos und geben dem Satz „in guten wie in schlechten Tagen“ eine ganz neue Bedeutung.

Xavier Samuel, Rebel Wilson und Olivia Newton-John | mehr Cast & Crew


Die Trauzeugen - Trailer




DVD und Blu-ray | Die Trauzeugen

Blu-ray
Die Trauzeugen Die Trauzeugen
Blu-ray Start:
02.11.2012
FSK: 12 - Laufzeit: 97 min.
DVD
Die Trauzeugen Die Trauzeugen
DVD Start:
02.11.2012
FSK: 12 - Laufzeit: 93 min.

zur DVD Kritik

Filmkritik Die Trauzeugen

Filmwertung: | 8/10


Rabenschwarz, kompromisslos und bitterböse – „Sterben für Anfänger“ war der erste Streich, nun legt Regisseur Stephan Elliot mit „Die Trauzeugen“ eine sommerliche Chaoskomödie nach, die so überhaupt nichts für Anfänger ist. In skrupellos sarkastischen Dialogen und turbulentem Szenenaufbau inszeniert er mit energisch rasanter Geschwindigkeit eine Achterbahnfahrt durch das albtraumähnliche Chaos einer Spontantrauung, das hier und da an Kinohits wie „Hangover“ oder „Stichtag“ erinnert, am Ende aber doch rigoros eigene Wege geht. Mögen die Charaktere der „Trauzeugen“ Graham, Luke und Tom sich stellenweise auch in wenig authentische, schwer nachvollziehbare Extreme übersteigern, so ist es genau das, was schließlich Wirkung zeigt und eine impulsive komische Eigenenergie bedingt. Von Verantwortungslosigkeit bis hin zu Suizid wird jedes noch so dramatische Charakterdetail ohne Rücksicht auf Verluste mal plump, mal schmerzlich schwarz durch den Kakao gezogen. Scheint der Plot mit seinen charakterbasierten, chaotischen Handlungssträngen auch wenig einfallslos, so kann man Elliot durch seine unverwechselbar harte Herangehensweise an Story und Protagonisten trotz dessen keine Einfallslosigkeit nachsagen. So verliert er bei all der Alltäglichkeit der thematischen Struktur doch keine Sekunde lang den Spaß an der Thematik selbst und vermag es die eigentliche Dramatik der Szenerie derart auszublenden, dass der durchschnittliche Komödienliebhaber das Kino mit Sicherheit in bester Laune verlassen wird.

Letztlich liegt die Messlatte vor allem im Komödienbereich unangenehm hoch, wenn das, was die Masse als „lustig“ empfindet, dem Macher einen deutlich limitierten Rahmen setzt und ohnehin jede Story mit wirklich ‚lustigem‘ Potenzial mindestens einmal über die Leinwand geflimmert sein dürfte. Dass Elliot nicht Mainstream ist und seine Annäherung ans Genre eine mehr oder weniger unkonventionelle ist, sollte er durch „Sterben für Anfänger“ klar gemacht haben. Umso mehr überrascht „Die Trauzeugen“ mit Plotkonvention, dass Elliot seinem Film trotz jener immer noch eine allgegenwärtige Unkonventionalität zu geben vermag, sollte seine filmerischen Fähigkeiten als umso besonderer herausstellen.

Dass er zu alle dem ein Cast zusammengestellt hat, das passender nicht ausgewählt hätte werden können, führt „Die Trauzeugen“ von seiner scheinbar fehlenden Authentizität auf Papier, auf der Leinwand schließlich zu überraschend glaubwürdigen Interpretationen der Protagonisten. Als legendär ist dabei in erster Linie Stand-Up-Comedian Kevin Bishop („The Kevin Bishop Show“) zu nennen, der der Rolle des Graham ein Maß von Greifbarkeit gibt, das die Komödie ohne ihn wohl kaum erreicht hätte. Als Bräutigam David beweist Xavier Samuel ( „Road Train“ , „Anonymous“) nach einer Reihe von Thriller- und Horrorproduktionen nun, dass er nicht nur die dunklere Seite der Emotion außergewöhnlich echt zu transportieren vermag, sondern sich anpassungsfähig und vielseitig mindestens genauso gut in weniger ernsten Produktionen macht.

So ist „Die Trauzeugen“ ein Film, der in keiner Sekunde versucht, irgendetwas anderes zu sein als eine rabenschwarze Komödie – mag der ein oder andere das hier und da als flach empfinden, so kommt es in seiner Gesamtheit doch all jenen entgegen, die gerade das von einem Kinobesuch erwarten – eine Komödie und nichts als eine Komödie. In stetiger Chaossteigerung nähern sich die Handlungsdetails einander immer mehr an, bis sie hart miteinander kollidieren und zur ultimativen Katastrophe explodieren, um vor dunkelschwarzem Himmel in einem hell blitzenden Gewitter jede Menge Lacher und erfrischend klare Pointen auf den Zuschauer abzuregnen.
by Sima Moussavian

Bilder © Concorde Filmverleih GmbH


Von Interesse: