Der Nächste, bitte!

Un plan parfait (2012), Frankreich
Laufzeit: - FSK: 6 - Genre: Romanze / Komödie
Kinostart Deutschland: - Verleih: SquareOne Entertainment / Universum Film

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Der Nächste, bitte! Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

„Der Nächste, bitte!“ heißt es schon seit Generationen für die Frauen in Isabels (Diane Kruger) Familie: Denn seit über hundert Jahren sind wie durch einen Fluch alle ersten Ehen ihrer Vorfahrinnen gescheitert. Erst die zweite Ehe brachte jeweils das ewige Glück. Das will Isabel (Diane Kruger) auch endlich mit Pierre, ihrem Liebsten, finden. Und um den Fluch zu umgehen, schmiedet sie einen perfekten Plan: finde irgendeinen Dummen, verführe ihn, heirate ihn und lass dich sofort wieder scheiden, um dann den Mann deiner Träume zu ehelichen. Klingt einfach, wenn das zufällige Opfer nicht der ziemlich vertrottelte Jean-Yves Berthier (Dany Boon) wäre, Redakteur eines bekannten Reiseführers, dem sie von den Massai am Kilimandscharo bis nach Moskau folgen muss, um zum Ziel zu kommen.

Diane Kruger, Dany Boon und Alice Pol | mehr Cast & Crew


Der Nächste, bitte! - Trailer




DVD und Blu-ray | Der Nächste, bitte!

Blu-ray
Der Nächste, bitte! Der Nächste, bitte!
Blu-ray Start:
30.08.2013
FSK: 6 - Laufzeit: 104 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Der Nächste, bitte! Der Nächste, bitte!
DVD Start:
30.08.2013
FSK: 6 - Laufzeit: 100 min.

Filmkritik Der Nächste, bitte!

Filmwertung: | 8/10


Gleiches und Gleiches gesellt sich gerne, aber nur wahre Gegensätze ziehen sich an! Isabelle (Diane Kruger) lebt seit über zehn Jahren glücklich mit ihrem Freund Pierre (Robert Plagnol) zusammen, der ihre Hobbys, Vorlieben und Abneigungen fast vollständig deckt. Doch da ein „Fluch“ Isabelle Unglück in der ersten Ehe prophezeit, scheint eine Heirat mit Mr. Right ausgeschlossen.
Pascal Chaumeil („Der Auftragslover“) inszeniert eine ungewöhnliche Liebesgeschichte, in der zwei Liebende nicht zusammensein können, wobei sie sich in allen Lebenslagen ergänzen und unterstützen. Doch gerade dieser Umstand, fordert die weibliche Hauptfigur dazu heraus, dem Leben zu trotzen und einen Weg zum wahren Glück zu finden. Und wer hätte schon gedacht, dass eine zufällige Begegnung ihr Leben für immer ändern könnte. Das Drehbuch von Laurent Zeitroun und Yoann Gromb vereint Charme und Humor mit dem alltäglichen Familienleben, dass ausreichend Identifikationspotenzial für den Zuschauer bietet. Während eines Familienessens wird die ungewöhnliche Liebesgeschichte von Isabelle erzählt. Und dabei zeigt sich, dass Liebe nicht immer einfach ist, sondern in vielen Situationen sehr kompliziert ist. Unterschiedliche Lebenssituationen, -verhältnisse oder –umstände werden zu unüberwindbaren Problemen, die eine Liebe bereits im Keim zu ersticken droht. Aber wer bereit ist, sich den Problemen zu stellen und ungewöhnliche Wege zu gehen, kann sein Glück finden. In dem Fall von Isabelle bedeutet dies, dass sie einen Neuanfang wagen und über ihren Schatten springen muss, wenn sie aus dem festgefahrenen Alltag ausbrechen will.

Dany Boon („Willkommen bei den Sch´tis“) verkörpert den liebenswerten, trotteligen Jean-Yves Berthier, der sich binnen Minuten in die schöne Isabelle verliebt. Dank seiner Fähigkeit für Slapstick verhilft er dem Film zu einer unverwechselbaren Komik, für die er mittlerweile prädestiniert ist. Diane Kruger („Unknown“) meistert ihre Rolle gleich zweifach, da sie Isabelle als zwei verschiedene Persönlichkeiten verkörpern muss. Zu einem ist sie die offenherzige und verliebte Frau, die ihr Leben genießt, zum anderen muss sie sich dermaßen verstellen, um ihre Zufallsbekanntschaft zur Hochzeit zu bewegen. Und dies gelingt Kruger, die selten in Komödien zu sehen ist, gut. Neben ihrem Kollegen und Filmehemann Dany Boon weiß auch sie mit ihrem komödiantischen Talent zu glänzen. Gedreht in Moskau und Kenia liefert der Film schöne atmosphärische Bilder, die für Dynamik und dank der Massai für einen authentischen Bezug sorgen. Jean-Yves Berthier erlangt durch die wechselhaften Locations einen nachvollziehbaren Charakter, der durch seine Erfahrungen der Reisen zu dem Menschen wurde, den der Zuschauer kennenlernt. Man versteht seine Motivation und warum er sich Halsüberkopf von Isabelle verzaubern lässt. Gleichzeitig stehen die konträren Orte für die Unterschiede der Menschen, was auch fabelhaft auf die Hauptpersonen bezogen werden kann. Denn auch sie stammen aus unterschiedlichen Ländern und haben auch dem ersten Blick kaum gemeinsame Interessen. Die Verbindung von Haupt- und Nebenhandlung verleiht dem Film einen einzigartigen Charme und sorgt zudem für unterhaltsame Kurzweil. Auch wenn die Handlung an vielen Punkten zu erahnen ist, ist es amüsant die zwei unterschiedlichen Seiten von Isabelle kennenzulernen, die jeweils durch einen Mann an ihrer Seite dargestellt werden.

Fazit: Die ungezwungenen Charaktere sorgen mit ihren Eigenheiten selbst in peinlichen Situationen für Sympathie. Der warmherzige Ton der Komödie lädt zum Schmunzeln ein. Der Mädelsabend ist gerettet.
by Sandy Kolbuch

Bilder © SquareOne Entertainment / Universum Film