Die Insel der besonderen Kinder

Miss Peregrine's Home for Peculiar Children (2016), USA
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Fantasy / Abenteuer
Kinostart Deutschland: - Verleih: 20th Century Fox

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Die Insel der besonderen Kinder Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf Blu-ray und DVD

Inhalt

Als Jake verschiedene Hinweise findet, die Realität und Zeit auf rätselhafte Weise auf den Kopf zu stellen scheinen, entdeckt er einen geheimen Zufluchtsort, DIE INSEL DER BESONDEREN KINDER. Je mehr Jake über die Bewohner der Insel und über ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten erfährt, desto mehr wird ihm bewusst, dass Sicherheit nur eine Illusion ist und dass Gefahr in Gestalt von übermächtigen, unsichtbaren Feinden überall lauert. Jake muss unbedingt herausfinden, was wahr ist, wem er trauen kann und wer er selbst wirklich ist.

Eva Green, Ella Purnell und Asa Butterfield | mehr Cast & Crew


Die Insel der besonderen Kinder - Trailer




DVD und Blu-ray | Die Insel der besonderen Kinder

Blu-ray
Die Insel der besonderen Kinder Die Insel der besonderen Kinder
Blu-ray Start:
09.02.2017
FSK: 12 - Laufzeit: 127 min.
Die Insel der besonderen Kinder (3D Blu-ray) Die Insel der besonderen Kinder (3D Blu-ray)
Blu-ray Start:
09.02.2017
FSK: 12 - Laufzeit: 127 min.
Die Insel der besonderen Kinder (4K Ultra HD) Die Insel der besonderen Kinder (4K Ultra HD)
Blu-ray Start:
09.02.2017
FSK: 12 - Laufzeit: 127 min.
DVD
Die Insel der besonderen Kinder Die Insel der besonderen Kinder
DVD Start:
09.02.2017
FSK: 12 - Laufzeit: 122 min.

zur DVD Kritik

Filmkritik Die Insel der besonderen Kinder

Filmwertung: | 5/10


Nachdem Tim Burtons Abstecher in die Biographien mit „Big Eyes“ ziemlich gelungen war, kann man das von anderen Projekten in letzter Zeit leider nicht behaupten. Nun stellt sich für viele seiner Fans die Frage, ob er mit „Die Insel der besonderen Kinder“ wieder einen großen Fisch am Haken hat, oder ob er sich erneut in dunklen Schatten bewegen wird. Die Insel der besonderen Kinder Szenenbild

Handlung:
Die Geschichte beginnt wie so oft, mit einem Jungen, der nicht verstanden wird, dessen Eltern keine Zeit für ihn haben und der eine besondere Bindung zu einem ebenfalls missverstandenen Familienmitglied hat. Dieser besagte Junge ist Jake (gespielt von Asa Butterfield) und das besondere Familienmitglied ist dessen Großvater Abraham (gespielt von Terence Stamp), dem eines Tages etwas Schreckliches widerfährt, weswegen Jake anfängt nachzuforschen. Dieses Nachforschen ist ziemlich zäh, da es ein paar Charaktere einführt, die nicht wichtig sind und vollgestopft mit Clichés ist. Auch sein Vater (gespielt von Chris O‘Dowod) wird zwei Mal zu oft als nutzlos dargestellt, wodurch man nur erneut erfährt was für ein unzulänglicher Vater er ist. Die Handlung nimmt etwas Fahrt auf, wenn Jake das Haus von Ms. Perigrine (gespielt von Eva Green) entdeckt, schleift dann aber bis zum dritten Akt, in dem der Bösewicht offenbart wird. Das Problem ist, dass der Film gar keinen dritten Akt gebraucht hätte, weil einige der besonderen Kinder so mächtig sind, dass sie alles verhindern hätten können, aber kaum etwas außer im Finale oder in der Einführung machen. Abgesehen davon spielt das Thema Zeit in der Geschichte eine wichtige Rolle, was eine Handlung unfassbar komplex machen kann, was hier aber nicht der Fall ist. Die Handlung steht sich so oft selbst im Weg, dass die hervorragenden Konzepte, die der Film zumindest anschneidet, nicht richtig funktionieren können. Es wird einfach zu viel Potential für Kinderfreundlichkeit gehemmt und das merkt man an vielen Punkten stark.

