Deine Juliet

Guernsey (2018), USA
Laufzeit: - FSK: 6 - Genre: Drama / Romanze
Kinostart Deutschland: - Verleih: StudioCanal

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Inhalt

London in den späten vierziger Jahren. Eines Tages erhält die weltoffene Journalistin Juliet Ashton (Lily James) einen sonderbaren Brief, dessen Absender Dawnsey Adams (Michiel Huisman) ist – ein charmanter und exzentrischer Bauer, der auf der Insel Guernsey lebt. Ein Briefwechsel entspinnt sich, in dessen Verlauf Juliet von der Existenz des Clubs „Guernseyer Freunde von Dichtung und Kartoffelschalenauflauf“ erfährt. Die literarische Gesellschaft wurde von einigen Inselbewohnern – ungeübten Lesern – gründet, um sich über die schweren Zeiten während der deutschen Besatzung im 2. Weltkrieg auf den Kanalinseln hinwegzuhelfen. Juliet beschließt über den Club zu schreiben und nach Guernsey zu reisen. Ihr Aufenthalt dort und die Begegnung mit Dawsey wird ihr Leben für immer verändern…

Lily James, Michiel Huisman und Jessica Brown Findlay | mehr Cast & Crew


Deine Juliet - Trailer




Filmkritik Deine Juliet

Filmwertung: | 8/10


Die Fortsetzung von “Mamma Mia”, “Mamma Mia - Here we again” ist nicht mal einen Monat alt und schon kommt der nächste Film der Hauptdarstellerin Lily James ins Kino. In der Fortsetzung übernahm sie die Rolle der jungen Donna (Meryl Streep), hier spielt sie nun eine Figur namens Juliet Ashton. Eine Londoner Journalistin die in den 1940ern lebt. Eines Tages erhält sie von einem Buchclub mit dem Namen “Guernsey Freunde von Dichtung und Kartoffelschalenauflauf” einen Brief. Dieser wurde gegründet dem Krieg für einen kurzen Moment zu entfliehen und um auf andere Gedanken zu kommen. Diese Menschen haben alle ein schlechtes Aufeinandertreffen mit den Deutschen machen müssen und ihnen war es wichtig dafür zu sorgen sich etwas zu suchen wodurch sie auf anderen Gedanken kommen konnten. Regelmäßig haben sie sich getroffen und sich gegenseitig vorgelesen - Jedes Mal ein anderer. Aus dem, aus Not entstandenen Buchclub, ist mit der Zeit eine Familie geworden. Eine Familie zu der sich Juliet direkt hingezogen fühlt. Sie ist so begeistert davon, dass sie keinen Moment zögert und auf die französische Insel Guernsey fliegt. Als sie dort ankommt und auf Dawsey Adams, einem der Hauptleser, trifft verändert es ihr Leben für immer.

Lily James in DEINE JULIET
Lily James in DEINE JULIET © Studiocanal GmbH
In diesem Kriegsdrama wird dem Zuschauer auf eine ehrliche Art und Weise die wohl dunkelste Zeit unser Welt gezeigt und was sie mit den Leuten gemacht hat. Es ist eine Zeit gewesen wie man es sich heute kaum noch vorstellen kann, ohne jegliche Moral andere Menschen getötet zu haben und die das vollkommen kalt gelassen hat. Eine Zeit wo man sich einfach nur schwierig vorstellen kann, dass es so vor nicht einmal 80 Jahren tatsächlich war. Der Film ist wirklich enorm ergreifend und emotional und man kann die Figuren in jeder Szene des Films nachvollziehen und mit ihnen mitfühlen. Es fällt leicht zu ihnen eine Bindung aufzubauen und der Film bleibt einem lange im Kopf. Er hat neben der eben schon erwähnten Lily James, einem Michiel Huisman (Game of Thrones), einem Glen Powell (The Dark Night Rises) oder auch einer Penelope Wilton (Downtown Abney) einen guten und glaubhaften Cast. Ich möchte keinen besonders hervorheben, denn auch wenn Lily beweist wie gut sie so einen Film auf ihren Schultern stemmen kann, jeder Schauspieler bis in die kleinste Rolle überzeugt. Die Kamera ist wie man sie von so einem Kriegsdrama vermuten kann an manchen Stellen sehr düster gehalten, schafft es aber auch im Laufe des Films immer farbenfroher zu werden. Sie fängt sehr schöne Bilder der Insel ein und wirkt hoffnungsvoller als so manch anderes Kriegsdrama. Musik gibt es hier allerdings keine die irgendwie hervorsticht und die man besonders erwähnen muss.

Journalistin Juliet Ashton (Lily James) trifft Dawsey Adams (Michiel Huisman)
Journalistin Juliet Ashton (Lily James) trifft Dawsey Adams (Michiel Huisman) © Studiocanal GmbH
Wenn ich so drüber nachdenke was das Beste am Film ist fallen mir sofort seine ehrlichen und krassen Bilder ein, die einem Tage lang nicht mehr so ganz aus dem Kopf gehen wollen. Zwar könnten diese Punkte dem Film auch als Contrapunkte angerechnet werden, doch ich finde es gut dass der Film dieses vorweisen kann. So kann man diese harte Zeit direkt besser nachvollziehen. Er ist zudem durch eine Nebensgeschichte sehr spannend gehalten, die man neben der Hauptgeschichte zu sehen bekommt und dessen Szenen sich sehr gut verbinden. Man kann sich danach auch sehr gut drüber unterhalten und austauschen und ich muss zudem zugeben, dass ich diese Zeit auf so einer Art und Weise noch nie zuvor in einem Film gesehen habe.

Juliet beim Tanzen mit Mark Reynolds (Glen Powell)
Juliet beim Tanzen mit Mark Reynolds (Glen Powell) © Studiocanal GmbH
Jedoch hat der Film auch zwei kleinere Haken. Zum einen plätschert er für meinen Geschmack etwas zu sehr vor sich hin - 5-10 Minuten weniger hätten ihm bestimmt besser getan - und zum anderen ist er ist teilweise etwas zu vorhersehbar. Doch abgesehen davon hat der Film mir doch großen Spaß gemacht.


Fazit:
Der Film ist für all die jenigen die sich gerne solche Art von Kriegsdramen anschauen und die sich dafür interessieren wie die Zeit früher so war. Doch auch die Fans von Lily James, nach ihrer wirklich überzeugenenden Rolle in “Mamma Mia - Here we go again” kommen hier auf ihre Kosten. Genauso wie auch in diesem Film spielt sie hier wieder stark und es macht Spaß ihr zuzusehen. Zudem strahlt sie einfach eine Glückseligkeit aus die schön ist.
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Bilder © StudioCanal