Der unglaubliche Burt Wonderstone

The Incredible Burt Wonderstone (2013), USA
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Komödie
Kinostart Deutschland: - Verleih: Warner Bros.

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Der unglaubliche Burt Wonderstone Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Die Zauberkünstler-Superstars Burt Wonderstone (Steve Carell) und Anton Marvelton (Steve Buscemi) beherrschen Las Vegas seit Jahren und scheffeln Millionen, wobei der bombastische Aufwand ihrer zelebrierten Illusionen sehr genau Burts ständig expandierendem Ego entspricht. Aktuell besteht das größte Täuschungsmanöver der beiden allerdings darin, dem Publikum ihre unverbrüchliche Freundschaft vorzugaukeln, denn privat können sie einander schon längst nicht mehr ausstehen. Ihr Problem ist vor allem der unkonventionelle Straßenzauberer Steve Gray (Jim Carrey): Er schart eine wachsende Kultgemeinde um sich, indem er derart extravagante Tricks präsentiert, dass selbst die Show der Stars dagegen verblasst. Eine letzte Chance bekommen Burt und Anton allerdings noch, um ihre Teamarbeit professionell und privat auf Vordermann zu bringen … doch dazu müsste Burt sich auf das besinnen, was ihn ursprünglich für die Zauberei begeistert hat.

Steve Carell, Steve Buscemi und Olivia Wilde | mehr Cast & Crew


Der unglaubliche Burt Wonderstone - Trailer




DVD und Blu-ray | Der unglaubliche Burt Wonderstone

Blu-ray
Der unglaubliche Burt Wonderstone Der unglaubliche Burt Wonderstone
Blu-ray Start:
30.08.2013
FSK: 12 - Laufzeit: 101 min.
DVD
Der unglaubliche Burt Wonderstone Der unglaubliche Burt Wonderstone
DVD Start:
30.08.2013
FSK: 12 - Laufzeit: 96 min.

Filmkritik Der unglaubliche Burt Wonderstone

Filmwertung: | 3/10


Unzählige Möglichkeiten, kleine Geheimnisse und leuchtende Kinderaugen: Ein Zauberkasten hat in der Tat etwas magisches und beglückt als Geschenk immer noch etliche Kinder rund um den Globus. Tricksen, verblüffen, verzaubern. Immer wieder toll, wenn auch etwas lästig für das familiäre Publikum. Für den kleinen Burt (Mason Cook, erwachsen dann Steve Carell) bedeutet sein Geburtstagsgeschenk jedoch einiges mehr: Der Ausbruch aus der Welt der gemobbten und vergessenen steht bevor. Denn: Jeder Mensch wird ihn dank der Kunststücke aus dem Kasten lieben. So verspricht es jedenfalls die auf der Verpackung abgebildete Magie-Ikone Rance Holloway (Alan Arkin). Der Plan geht auf, Burt findet im schüchternen Anton (Luke Vanek, erwachsen Steve Buscemi) seinen besten Freund und gemeinsam avancieren die beiden zum Magier-Dreamteam. Es folgen Las Vegas, Reichtum und Horden von Groupies. Der Zauberkasten hat sein versprechen eingelöst.

„Der Unglaubliche Burt Wonderstone“ setzt nach putziger Einleitung am Wendepunkt in Burt und Antons Karriere an. Die Ticketverkäufe ihrer Show sind im Keller, die jahrzehntelange Freundschaft ebenfalls. Als dann noch der masochistische Street-Performer Steve Gray (Jim Carrey) aufkreuzt, scheint die Karriere des mittlerweile zum ekelhaften Egomanen mutierten Burt am Ende zu sein. Es folgt der tiefe Fall als Entertainer im örtlichen Seniorenheim.

Die exzentrischen Magier und Showstars der Glitzermetropole Las Vegas bieten ausreichenden Nährboden für kuriose Storylines und überdrehten Klamauk. Die Autoren hinter „Burt Wonderstone“ umkurven allerdings jeglichen kreativen Ansatz und präsentieren eine bereits vor Jahren ausreichend ausgepresste Geschichte um die Verblendungen des Ruhms und die Erneuerung einer alten Freundschaft. Das Dilemma beginnt bereits mit der Besetzung Steve Carells als Wonderstone. Carell hat sich in den vergangenen Jahren als großartige Comedy-Nebenfigur oder überraschend feinfühliger Darsteller in Dramedys wie „Crazy, Stupid, Love.“ oder „Wie beim ersten Mal“ etabliert. Als Leader in seichtester Komödie möchte sein Gesicht irgendwie nicht recht funktionieren – zumal sein Charakter Burt als verwöhnter und abstoßender Kerl angelegt ist. Das passt einfach kein bisschen.

Bis auf Jim Carrey, der als Karikatur von Chris Angel („Mindfreak“ lief einige Zeit auf MTV) für einige witzige Momente sorgt, verpufft der restliche Cast um Steve Buscemi, einen platten James Gandolfini sowie die austauschbare Love-Interest Olivia Wilde im Sperrfeuer der schlechten Ideen. Schuld ist die wirklich schlimme Vorhersehbarkeit der Geschichte und die mit schlechtem Timing inszenierten „Bitte JETZT lachen“-Momente. Der am besten zündende Gag lässt tatsächlich bis zum Abspann auf sich warten. Davor gibt es viel Bla Bla um die moralischen Schattenseiten des Ruhms, während große Tricks und wirkliche Pointen auf die Showzauberei unter den Tisch fallen. Unterm Strich wurde das Thema zwar visuell aufgegriffen und dennoch meilenweit verfehlt – was ja eigentlich schon wieder ein beeindruckender Zaubertrick ist.

by

Bilder © Warner Bros.