Der große Trip - Wild

Wild (2014), USA
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Biographie / Drama
Kinostart Deutschland: - Verleih: 20th Century Fox

Der große Trip - Wild Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf Blu-ray und DVD

Inhalt

DER GROSSE TRIP - WILD ist die wahre Geschichte eines außergewöhnlichen Abenteuers: Nach Jahren des ziellosen Umhertreibens, einer Heroinsucht und dem Ende ihrer Ehe, trifft Cheryl Strayed (Reese Witherspoon) eine wagemutige Entscheidung. Verfolgt von Erinnerungen an ihre Mutter Bobbi (Laura Dern) und ohne jegliche Wandererfahrung begibt sie sich völlig allein auf einen Trip der Extreme. Drei Monate lang kämpft sie sich fast zweitausend Kilometer über die Höhenzüge des Pacific Crest Trail an der US-Westküste von Südkalifornien bis in den Norden Oregons. Eindringlich, kraftvoll und visuell beeindruckend zeigt DER GROSSE TRIP - WILD die Gefahren, Schrecken und Freuden dieses kräftezehrenden Fußmarsches, der sie Schweiß, Blut und Nerven kostet, aber gleichzeitig stärker macht und letztlich heilt.

Reese Witherspoon, Gaby Hoffmann und Laura Dern | mehr Cast & Crew


DVD und Blu-ray | Der große Trip - Wild

Blu-ray
Der große Trip - Wild Der große Trip - Wild
Blu-ray Start:
21.05.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 115 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Der große Trip - Wild Der große Trip - Wild
DVD Start:
21.05.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 110 min.

Filmkritik Der große Trip - Wild

Filmwertung: | 9/10


Der Roadmovie von dem 51-jährigen kanadischen Regisseur Jean-Marc Vallée (Dallas Buyers Club, Young Victoria, Café de Flore) beruht auf der 2012 erschienen Bestseller-Biographie von Cheryl Strayed. Reese Witherspoon sicherte sich mit ihrer Produktionsfirma Pacific Standard die Rechte an der Verfilmung und übernahm auch die Hauptrolle.

Cheryl (Reese Witherspoon) hat all ihre Besitztümer verkauft, um den Pacific Crest Trail (PCT) im Westen der USA zu durchwandern uns ihre bewegte Vergangenheit zu verarbeiten. Denn Cheryls Mutter Bobbi (Laura Dern) ist mit 45 Jahren an Krebs gestorben, was Cheryl in eine tiefe Lebens- und Drogen- und Ehekrise stürzte. Die Einsamkeit soll ihr dabei helfen, wieder einen klaren Kopf zu bekommen. Doch Cheryl hat nicht trainiert und geht naiv an die schwierige und lange Strecke heran.

Die Geschichte ist vielschichtig und spannend umgesetzt. Man findet schnell Zugang zum Film. Das liegt vor allem daran, dass die Story zutiefst menschlich und exzellent ausbalanciert ist. Es gibt viele humoristische Szenen, dann wiederum Sequenzen, in denen über das Leben philosophiert wird und auch die Abschnitte mit den Schicksalsschlägen kommen nicht zu kurz. Wie in seinem Meisterwerk Dallas Buyers Club schafft es Vallée, die ganze Bandbreite der Emotionen überzeugend darzustellen und einzufangen. Mithilfe von Rückblenden erfährt man viel über Cheryl Strayed und ihr schwieriges, entbehrungsreiches Leben. Diese Szenen bewegen und berühren den Zuschauer. Dank des hervorragenden Drehbuchs und der gut verteilten Informationen, schafft es Wild über die gesamten 115 Minuten zu fesseln und mitzureißen. Besonders gelungen sind auch die Charakterdarstellung und vor allem die Diversität der einzelnen Figuren. Anhand von Wild erkennt man einmal mehr, wie wichtig selbst kleine Nebenrollen für einen Film sind.
Dabei wird Wild vor allem von einer Person geprägt und dank ihr noch eine Stufe stärker: „Oscar“ Preisträgerin Reese Witherspoon (Walk the Line, Wasser für die Elefanten, Machtlos) liefert eine ihrer besten Karriereleistungen ab und trägt Wild in beeindruckender Art und Weise. Mit dem Niveau, das sie hier zeigt, sind ihre Chancen auf einen erneuten „Oscar“ Gewinn oder zumindest eine Nominierung ausgesprochen gut. Denn sie verschmilzt auf der Leinwand zu Cheryl Strayed, zeigt vollen Körpereinsatz und eine hohe emotionale Bandbreite. Viele Szenen sind exzellent gespielt und bleiben nachhaltig im Gedächtnis haften. An ihrer Seite spielen auch die Nebendarsteller groß auf, hierbei sticht vor allem Laura Dern (Das Schicksal ist ein mieser Verräter, Jurassic Park, Wild@Heart) hervor, die Cheryls gutgläubige Mutter Bobbi exzellent verkörpert.

Auch die ruhige, wunderschöne Bilder von den herrlichen Landschaften liefernde Kameraführung, die atmosphärische, tragende und eingängige Musikuntermalung und die gute Ausstattung machen Der grosse Trip zu überragenden Filmerlebnis. Dabei gelingt es Vallée, selbst die Genregrößen Into the Wild, Dein Weg und Spuren in den Schatten zu stellen.

Herausragende Filmperle mit einem starken Drehbuch und einer begeisternd aufspielenden Reese Witherspoon. Heißer „Oscar“ Kandidat!

by

Bilder © 20th Century Fox