Die Legende von Aang

The Last Airbender (2010), USA
Laufzeit: - FSK: 6 - Genre: Fantasy
Kinostart Deutschland: - Verleih: Paramount Pictures Germany

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Die Legende von Aang Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Luft, Wasser, Erde und Feuer: In einer früheren Welt herrschte Friede zwischen diesen vier Elementen. Der „Avatar", der Meister aller vier Elemente, hielt zwischen ihnen das Gleichgewicht. Doch mittlerweile ist ein Jahrhundert vergangen, seit die Feuernation einen rücksichtslosen, brutalen Krieg gegen die anderen drei Nationen angezettelt hat - ein Jahrhundert voll Schrecken und Zerstörung und ohne jegliche Hoffnung. Gefangen in einer Existenz zwischen Kampf und Courage erkennt der junge Aang (Noah Ringer), dass er der einzige Avatar ist, der die Macht besitzt, alle vier Elemente zu beeinflussen und zu beherrschen. Aang, der zur Luftnation gehört, schließt sich der Wasserbändigerin Katara (Nicola Peltz) und deren Bruder Sokka (Jackson Rathbone „Twilight/New Moon - Bis(s) zum Morgengrauen") an. Gemeinsam begeben sie sich auf eine Reise voller Gefahren und Abenteuer, um das Gleichgewicht in der vom Krieg zerrütteten Welt wieder herzustellen und die Schreckensherrschaft der Feuernation - angeführt von Prinz Zuko (Dev Patel, „Slumdog Millionär") - endgültig zu beenden ...

Jackson Rathbone, Cliff Curtis und Dev Patel | mehr Cast & Crew


DVD und Blu-ray | Die Legende von Aang

Blu-ray
Die Legende von Aang Die Legende von Aang
Blu-ray Start:
21.01.2011
FSK: 6 - Laufzeit: 103 min.
Die Legende Von Aang (3D Version) Die Legende Von Aang (3D Version)
Blu-ray Start:
21.01.2011
FSK: 6 - Laufzeit: 103 min.
DVD
Die Legende von Aang Die Legende von Aang
DVD Start:
21.01.2011
FSK: 6 - Laufzeit: 99 min.

Filmkritik Die Legende von Aang

Filmwertung: | 5/10


Nur zu gerne setzen die Kinomacher auf das Altbewährte – weil Erfolg versprechend und kalkulierbar – und übersetzen beliebte Comic-Heftchen, Video-Spiele und anderes in Filmstoff. Nun also ist die TV-Serie „Avatar – Der Herr der Elemente“, so der deutsche Originaltitel der erfolgreichen US-Animations-Serie „Avatar: The Last Airbender“, dran.
Dem komplexen Stoff angenommen hat sich der erfolgreiche Filmemacher M. Night Shyamalan, der wie gewohnt nicht nur Regie führte, sondern auch wieder für das Drehbuch und als Produzent verantwortlich zeichnet. Shyamalan wendet sich mit dem Fantasy-Abenteuer „Die Legende von Aang“ einem völlig neuen Gebiet zu - fühlte er sich doch bisher im Thrillergenre ausgesprochen wohl und feierte dort seine bisher größten Erfolge („The Sixth Sense“, „Signs“). An der außerordentlichen Umsetzung des subtilen Psychothrillers „The Sixth Sense“, der durch eine gelungene Mischung aus Drama und Spannung besticht, konnte Shyamalan jedoch nicht mehr anknüpfen. Und auch sein Ausflug in die Fantasiewelt von „Die Legende von Aang“ steht auf wackeligen Füßen.

