Der Kaufhaus Cop 2

Paul Blart: Mall Cop 2 (2015), USA
Laufzeit: - FSK: 6 - Genre: Komödie
Kinostart Deutschland: - Verleih: Sony Pictures

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Der Kaufhaus Cop 2 Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf Blu-ray und DVD

Inhalt

In der Fortsetzung der Erfolgskomödie „Der Kaufhaus Cop“ kehrt Star-Komiker Kevin James als Paul Blart zurück. Dieses Mal verschlägt es den Security Wachmann nach Las Vegas, wo die Security Guard Expo stattfindet. Seine Teenager-Tochter Maya (Raini Rodriguez) begleitet ihn auf dieser Reise, ehe sie bei ihrem Vater ausziehen wird, um aufs College zu gehen. Während des Kongresses entdeckt Paul versehentlich einen Raubüberfall und es liegt mal wieder an ihm, die Gangster dingfest zu machen.

Kevin James, Raini Rodriguez und Eduardo Verastegui | mehr Cast & Crew


Der Kaufhaus Cop 2 - Trailer


Der Kaufhaus Cop 2 - Trailer


DVD und Blu-ray | Der Kaufhaus Cop 2

Blu-ray
Der Kaufhaus Cop 2 Der Kaufhaus Cop 2
Blu-ray Start:
20.08.2015
FSK: 6 - Laufzeit: 94 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Der Kaufhaus Cop 2 Der Kaufhaus Cop 2
DVD Start:
20.08.2015
FSK: 6 - Laufzeit: 90 min.

Filmkritik Der Kaufhaus Cop 2

Filmwertung: | 4/10


Der Film von Regisseur Andy Fickman (Die Jagd zum magischen Berg, Daddy ohne Plan, She's the Man) ist die Fortsetzung der Erfolgskomödie aus dem Jahr 2009. Diese konnte in Deutschland 1.534.743 Zuschauer ins Kino locken und spielte weltweit bei einem Budget von 25 Millionen Dollar bemerkenswerte 180 Millionen US-Dollar ein, weshalb eine Fortsetzung eine schnell entschiedene Sache war. An die Qualität des ersten Teiles kommt der Nachfolger allerdings zu keiner Zeit heran.

Paul Blart (Kevin James) heiratete am Ende von Teil eins seine Herzensdame Amy (Jayma Mays). Diese verlässt Paul nach sechs Tagen wieder und reicht die Scheidung ein. Der Kaufhaus Cop ist am Boden zerstört. Als dann auch noch seine geliebte Mutter (Shirley Knight) von einem Milchlaster überfahren wird, ist Paul mit seiner Tochter Maya (Raini Rodriguez) alleine. Nach einem langen, traurigen Alltagstrott erhält Paul eine Einladung für die Security-Guard-Expo in Las Vegas. Er ist begeistert und fährt mit Maya hin. Der Tollpatsch lehnt einen Flirt mit Hotelchefin Divina (Daniella Alonso) ab und muss sich damit rumschlagen, dass Maya langsam flügge wird und mit Lane (David Henrie) flirtet. Dann darf Paul nicht mal die Rede auf der Veranstaltung der Expo halten, wovon er fest ausgegangen war. Welcher Schicksalsschlag ereilt ihn als nächstes?

