Der König der Löwen

The Lion King (2019), USA
Laufzeit: - FSK: 6 - Genre: Animation / Abenteuer / Drama
Kinostart Deutschland: - Verleih: Walt Disney

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Inhalt

In den unendlichen Weiten Afrikas wird ein künftiger König geboren: Simba, das lebhafte Löwenjunge, vergöttert seinen Vater, König Mufasa, und kann es kaum erwarten, selbst König zu werden. Doch sein Onkel Scar hegt eigene Pläne, den Thron zu besteigen, und zwingt Simba, das Königreich zu verlassen und ins Exil zu gehen. Mit Hilfe eines ausgelassenen Erdmännchens namens Timon und seines warmherzigen Freundes, des Warzenschweins Pumbaa, lernt Simba erwachsen zu werden, die Verantwortung anzunehmen und in das Land seines Vaters zurückzukehren, um seinen Platz auf dem Königsfelsen einzufordern.



Der König der Löwen - Trailer




Filmkritik Der König der Löwen

Filmwertung: | 9/10


Simba (Stimme: JD McCrary [Jung]/Donald Glover) ist der frischgeborene, zukünftige König der Savanne. Sein Vater Mufasa (Stimme: James Earl Jones) erklärt ihm, wie das Leben als König abläuft und wie er richtig regieren muss, um den Kreislauf des Lebens erhalten zu lassen. Doch Simbas Onkel, Scar (Stimme: Chiwetel Ejiofor), plant mit den Hyänen einen Hinterhalt, um Mufasa vom Thron zu stürzen. Dieser Plan gelingt und Mufasa stirbt. Scar macht Simba dafür verantwortlich, sodass er davonläuft. Als Simba auf der Flucht in der Wüste allerdings zusammenbricht, erscheint in der Ferne die Rettung in Form eines Warzenschweins und eines Erdmännchens.

Mufasa (Stimme: James Earl Jones) und Simba (JD McCrary)
Mufasa (Stimme: James Earl Jones) und Simba (JD McCrary) © Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved.
„Der König der Löwen“ ist eine Realverfilmung des gleichnamigen Animationsklassikers aus dem Jahre 1994. Das Original ist der erfolgreichste Animationsfilm aller Zeiten und erntete viele Preise. Kein Wunder das Disney jetzt diese Geschichte in einer neuen visuellen Form ins Kino bringt. Denn Disney möchte stets gewährleistein, dass für jede Generation das Erlebnis Kino gewahrt wird. So kommt es nun, dass wieder eine Realverfilmung in den Kinos erscheint. Neben „Dumbo“ und „Aladdin“ ist das jetzt schon die dritte in diesem Jahr und es scheint so, als würde es kein Ende nehmen. Jon Favreau („Iron Man“/„Das Junglebuch“) führte diesmal Regie und liefert tatsächlich eine fast 1:1 Umsetzung ab. Einige Dialoge wurden verlängert und es gibt ein paar zusätzliche Szenen, die mehr erklären, beispielsweise die Anfänge von Scars Schreckensherrschaft.

Simba (JD McCrary)
Simba (JD McCrary) © Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved.
Der Film geht im Vergleich zur Vorlage 29 Minuten länger, also nun 118 Minuten. Die Geschichte wurde dabei komplett übernommen. Es geht immer noch um den klassischen Brudermord, damit der Zweitgeborene auch endlich mal den Ruhm bekommt, den er verdient. Scar wirkt in diesem Film so, als würde er deutlich gefährlicher sein. Der Kern seines Charakters wurde zwar unberührt gelassen, aber durch den visuellen Stil und die Interaktion mit den Hyänen, wird er zu einem deutlich gefährlicheren Antagonisten. Im Gegensatz dazu sind Timon (Stimme: Billy Eichner) und Pumbaa (Stimme: Seth Rogen) noch viel liebenswerter im Vergleich zu Vorlage. Sie haben ihren Charme und ihre Synergie komplett beibehalten und sind durch ihr Aussehen sehr niedlich anzusehen. Aber auch andere Charaktere sind genauso großartig geblieben, wie Zazu (Stimme: John Oliver), Rafiki (Stimme: John Kani) und Nala (Stimme: Shahadi Wright Joseph [Jung]/Beyoncé), auch wenn diese durch ihre Art irgendwie anders wirkt.

Simba (Stimme: Donald Glover), Timon (Stimme: Billy Eichner) und Pumbaa (Stimme: Seth Rogen)
Simba (Stimme: Donald Glover), Timon (Stimme: Billy Eichner) und Pumbaa (Stimme: Seth Rogen) © Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved.
Natürlich gibt es auch wieder die großartigen Lieder. Im Vergleich zur Vorlage wurden allerdings nicht alle genommen. Viele Szenen, bei denen gesungen wird, wurden andere Versionen der Choreographien genommen, da beispielsweise sich stapelnde Tiere in einer real aussehenden Version einfach nicht überzeugend sind. Hans Zimmer hat wieder einen wunderbaren Soundtrack zusammengestellt, auch wenn er die Lieder neu einsingen lassen hat. Wenn sich der visuelle Stil ändert, muss es auch auditive Anpassungen geben, diese sind aber nicht störend, sondern fügen sich perfekt in den Film mit ein. Bis auf James Earl Jones als Mufasa wurden alle Synchronsprecher ausgetauscht. Im englischen Original passen die Sprecher perfekt zu ihren Rollen und man merkt ihnen ihre Motivation an.

Scar (Stimme: Chiwetel Ejiofor) und die Hyänen
Scar (Stimme: Chiwetel Ejiofor) und die Hyänen © Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved.
Ein Problem, welches vor allem die jüngeren Kinobesucher haben werden, ist tatsächlich der visuelle Stil. Das Original ist komplett animiert und in vielen bunten Farben wird diese wunderbare Geschichte erzählt. Für Kinder könnte der fotorealistische Stil allerdings sehr abschreckend sein. Natürlich sieht man keine brutalen oder anstößigen Szenen, allerdings wirkt eben durch diesen Look alles sehr real. Kinder könnten sich fürchten und somit kommt der wahre Kern dieser Erzählung nicht rüber.


Fazit:
„Der König der Löwen“ ist eine wirklich gelungene Realverfilmung. Da das Original fast komplett übernommen wurde, ist der eigentliche Kern der Gleiche geblieben. Es ist immer noch diese liebevolle und inspirierende Geschichte von damals. Nur der visuelle Stil hat sich komplett verändert. Er ist jetzt fotorealistisch, wirkt um einiges authentischer und könnte für jüngere Kinobesucher nicht den gleichen emotionalen Effekt hervorlocken, wie es das Original geschafft hat.
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Bilder © Walt Disney