Die Abenteuer der kleinen Giraffe Zarafa

Zarafa (2012), Frankreich / Belgien
Laufzeit: - FSK: 0 - Genre: Animation / Kinder
Kinostart Deutschland: - Verleih: Alamode

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Die Abenteuer der kleinen Giraffe Zarafa Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Unter einem Affenbrotbaum im Herzen Afrikas lauschen Kinder einem weisen Alten: Er erzählt die Geschichte des Jungen Maki, der Freundschaft mit der jungen Giraffe Zarafa schließt. Als Zarafa gefangen wird, um dem französischen König geschenkt zu werden, verspricht er der Giraffenmutter, Zarafa zurückzubringen. Mit dem Wüstenprinz Hassan und dem Luftschiffer Malaterre unternehmen Maki und Zarafa eine abenteuerliche Ballonreise über das Mittelmeer und die schneebedeckten Alpen bis nach Paris. Dort ist die Ankunft der ersten Giraffe auf dem europäischen Kontinent eine große Attraktion. Aber schnell zeigt sich, dass Zarafa nicht in die Stadt gehört. Maki will sein Versprechen halten und sucht nach einer Möglichkeit, Zarafa zu retten.



Die Abenteuer der kleinen Giraffe Zarafa - Trailer




DVD und Blu-ray | Die Abenteuer der kleinen Giraffe Zarafa

Blu-ray
Die Abenteuer der kleinen Giraffe Zarafa Die Abenteuer der kleinen Giraffe Zarafa
Blu-ray Start:
08.03.2013
FSK: 0 - Laufzeit: 78 min.
DVD
Die Abenteuer der kleinen Giraffe Zarafa Die Abenteuer der kleinen Giraffe Zarafa
DVD Start:
08.03.2013
FSK: 0 - Laufzeit: 76 min.

Filmkritik Die Abenteuer der kleinen Giraffe Zarafa

Filmwertung: | 8/10


Im Allgemeinen gibt es bei Kinderfilmen das Problem, dass die Verbindung zwischen einem unterhaltsamen Film für Kinder, ihren Eltern und einem pädagogischen Anspruch meistens scheitert. Viele Kinderfilme sind für einige Erwachsene schwer anzuschauen und richten sich mit ihrem Niveau ganz an die kindliche Zielgruppe. Doch der Zeichentrickfilm „Die Abenteuer der kleinen Giraffe Zarafa“ (OT: Zarafa, Frankreich, 2012) schafft es, diese Eigenschaften erfolgreich zu kombinieren.

Der Film beginnt die Erzählung bei der Versklavung mehrerer Sudanesen. Darunter befinden sich auch ein kleiner Junge namens Maki und die gleichaltrige Soula, die sich im weiteren Verlauf des Film noch öfters begegnen werden. Maki schafft es, zu fliehen und wird von einer Giraffenherde aufgenommen. Der Sklavenhändler Moreno verfolgt ihn und als er auf die Herde trifft, tötet er die Mutter der kleinen Giraffe und wird erst in letzter Sekunde von dem Ägypter Hassan aufgehalten, dass gleiche mit Maki zutun. Hassan nimmt das Giraffenjunge mit auf den Weg nach Alexandria, um es dann als ein Geschenk für den französischen König nach Paris zubringen. Hassan tauft die Giraffe kurzerhand auf den Namen Zarafa, was auf arabisch Giraffe bedeutet. Maki, welcher der Mutter versprochen hatte, auf ihr Junges aufzupassen, verfolgt die beiden. So beginnt eine abenteuerliche Reise mitsamt einem Ballonflug von Ägypten nach Paris. Auf dieser Reise werden sie noch viele Freunde und Weggefährten finden, wie den Franzosen und Erfinder Malaterre, die Piratin Bouboulina und die beiden tibetanischen Zwillingskühe Mounh und Sounh.

Die Regisseure Rémi Bezançon und Jean-Christophe Lie haben ein schönes Märchen geschaffen, das Jung und Alt unterhalten kann. Es handelt sich dabei trotzdem eindeutig um einen klassischen Kinderfilm. Die pädagogischen Belehrungen kommen nicht zu kurz. Es findet eine übertriebene Vermenschlichung der Tiere statt und die Charaktere sind klar und deutlich als böse oder gut gekennzeichnet. Doch das ist alles in einem annehmbaren Rahmen. Die ganze Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit, bei der eine Giraffe im 19. Jahrhundert von Afrika nach Frankreich transportiert und dort als Sensation ausgestellt wurde und eine Giraffomanie auslöste. Das Ganze wurde zu einem hübschen Märchen ausgeschmückt, welches Kindern diese Epoche mit all ihren Unterschieden zwischen den Ländern und den Kulturen gut verdeutlicht und näher bringt. Auch wenn vieles dabei vielleicht etwas zu einfach und haarscharf akzeptabel dargestellt wurde, wie beispielsweise die Bekleidung des afrikanischen Jungen, ist der Film meiner Meinung nach pädagogisch wertvoll.
Das Aussehen des Films konnte mich zudem sehr begeistern. Die Bilder des klassischen Zeichentrickfilms, vor allem die Städte und Landschaften, sind großartig gemalt. Es wurde in Cinemascope gedreht und erinnert in den besten Momenten an große Klassiker der Filmgeschichte. Auch wenn die Charakterisierung der einzelnen Figuren manchmal sehr klischeehaft ausgefallen ist, bedient sich der Film einer realen Sicht und verfällt nur ins Karikatureske bei dem französischen König, seinem Gefolge und der Giraffomanie.

Fazit: Ein liebevoll gemachter Kinderfilm, den sich auch Eltern, ohne sich zu langweilen, anschauen können. Die pädagogischen Aspekte verschmelzen sehr gut mit der erzählten Geschichte, welche wunderbar und anrührend unterhalten kann.

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Bilder © Alamode