Die Geschichte ist erschreckend schlecht umgesetzt. Während Teil eins noch ein sympathischer und stellenweise witziger Film über einen Verlierer, der über sich hinauswächst und alles schaffen kann (amerikanischer Traum) war, ist schon der Einstieg vom zweiten Teil misslungen. Die Trennung ist unglaubwürdig, für Eingeweihte aber vorhersehbar, da Jayma Mays, die Amy spielte, nicht mehr dabei ist, weil sie ihrer Rolle in der Musical-Serie „Glee“ den Vorzug gab. Eine weise Entscheidung für sie, ein Nackenschlag für das Drehbuch des zweiten Teiles. Dieses ist ohnehin sehr dürftig und weist unzählige Schwächen auf. Etwa dass auch noch Pauls Mutter stirbt. Das lässt „Kaufhaus Cop 2“ dann endgültig ins Unsympathische abdriften. Zumal ihre Todesszene auch nicht zum sonstigen Humor des Filmes passt und auch nicht lustig ist.
Überhaupt ehrt der Nachfolger seinen Vorgänger nicht. Stattdessen werden einige Gags aus dem ersten Teil in beinahe gleicher Form erneut gebracht. Das ist aber nicht lustig und damit das größte Problem dieser Komödie. Sie schafft es einfach nicht witzig zu sein und den Zuschauer wirklich zu unterhalten. Zwar bemühen sich alle Protagonisten nach Kräften, doch merken sie dabei scheinbar nicht, wie unlustig das ist, was sie gerade machen. Im Vergleich zum ersten Teil hat die Qualität der Witze merklich abgenommen. Das Niveau ist sogar so weit abgesunken, das sich der Zuschauer in vielen Szenen unbehaglich fühlt und oft fremdschämt. Denn vor Fettnäpfchen und Peinlichkeiten macht dieser Film selten Halt. Es ist traurig mitanzusehen, wie tief Kevin James gesunken ist, nachdem er Millionen Menschen auf der ganzen Welt mit seiner Kultcomedy-Serie „King of Queens“ bestens unterhalten hat. Dass er für „Der Kaufhaus Cop 2“ auch noch das Drehbuch mitschrieb, macht die Sache nur noch trauriger. Man kann nur hoffen, dass der mittlerweile 49-Jährige mit seiner neuen TV-Serie wieder zu alter Klasse zurückfindet. Immerhin gibt es ein paar unterhaltsame Sequenzen, die die Komödie davor bewahren, eine Filmkatastrophe zu sein.
Außerdem wurden die Locations schön ausgesucht, detailliert gestaltet und gut aufgenommen. Des Weiteren können die Kostüme überzeugen, die noch die meisten Lacher generieren. Besonders der Bruder von Kevin James, Gary Valentine, darf in herrlich schrägen Outfits auftreten. Viel mehr Positives gibt es allerdings nicht zu berichten.

Spätestens die Besetzung zeigt, wie weit man sich mit dem zweiten Teil vom Vorgänger entfernt hat. Vom Cast des ersten Teiles ist fast niemand mehr übrig. Nur der mittelprächtig agierende, sein Standardprogramm abrufende Kevin James (King of Queens, Hitch - Der Date Doktor, Kindsköpfe) und seine Filmtochter Raini Rodriguez sind hier zu nennen. Alle anderen wurden gestrichen, haben nur schlechte Miniauftritte wie Shirley Knight (Das Dunkel am Ende der Treppe, Besser geht's nicht, Our Idiot Brother) oder eine komplett andere Rolle als in Teil eins, wie Gary Valentine (King of Queens, Der Zoowärter, Das Schwergewicht), der dort noch einen Karaokesänger spielte. Die Neuzugänge können nur bedingt überzeugen. Nicholas Turturro (Takers, Spiel ohne Regeln, Phantom Punch) und David Henrie (How I Met Your Mother, Kindsköpfe 2) bleiben noch am ehesten im Gedächtnis. Der einzige wirklich bekannte Neuzugang - Neal McDonough (Jede Sekunde zählt - The Guardian, Flags of Our Fathers, Captain America - The First Avenger) - kann als Bösewicht immerhin eine solide Performance abliefern. Wie so oft hat James viele Kumpels aus seinen früheren Filmen ausgewählt. Etwas frisches Blut hätte diesem Film gut getan und wahrscheinlich auch interessanter gemacht.


Fazit:
Schwacher, enttäuschender Film, bei dem man sich dutzende Male fremdschämt. Es ist traurig, einen so talentierten Comedian wie Kevin James in einem so unlustigen Werk sehen zu müssen. Einige unterhaltsame Szenen und schöne Kostüme können nicht über die niedrige Qualität dieser Komödie hinwegtäuschen.
by

Bilder © Sony Pictures