Der Babadook

The Babadook (2015), Australien / Kanada
Laufzeit: - FSK: 16 - Genre: Horror / Thriller
Kinostart Deutschland: - Verleih: Capelight

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Der Babadook Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf Blu-ray und DVD

Inhalt

Nach dem tragischen Tod ihres Mannes führt die junge Krankenschwester Amelia (Essie Davis) ein zurückgezogenes Leben mit ihrem Sohn Samuel (Noah Wiseman). Eines Abends liest sie ihm ein Kinderbuch mit dem Titel „Mister Babadook“ vor, und Samuel glaubt darin das Monster aus seinen Träumen zu erkennen. Anfangs denkt Amelia, die Furcht des Jungen sei unbegründet. Doch die Gutenachtgeschichte entfaltet bald ihren verstörenden Sog und Amelia wird selbst zunehmend mit unheimlichen Phänomenen konfrontiert. Mit dem „Babadook“ sickert eine unheilvolle Bedrohung schleichend in das Leben der beiden. Denn wenn er erst einmal da ist, lässt er sich nicht mehr vertreiben. So steht es geschrieben.

Jennifer Kents Debütfilm DER BABADOOK sichert sich schon jetzt einen Spitzenplatz in den Jahresbestenlisten aller Horror-Fans und Filmliebhaber. Basierend auf Kents hochgelobtem Kurzfilm „Monster“, verbindet die australische Filmemacherin psychologischen Horror in der Tradition von Stanley Kubricks „Shining“, Roman Polanskis „Rosemaries Baby“ und Alfred Hitchcocks „Psycho“ mit der atmosphärisch eingesetzten Sprache des modernen Horrorkinos. Seit seinem Debüt auf dem Sundance Filmfestival 2014 setzt DER BABADOOK mit insgesamt 33 Auszeichnungen und 39 Nominierungen renommierter Filmpreise wie den AACTA Awards, den British Independent Film Awards und den New York Film Critics Circle Awards seinen Siegeszug fort, nachdem er bereits im Rahmen des Fantasy Filmfests zum unbestrittenen Publikumsliebling avanciert war.


Essie Davis, Noah Wiseman und Daniel Henshall | mehr Cast & Crew


Der Babadook - Trailer


Der Babadook - Trailer


DVD und Blu-ray | Der Babadook

Blu-ray
Der Babadook (Steelbook) Der Babadook (Steelbook)
Blu-ray Start:
18.09.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 94 min.
Der Babadook (Limited Collectors Edition) Der Babadook (Limited Collectors Edition)
Blu-ray Start:
18.09.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 184 min.
DVD
Der Babadook Der Babadook
DVD Start:
18.09.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 90 min.

Filmkritik Der Babadook

Filmwertung: | 7/10


Ist 2015 das Jahr der Horrorfilme? Denn nach mittelmäßigen Kinostarts wie „Ouija“, „The Pyramid“ oder „Die Frau in Schwarz 2“ scheint das Genre zur Jahresmitte zur Höchstform anzulaufen. Den Anfang macht die mehrfach ausgezeichnete und nominierte australische Produktion „Der Babadook“ von Schauspielerin Jennifer Kent.

Der Tod ihres Mannes treibt nicht nur Amelia (Essie Davis, „Matrix“) in unendliche Trauer, sondern traumatisiert auch noch Jahre später ihren siebenjährigen Sohn Samuel (Noah Wiseman, „The Gift“). Dieser klagt mit der Zeit immer öfter über Albträume und einem Monster, dass ihn und seine Mutter umbringen möchte. Das Unheil nimmt seinen Lauf, als Samuel ein Buch über den sogenannten Babadook findet, der verspricht, dass man ihn nach einem Blick hinein nicht mehr loswerden wird. Erst glaubt Amelia nicht an den Fluch, sondern an ein Hirngespinst des Jungen, doch dann sieht auch sie unheilvolle Gestalten.

Nach einer Serienepisode und einem Kurzfilm ist „Der Babadook“ Kents erstes, richtiges Filmprojekt, welches es dann auch noch auf Anhieb in die internationalen Kinos schafft. Zu Anfang wirkt der Film zwar auf die falsche Art und Weise skurril und auf gut deutsch gesagt auch nerven raubend. Zwar wird mit dem schwierigen Verhältnis zwischen Mutter und Sohn ein ernstes als auch bekanntes Thema dargestellt, jedoch verfehlt die Intention das Ziel. Auch die Handlung kann sich nicht originell nennen. Dafür ist die Umsetzung im weiteren Verlauf des Streifens und auch die Tiefe emotional ansprechend und sensibel. Man muss jedoch anmerken, dass es sich hier nicht um einen typischen Horrorfilm handelt, sondern mehr um einen dramatischen Thriller mit Horrorelementen. Der eingefleischte Anhänger des Genres wird also nur bedingt überzeugt werden, wie zum Beispiel durch das düstere, gelungene Design, das an grausige Märchenerzählungen erinnert.

Es bestehen natürlich schon mehrere Klassiker der Filmgeschichte den Traum im Fokus und als Horrorelement genutzt haben, so hebt sich „Der Babadook“ aber eben von anderen Produktionen zumindest ab. Es sind mehr die Feinheiten im Hintergrund, die unterschwellig schocken und auch noch lang nach dem Abspann zum nachdenken anregen werden. Typische Gruselelemente arbeiten nämlich Hand in Hand mit psychischen Spielchen im Gehirn und den Problemen der kleinen, vom Schicksal gezeichneten Familie. Die häufig metaphorisch dargestellten Zusammenhänge zwischen dem Babadook und Ängsten sind dabei nicht allzu weit hergeholt, sehr passend und spiegeln ein gehobenes Niveau sowie eine sinnvolle Botschaft wieder. Die Nerven des Zuschauers leiden somit durch die einschleichende Identifikation mit den Protagonisten und einem durchgehend unbehaglichen Gefühl - der Streifen fühlt sich nicht unrealistisch an.

Nicht nur die Regisseurin durfte abräumen, auch Essie Davis und der noch sehr junge Noah Wiseman durften sich über Preise freuen: Ihr Zusammenspiel überzeugt für einen Genrestreifen sehr. Auch dass nicht so viele Charaktere im Film mitmischen, verleiht dem Film eine einfache Übersicht.


Fazit:
Ein Horrorfilm einer andersartigen Art, der bis auf den Anfang sehr gut umgesetzt ist, aber dem Publikum etwas anderes gibt, als es erwartet.
by

Bilder © Capelight