Der Butler

The Butler (2013), USA
Laufzeit: - FSK: 6 - Genre: Biographie / Drama
Kinostart Deutschland: - Verleih: Prokino Filmverleih GmbH

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Der Butler Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Von der Baumwollplantage ins Oval Office: basierend auf der wahren Geschichte des Butlers Eugene Allen erzählt der Film vom außergewöhnlichen Aufstieg von Cecil Gaines, der länger im Weißen Haus arbeitete als jeder seiner Dienstherren. Gaines, von 1957 bis 1986 im Zentrum der Macht, sieht sieben Präsidenten kommen und gehen. Ob Eisenhower, Kennedy, Nixon oder Reagan - stets ist Butler Eugene Allen (Oscar®-Preisträger Forest Whitaker) dabei, wenn Amerikas Präsidenten Weltgeschichte schreiben. Und am Schluss im hohen Alter sein größter Triumph: Ein Schwarzer wird zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt.

Forest Whitaker, Oprah Winfrey und John Cusack | mehr Cast & Crew


Der Butler - Trailer


DER BUTLER - Trailer (Full-HD) - Deutsch / German


DVD und Blu-ray | Der Butler

Blu-ray
Der Butler - Limited White House-Edition Der Butler - Limited White House-Edition
Blu-ray Start:
27.02.2014
FSK: 12 - Laufzeit: 127 min.
DVD
Der Butler - Limited White House-Edition Der Butler - Limited White House-Edition
DVD Start:
27.02.2014
FSK: 12 - Laufzeit: 122 min.

Filmkritik Der Butler

Filmwertung: | 8/10


Im Jahr 2008 erschien in der Washington Post der Artikel „A Butler well served by Election“ von Will Haygood. Er schildert die Geschichte des Afroamerikaners Eugene Allen (1919-2010), der von 1952 bis 1986 als Butler im Weißen Haus tätig war. Unter sieben Präsidenten übte er seine Tätigkeit aus und erlebte am Ende des Lebens noch die Wahl Barack Obamas zum Präsidenten. Der Regisseur Lee Daniels schuf mit „Der Butler“ (Originaltitel: „The Butler“, USA, 2013) auf Grundlage dieses Artikels einen bewegenden und informativen Film.

Cecil Gaines (Forest Whitaker) wächst in den 20er Jahren auf einer Baumwollplantage auf. Nach dem Mord an seinem Vater wird er von der Plantagenbesitzerin (Vanessa Redgrave) zum ‚Hausnigger’ ausgebildet. Als Erwachsener verlässt er die Farm und mausert sich bald zu einem der besten Butler der Staaten. Dadurch erhält er das Angebot einer Anstellung im Weißen Haus. Dort ist er viele Jahre unter den Präsidenten Dwight D. Eisenhower (Robin Williams), John F. Kennedy (James Marsden), Lyndon B. Johnson (Liev Schreiber), Richard Nixon (John Cusack), Gerald Ford, Jimmy Carter und Ronald Reagan (Alan Rickman) tätig. Er bekommt dabei Stück für Stück die Veränderungen in der Politik bezüglich der Rassenfrage mit. Sein Sohn Louis (David Oyelowo) dagegen will aktiv gegen die Ungerechtigkeit vorgehen. Er schließt sich erst Martin Luther King, dann Malcolm X und den Black Panthers an. Dadurch entsteht ein Bruch zwischen Vater und Sohn, der jahrelang die Familie entzweit.

Auf Grundlage des erschienenen Artikels wurde ein 132 Minuten langer Film geschaffen, der sich eng an der realen Person Eugene Allen orientiert. Der Drehbuchschreiber Danny Strong (für Serienfans ist er bekannt in der Rolle des Jonathans in der Serie „Buffy – The Vampire Slayer“.) übernimmt dabei einige Anekdoten und überträgt die im Artikel allgemein gehaltenen Ausführungen über die Entwicklung der Menschenrechtsbewegung in Amerika auf die Familie Gaines. So steht Cecil für oft verbreitete Passivität und sein Sohn Luis geht dagegen alle möglichen Wege des aktiven Widerstands. Zusammen mit dem Regisseur Lee Daniels, der mit „Precious – Das Leben ist kostbar“ (2009) internationale Erfolge feierte, schuf Strong einen vollständig geschichtlichen Überblick. Die Geschichte bleibt dabei stets nah an der Realität und gibt dem Zuschauer eine amerikanische Geschichtsstunde vermischt mit einer Vater-Sohn-Geschichte. Sie bleiben dicht an Cecil und Louis dran und zeigen somit ihre Sicht der Dinge. Dabei wählten die Filmemacher für bekannte Ereignisse, wie das Kennedy-Attentat, keine gewohnten Bilder, sondern blieben stets in der subjektiven Sicht. Das Zeitkolorit der mehreren Jahrzehnte ist gut eingefangen und die Filmaufnahmen sind alle stimmig. Unterstützt werden die eigenen Aufnahmen durch Originalfotos und –aufnahmen. Als Kritikpunkt kann man die allzu strikte Unterteilung in Gut und Böse anführen, sowie das zum Ende hin zunehmende Pathos, obwohl man dabei berücksichtigen muss, dass dieses bereits im Artikel vorhanden ist.

Der Film ist bis in die kleinste Nebenrolle perfekt besetzt. Forest Whitaker scheint prädestiniert für die Rolle zu sein, so dass das Publikum froh sein kann, dass Denzel Washington und Will Smith abgelehnt haben. In der Filmgeschichte haben viele Schauspieler sich gewagt den Präsidenten zu spielen. Dem Regisseur Lee Daniels war es wichtig, dass die berühmten Schauspieler hinter ihrer Rolle verschwinden und dies ist ihnen gelungen. Robin Williams, John Cusack, Liev Schreiber und Alan Rickman spielen ihre Rollen so überzeugend, dass man meint die realen Personen vor sich zu sehen. Aber auch die anderen Nebenrollen von Vanessa Redgrave als Plantagenbesitzerin bis hin zu Opray Winfrey, welche lange Zeit keine Filmrollen mehr wahrgenommen hatte, als Ehefrau von Cecil spielen ihre Rollen fantastisch.

Fazit: „Der Butler“ ist ein gelungener und emotionaler Film, der dem Zuschauer einen guten Einblick in einen Abschnitt der amerikanischen Geschichte aus zwei unterschiedlichen Blickwinkeln gewährt. Die herausragenden Darsteller tragen viel zum Filmgenuss bei und trotz eines recht pathetischen Endes kann der Film als Gesamtwerk überzeugen.

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Bilder © Prokino Filmverleih GmbH