Die Entdeckung der Unendlichkeit

Theory of Everything (2014), Großbritannien
Laufzeit: - FSK: 0 - Genre: Biographie / Drama
Kinostart Deutschland: - Verleih: Universal Pictures Intl.

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Die Entdeckung der Unendlichkeit Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Das Drehbuch basiert auf Jane Hawkings Memoiren Die Liebe hat elf Dimensionen: Mein Leben mit Stephen Hawking, die das gemeinsame Leben des ehemaligen Ehepaars schildern: Das Schicksal des genialen Physikstudenten Stephen schien besiegelt, als der 21-Jährige mit einer tödlichen Krankheit diagnostiziert und ihm eine Lebenserwartung von zwei Jahren gegeben wurde. Doch die Liebe zu seiner Cambridge-Kommilitonin Jane Wilde gab ihm neuen Lebensmut – die beiden heirateten, bekamen drei Kinder und bald nannte man ihn Einsteins legitimen Nachfolger. In dem Maße, wie Stephens Körper durch seine Krankheit geschwächt wurde, schwang sich sein Geist zu immer neuen Höhenflügen auf. Doch sein Schicksal erwies sich auch für die Ehe mit Jane als dramatische Zerreißprobe, die beider Leben nachhaltig veränderte.

Eddie Redmayne, Felicity Jones und David Thewlis | mehr Cast & Crew


Die Entdeckung der Unendlichkeit - Trailer


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DVD und Blu-ray | Die Entdeckung der Unendlichkeit

Blu-ray
Die Entdeckung der Unendlichkeit Die Entdeckung der Unendlichkeit
Blu-ray Start:
07.05.2015
FSK: 0 - Laufzeit: 123 min.
DVD
Die Entdeckung der Unendlichkeit Die Entdeckung der Unendlichkeit
DVD Start:
07.05.2015
FSK: 0 - Laufzeit: 118 min.

Filmkritik Die Entdeckung der Unendlichkeit

Filmwertung: | 7/10


Das Biopic über den weltberühmten Physiker Stephen Hawking wurde von Regisseur James Marsh (Man on Wire - Der Drahtseilakt, Shadow Dancer, Yorkshire Killer 1980) umgesetzt. Der Film beruht auf den Memoiren „Die Liebe hat elf Dimensionen: Mein Leben mit Stephen Hawking“ von Jane Hawking. Der mittlerweile 72-jährige Hawking erkrankte 1968 an der seltenen Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS), weshalb er seitdem an den Rollstuhl gefesselt ist.

Einige Jahre zuvor deutete noch wenig auf diese Krankheit hin. Stephen Hawking (Eddie Redmayne)studierte Anfang der 1960er Jahre an der renommierten Cambridge Universität Astrophysik. Dennis Sicama (David Thewlis) ist sein Professor, der große Stücke auf Stephen hält. Dieser ist hochintelligent. Zu dieser Zeit lernt er die Liebe seines Lebens kennen. Jane Wilde (Felicity Jones) und er lernen sich auf einer Party kennen und mit der Zeit lieben. Doch Stephens Körper beginnt sich langsam zu verändern. Er stolpert ohne ersichtlichen Grund und als er sich dabei eine Gesichtsverletzung zuzieht, muss er ins Krankenhaus, wo ALS festgestellt wird. Der Arzt gibt ihm noch zwei Jahre zu leben. Jane bleibt trotz allem bei Stephen und hilft ihm beim Kampf um sein Leben.

Die Geschichte ist alleine schon wegen ihrer Ausgangslage sehr interessant. Stephen Hawking gilt nicht ohne Grund als einer der bedeutendsten Physiker unserer Zeit. Selbst in der Erfolgsserie The Big Bang Theorie wurde Hawking immer wieder mit eingebunden und hatte dort sogar einen Gastauftritt. Allerdings hat die Story nicht den Gehalt, den sie haben könnte. Denn Marsh legt das Hauptaugenmerk auf die Liebesgeschichte zwischen Stephen und Jane Hawking und ordnet ihr alle anderen Themen unter. Das funktioniert nur bedingt. Denn obwohl die Entwicklung von Stephen Hawking gut dargestellt wird, geht der Film zu selten in die Tiefe. Durch die Lovestory soll natürlich der Kontrast zu der schweren Krankheit dargestellt werden. Doch die Balance stimmt hier nicht durchweg. Es gibt einige kitschige Szenen, die eher an eine romantische Komödie, als an ein Biopic über einen ernstzunehmenden Wissenschaftler, erinnern. Gut ist hingegen, dass der schleichende Krankheitsverlauf und die Unterstützung der Familie exzellent in Szene gesetzt werden. Aber insgesamt bleibt das Gefühlt haften, dass hier mehr drin gewesen wäre.

Die Schauspieler heben den Film dank ihrer hervorragenden Leistungen in eine höhere Sphäre. Eddie Redmayne (Les Misérables, My Week with Marilyn, Elizabeth – Das goldene Königreich) liefert die mit großem Abstand beste Leistung seiner noch jungen Karriere ab. Der 32-Jährige verkörpert Hawking – vor allem im Rollstuhl – sehr authentisch und nachvollziehbar. Es ist beeindruckend, wie real die Darstellung des Londoners ist. Mit dieser starken Performance wird er auch bei den „Oscars“ 2015 gute Chancen auf eine Nominierung als bester Hauptdarsteller haben. Ebenfalls eine hervorragende Performance zeigt Felicity Jones (The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro, In guten Händen, Powder Girl), die Jane Hawking mit großer Kraft und Stärke spielt. In Nebenrollen stellen Charlie Cox (Boardwalk Empire, Der Sternwanderer, Casanova), David Thewlis (Professor Lupin in Harry Potter, Gefährten, London Boulevard), Emily Watson (Gefährten, Die Bücherdiebin, Mein Freund, der Wasserdrache) und Simon McBurney (Der letzte König von Schottland, Die Herzogin, Der Mann, der niemals lebte) ihr Können unter Beweis.

Außerdem können der auflockernde Humor, die ruhige Kameraführung, die schöne Landschaftsauswahl und die exzellente Ausstattung neben dem Make-up und den Kostümen überzeugen.
Dies gilt jedoch nicht für die Musikuntermalung, die zu suggestiv daherkommt, und die schlechte deutsche Synchronisation. Beinahe jeder Schauspieler hat eine andere Stimme, als gewohnt, wodurch der Film Atmosphäre verliert.

Solides Biopic, das allerdings zu große Schwächen hat, um bei den „Oscars“ große Chancen außerhalb der Schauspielerpreise zu haben. Aber man weiß ja nie.

by

Bilder © Universal Pictures Intl.