Charaktere:
Hier liegt die größte Stärke des Films, denn die Charaktere sind alle absurd und kreativ dargestellt. Der Protagonist Jake ist sympathisch und wie in anderen Jugendfantasygeschichten werden sich einige mit ihm identifizieren können. Die Insel der besonderen Kinder SzenenbildSein Großvater ist ebenso sympathisch, aber obwohl er ein Kernpunkt der Handlung ist, ist seine Funktion die eines MacGuffins, was seinen Charakter extrem abflacht. Ms. Perigrine ist eine der wenigen Figuren, die halbwegs Tiefe besitzen. Sie ist ein Ymbrynes und hat sich geschworen die besonderen Kinder auf ewig zu beschützen. Es ist ihre einzige Aufgabe, weswegen es verständlich wird, warum sie geradezu wahnsinnig wird bei der Frage, warum ein Kind gestorben ist. Anhand solcher Themen bleibt sie stets interessant, wenn sie im Bild ist.
Was man von den besonderen Kindern nicht sagen kann. Obwohl diese bunt, mannigfaltig und kreativ gestaltet sind, werden sie durch Dialoge, die man schon vorahnt, langweilig und ersetzbar. Eine dieser besonderen Kinder ist Jakes Liebesinteresse Emma (gespielt von Ella Purnell), sie zeigt während der Handlung ein paar Konflikte ob sie sich denn erneut den Fehler erlauben darf zu lieben, wird aber dadurch nie wirklich interessanter. Der mit Abstand merkwürdigste und daher beste Charakter ist der Bösewicht Barron (gespielt von Samuel L. Jackson). Mit einem bizarren Aussehen, ein bisschen Humor und einer Nonchalance setzt er seinen bösen Plan in die Tat um. Leider bleibt auch er in den Schranken eines Kinderbuchcharakters, so hat er z.B. öfters die Möglichkeit seine Gegner loszuwerden, aber anstatt dies zu tun, spricht er lieber oder läuft langsam umher.

Cinematographie:
Wie in fast jedem Film von Tim Burton herrscht ein schöner Kontrast zwischen düsterer Realwelt und pastellfarbener Fantasie. Der Film besitzt im allgemeinen den Stil von ihm, durch welchen gruselige Szenen wie „ein Schiff voller Skelette“ oder „Monster die Augen essen“ einen witzigeren, leichteren Ton bekommen. Die Insel der besonderen Kinder SzenenbildDas CGI funktioniert ebenfalls nach diesem Prinzip. Es ist immer etwas zu übertrieben um real zu wirken und lässt genau deswegen wenig Albträume zu. Das 3D ist überraschend gut, um genau zu sein so gut, dass ich zwei Mal erschrocken bin, als etwas in Richtung des Bildschirms geworfen wurde.

Besonderheiten:
Der Film schafft in den ersten fünf Minuten mit Hilfe der Musik eine Atmosphäre, dessen Dichte er danach nicht mehr einfangen kann, und das trotz des umwerfenden Settings und der schönen Kostüme. Übrigens hat Tim Burton einen Cameo im Film. Erstaunlicherweise ist das bereits der dritte Film ohne die Musik von Danny Elfman. Außerdem besteht der Film den Bechdel-Test.


Fazit:
Tim Burton spielt mit „Die Insel der besonderen Kinder“ seinen ganzen skurrilen Horror-Charme aus, der leider aufgrund der Handlung und der sehr einfallslosen Dialoge von Jane Goldman in einem Meer aus Mittelmäßigkeit untergeht.
by

Bilder © 20th Century Fox