Der Vater meiner besten Freundin

Un moment d'égarement (2015), Frankreich
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Komödie
Kinostart Deutschland: - Verleih: Weltkino Filmverleih GmbH

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erhältlich auf Blu-ray und DVD

Inhalt

Endlich Urlaub! Louna und Marie wollen am Strand von Korsika Jungs aufreißen und nächtelang feiern gehen. Einziges Problem: Ihre Väter sind mit von der Partie. Während Lounas Vater Antoine nur strenge Vorschriften macht, sieht Maries Dad alles ganz locker. Auch sonst macht Laurent ziemlich Eindruck auf Louna. Eines Abends schließlich verführt sie ihn am Strand. Für Laurent war es nur ein Ausrutscher, doch Louna ist bis über beide Ohren verliebt. Als Antoine davon Wind bekommt, dass seine Tochter mit einem älteren Mann geschlafen hat, versucht er mit allen Mitteln herauszufinden, wer der Mann ist. Dabei bittet er ausgerechnet Laurent um Hilfe.

Vincent Cassel, François Cluzet und Alice Isaaz | mehr Cast & Crew


Der Vater meiner besten Freundin - Trailer


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DVD und Blu-ray | Der Vater meiner besten Freundin

Blu-ray
Der Vater meiner besten Freundin Der Vater meiner besten Freundin
Blu-ray Start:
26.02.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 106 min.
DVD
Der Vater meiner besten Freundin Der Vater meiner besten Freundin
DVD Start:
26.02.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 102 min.

Filmkritik Der Vater meiner besten Freundin

Filmwertung: | 5/10


In der Pubertät spielen die Gefühle verrückt. Plötzlich fühlt man sich zu jemanden hingezogen, ohne genau zu wissen warum. In der französischen Romantik-Komödie „Der Vater meiner besten Freundin“ von Jean-Francois Richet, verliebt sich die 17-jährige Louna (Lola Le Lann) bei einem gemeinsamen Urlaub mit ihrem Vater Antoine (François Cluzet) und ihrer besten Freundin Marie (Alice Isaaz), in deren Vater Laurent (Vincent Cassel). Aus der anfänglichen Schwärmerei wird schnell bitterer Ernst, als sich Laurent eines nachts von Louna am Strand verführen lässt. Lounas Schwärmerei schlägt nach ihrem ersten Mal in überschwängliche Liebe um, während ihr unfreiwilliger Liebhaber direkt nach dem Akt sein Fehlverhalten erkennt. Im Ferienhaus beginnt ein drängendes Katz-und-Maus-Spiel, bei dem die Teenagerin über ihre Stränge schlägt. Doch als sich Laurent gegen die erneuten Annäherungsversuche zur Wehr setzt, bricht er Lounas Herz, die vor Liebeskummer zergeht. Ihre Freundin Marie findet schnell heraus, mit wem ihr Vater die Nacht am Strand verbracht hat, was ebenfalls für ein emotionales Chaos sorgt. Der friedliche Urlaub der zwei ungewöhnlichen Vater-Tochter-Teams droht zum Desaster zu werden.

Jean-Francois Richet inszeniert mit viel Feingefühl das Reboot der französischen Erotik-Komödie „Aller Anfang ist schwer“ von 1977. Das Drehbuch von Lisa Azuelos („LOL“) fokussiert die emotionale Verwirrtheit einer Teenagerin, die in dem familiären Chaos und den Herausforderungen des Erwachsenwerdens gefangen ist. Da Laurent vom Wesen her komplett anders als ihr überfürsorglicher Vater ist, nimmt sie ihn als Mann war. Die anfängliche Langeweile des aufgezwungenen Urlaubs in der Pampa nimmt für das Mädchen interessante Formen an. Zusehends entwickelt sich Laurent zum Objekt ihrer Begierde, den sie mit ihrem unschuldigen Sexappeal um den Finger zu wickeln weiß. Doch während die Nacht am Strand für den alkoholisierten Mann mittleren Alters schnell als Fehler abgetan wird, leidet Louna an seiner anschließenden Distanzierung. Richet betrachtet das emotionale Drama des Mädchens fast schon gefühlvoll aus nächster Nähe. Die Reaktionen der Beteiligten werden annähernd nachvollziehbar bebildert, auch wenn das Nachspiel ohne große Höhepunkte auskommt. Selbst als Antoine erfährt, dass sein bester Freund seine Tochter entjungfert hat, kommt es lediglich zu einem kurzen handgreiflichen Übergriff. Als der Bösewicht mit einem blauen Auge zu Boden geht, scheint die Tat bereits vergessen und vergeben.

Newcomerin Lola Le Lann fühlt sich in die Rolle der liebenskrankten Teenagerin ein, erweist sich jedoch im Laufe des Films als nerviger Charakter. Ihre plumpen Gefühlsbekundungen wirken reichlich überzogen und künstlich. Authentischer erscheint Alice Isaaz („Portugal, mon amour“), die sowohl das Verhalten ihres Vaters mit angemessenem Verhalten tadelt, als auch ihrer Freundin nach der Beichte gerecht die kalte Schulter zeigt. François Cluzet („Ziemlich beste Freunde“) und Vincent Cassel („Black Swan“) wissen souverän mit ihrer lockeren Art zu unterhalten, wenn auch sie nicht gegen das wenig ergreifende Drehbuch anspielen können. Während die Thematik in „Tage am Strand“ nachvollziehbar in Szene gesetzt wurde, verliert sich die Liebe zwischen den Generationen in „Der Vater meiner besten Freundin“ in einer belanglosen Schwärmerei, die trotz alle Umstände kaum Konsequenzen nach sich zieht.


Fazit:
Jean-Francois Richet französisches Romantik-Komödie „Der Vater meiner besten Freundin“ verliert sich in der belanglosen Schwärmerei eines jungen Mädchens, das die Umstände des Erwachsenwerdens auf unkonventionelle Art erlebt.
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Bilder © Weltkino Filmverleih GmbH