Um die komplexe Geschichte der über 60 Folgen langen Serie auf die große Leinwand zu übertragen, wurde sie von vornherein als Trilogie geplant. Teil eins (Buch 1: Wasser) ist dementsprechend geprägt von der Exposition der Charaktere.
Die Handlung:
Die Welt unterteilt sich in vier große Nationen, denen jeweils ein Urstoff der antiken und mittelalterlichen Naturphilosophie zugeordnet sind, welchen sie beherrschen. Es sind die Elemente Luft, Wasser, Erde und Feuer. Nur eine einzige Person, der Avatar, kann alle vier Elemente beherrschen bzw. bändigen. Seine Aufgabe ist es, die Welt im Gleichgewicht zu halten und so für ein friedliches Miteinander zu sorgen. Aus diesem Grunde wird der Avatar nach seinem Tod stets wiedergeboren. Doch vor 100 Jahren verschwand der damalige Avatar, ein Luftbändiger, spurlos. Seither war das Gleichgewicht der Welt aus den Fugen geraten und die imperialistische Feuernation hatte einen Krieg entfacht, um die anderen Nationen unter ihrer Herrschaft zu bringen.
Nun finden die junge Wasserbändigerin Katara (Nicola Peltz, „Harold“) und ihr älterer Bruder Sokka (Jackson Rathbone – bekannt aus den Twilight-Filmen) im Eis des Südpols den 12-jährigen Aang (Schauspieldebütant Noah Ringer). Schnell stellt sich heraus, dass Aang der verschollene Avatar ist. Aang soll die Balance der Welt wieder herstellen und das kriegerische Volk der Feuernation in seine Schranken weisen. Doch es gibt ein Problem: Aang, der von Geburt her zwar die Luft beherrschen kann, hat keine Ahnung, wie die anderen drei Elemente zu bändigen sind - er verschwand, noch bevor er die Fertigkeiten des Avatars überhaupt erlernen konnte. Zusammen mit Katara und Sokka macht er sich nun auf den Weg, um zu lernen, die Elemente zu meistern. Auf ihrer Reise werden die drei Freunde von der Feuernation verfolgt, an dessen Spitze der vom Königshaus verbannte Kronprinz Zuko (Dev Patel, „Slumdog Millionär“) steht. Durch die Gefangennahme des Avatars hofft dieser, seine Ehre wieder herzustellen und die Gunst seines Vater zurückzugewinnen.

Die Fantasiewelt von „Die Legende von Aang“ weist deutliche Ähnlichkeiten mit den verschiedenen Kulturen des ostasiatischen Raums auf, interpretiert diese jedoch völlig frei von historischen Zwängen. So ist auch der Kampfstil der Trilogie dem karateähnlichem, koreanischen Taekwondo entlehnt, der allen Beteiligten, insbesondere den Hauptdarstellern Noah Ringer (Aang) und Dev Patel, als sein Widersacher Prinz Zuko, ein hohes Maß an Körpergefühl und Sportlichkeit abverlangte. Beide sind Inhaber des schwarzen Gürtels in Taekwondo und gelangten jeweils durch eine beeindruckende Selbstdarstellung ihrer Fähigkeiten auf DVD zum Cast von „Die Legende von Aang“. Im ersten Teil der Trilogie herrschen dennoch die langsamen, fließenden Bewegungen des chinesischen Tai Chi vor, mit dessen Hilfe das Wasservolk ihr Element bändigt.

In den USA, wo der Film bereits angelaufen ist, gab es aufgrund vieler Änderungen gegenüber der „Avatar“-Serie lange Gesichter. Fans, die sich von der erfolgreichen TV-Vorlage frei machen und „Die Legende von Aang“ als eigenständiges Werk betrachten können, haben gute Chancen, unterhalten zu werden – sofern sie sich den Aufpreis für die 3 D-Vorführung sparen. Denn die größte Enttäuschung des Films ist auf jeden Fall die plumpe und einfallslose 3 D-Technik. Fazit: Für „unbelastete“ Zuschauer ohne Serienerfahrung und Liebhaber des Fantasy-Abenteuer-Genres.
by Daniela M. Fiebig

Bilder © Paramount Pictures Germany


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