Die Fee

Die Fee (2012), Frankreich / Belgien
Laufzeit: - FSK: 0 - Genre: Romanze / Komödie
Kinostart Deutschland: - Verleih: Pandastorm Pictures

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Die Fee Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Dom ist Nachtwächter in einem Hotel. Eines Abends spaziert die eigenwillige Fiona herein, behauptet, sie sei eine Fee und gewährt ihm drei Wünsche. Zwei davon löst er ein und sie gehen sofort in Erfüllung.
Als Fiona nach einer gemeinsamen Nacht verschwindet, setzt der Verliebte alles daran, sie wiederzufinden, und sein Leben nimmt einen absurden und abenteuerlichen Verlauf.


Dominique Abel, Fiona Gordon und Bruno Romy | mehr Cast & Crew


Die Fee - Trailer


DIE FEE (Kinofilm 2012) - Teaser 1


DIE FEE (Kinofilm 2012) - Teaser 2


DIE FEE (Kinofilm 2012) - Teaser 3


DVD und Blu-ray | Die Fee

Blu-ray
Die Fee Die Fee
Blu-ray Start:
15.01.2013
FSK: 0 - Laufzeit: 94 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Die Fee Die Fee
DVD Start:
15.01.2013
FSK: 0 - Laufzeit: 90 min.

Filmkritik Die Fee

Filmwertung: | 7/10


Die Franzosen und ihr Kunstanspruch – sei es die Malerei, die französische Literatur und nicht zuletzt der französische Kinofilm: wenn ein Land sich der umgreifenden Ästhetik von andersartiger Darstellung verschrieben hat, dann ist es zweifellos Frankreich. So lässt sich der Einfluss des Schönen auch im Werk von französisch-kanadischem Regietrio Abel, Gordon und Romy kaum bestreiten und sollte der Kenner dessen sich kaum darüber wundern, dass auch ihr neuer Streifen „Die Fee“ vor allem eines bezwecken möchte – metaphorisch tiefsinnig, tributhaft ästhetisch und einfach anders sein.

Schon während ihrer ersten Minuten trägt die Komödie den Chaplin ähnlich pantomimische und theaterverhaftete Herkunft ihrer Macher spürbar deutlich zu Tage. Vor extrem statischer Kamera und in komödienungewohnt weiten wie langen Takes entfaltet „Die Fee“ eine märchenähnliche Liebesgeschichte, die sich in bildgetragener Situationskomik auf überraschend ungewöhnliche Weise ans Komödiengenre annähert. Indem Abel, Gordan und Romy die skurrile Komik der „Fee“ verblüffend offen im Bild selbst verankern, schaffen sie durch bedacht konzipierte Dialogarmut, übersteigerte Körpersprache und filmtechnisch stilisierte Stille unübersehbare Parallelen zum clownesken französischen Stummfilm. Die Ästhetik selbst spielt dabei nicht nur eine tragende Rolle für den Plot des Streifens – auch visuell bemüht sich "Die Fee" um die punktuell kunstvolle Inszenierung des Schönen. Nicht zuletzt sollte die Location jenen Anspruch erfüllen: die tief geschichtsträchtige und sagenumwobene Hafenstadt Le Havre, deren Atmosphärik für den Beginn eines skurrilen Neuzeitmärchens mindestens genauso passt wie die Faust aufs Auge. Dem nicht genug baut das Regietrio seinen Streifen auf einem ungewohnt, dafür aber umso effektiver gesetzten Soundtrack auf, der zunächst die Ästhetik zwischenaktiger Tanzsequenzen bestärkt, um schließlich zum dramatisch anmutenden, theaterchorischen Sprechrohr des Autors zu transformieren.

In dem Subgenre, in dem sich Abel, Gordan und Romy bewegen und bewegen wollen erfüllen sie mit der Fee folglich all das, was es zu erfüllen gilt - Slapstick Komik, Theaterorientierung, ein Hauch Tributcharakter, Skurillität und Andersartigkeit dürften durchweg gegeben sein. Ob es das ist, was der Normalbürger am Ende von einem Kinobesuch erwartet, kann hier nicht beantwortet werden, weil es schließlich jeder für sich selbst entscheiden muss.

Damit gleicht „Die Fee“ zusammenfassend einem Spaziergang durch ein angenehm klimatisiertes Pariser Kunstmuseum – zusammen mit einem Einblick in die geschichtliche Entwicklung der Kunst bietet es dem Kunstkenner feinste Unterhaltung. Doch weiß womöglich nur ein gezieltes Publikum den wahren Wert eines solchen Ausflugs zu schätzen und wer wahrlich kein Kunstliebhaber ist, der wird sich im schlimmsten Falle gelangweilt stöhnend den Schweiß von der Stirn wischen. Schlußendlich bleibt also zu vermuten, dass der Kinogänger für "Die Fee" wenigstens ein wenig Interesse an dem Außergewöhnlichen und der frühfranzösischen Filmproduktion mitbringen sollte, um sich von der etwas anderen Komödie unterhalten zu fühlen.
by Sima Moussavian

Bilder © Pandastorm Pictures