Deadpool

Deadpool (2016), USA
Laufzeit: - FSK: 16 - Genre: Action / Abenteuer / Science-Fiction
Kinostart Deutschland: - Verleih: 20th Century Fox

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Deadpool Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf Blu-ray und DVD

Inhalt

Marvels unkonventionellster Antiheld DEADPOOL ist die Geschichte eines früheren Special Forces Agenten, der als Söldner Wade Wilson tätig ist und als solcher eines Tages zum Versuchsobjekt eines zweifelhaften und grausamen Experiments wird. Als Folge dessen kann sein Körper schneller heilen als bei einem normalen Menschen und er nimmt den Alter Ego DEADPOOL an. Gestärkt mit seinen neuen Fähigkeiten und einer großen Prise schwarzen Humors geht Deadpool auf die Jagd nach dem Mann, der fast sein Leben zerstört hätte!

Ryan Reynolds, Morena Baccarin und Ed Skrein | mehr Cast & Crew


Deadpool - Trailer




DVD und Blu-ray | Deadpool

Blu-ray
Deadpool Deadpool
Blu-ray Start:
23.06.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 108 min.
Deadpool (Steelbook) Deadpool (Steelbook)
Blu-ray Start:
23.06.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 108 min.
Deadpool (4K Ultra HD) Deadpool (4K Ultra HD)
Blu-ray Start:
23.06.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 108 min.
DVD
Deadpool Deadpool
DVD Start:
23.06.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 104 min.

Filmkritik Deadpool

Filmwertung: | 8/10


Er bedroht, verprügelt und tötet die „richtig“ bösen Jungs für Geld. Er ist kein Held, sondern ein Arsch. Und er macht auch keinen Hehl daraus. Wade Wilson (Ryan Reynolds) ist ein überhebliches, selbstgefälliges Großmaul. Deadpool SzenenbildBis er eines Tages Vanessa Carlysle (Morena Baccarin) trifft. Schnell wird beiden klar: Sie ist perfekt für ihn und er ist perfekt für sie. Zum allerersten Mal in ihren Leben sind sie glücklich und glauben an eine vielversprechende Zukunft – bis zu dem Moment der alles verändert. Diagnose: Tumor im Endstadium.
Für Wade gibt es keine Hoffnung mehr, was letztlich dazu führt, dass er in seiner Verzweiflung einwilligt, an einem speziellen Programm teilzunehmen, durch welches er wieder gesund werden könnte und ihn vor allem noch „besser“ macht, als er je gewesen ist. Es folgt die Erschaffung von Deadpool.

Klingt im ersten Moment, wie eine Liebesgeschichte mit „X-Men“-Flair. Ist es aber nicht.
Na ja – nicht ganz. „DEADPOOL“ ist einfach anders. Es gibt sicher viele Worte ihn zu beschreiben. Makaber, brutal, albern, sexistisch, sadistisch und vor allem anstrengend. Er ist das Paradebeispiel eines Anti-Helden und jeder, der die Comics kennt, weiß das bereits. Auch wer „X-Men Origins: Wolverine“ (2009) gesehen hat, konnte sich einen ersten Eindruck von seinem respektlosen, vor Sarkasmus strotzenden Charakter verschaffen.

Wie schon bei X-Men schlüpft Schauspieler und Produzent Ryan Reynolds (Green Lantern, A Million Ways to Die in the West) in die Rolle des Wade Wilson alias Deadpool. Trotz seiner „Superhelden“-Vergangenheit, die nicht gerade von Erfolg gekrönt war, kann man dieses Mal eigentlich nur den Hut ziehen. Sensationell! Die Rolle scheint ihm förmlich auf den Leib geschrieben worden zu sein. Er ist ein Großmaul, er provoziert und hält in 109 Minuten nicht ein Mal die Klappe. Jedem normalen Menschen würde sein Getue früher oder später auf die Nerven gehen, doch tatsächlich hat man richtig Spaß daran ihm zuzuschauen. Zugegeben, sein scheinbar unerschöpflicher Pool an dummen Sprüchen verliert zum Ende hin etwas an „Qualität“. Wobei das auch der Übersetzung geschuldet sein könnte. Nichtdestotrotz: Richtig geile Nummer Herr Reynolds!
Deadpool Szenenbild Natürlich haben die beiden Drehbuchautoren Paul Wernick (G.I. Joe 2: Die Abrechnung, Zombieland) und Rhett Reese (G.I. Joe 2: Die Abrechnung, Zombieland) einen entscheidenden Beitrag dazu geleistet. Regisseur Tim Miller, der mit diesem Werk sein Langfilmdebüt feiert, hat sich ebenfalls großes Lob verdient und Deadpool genau in das Licht gerückt, was ihm, sagen wir, besonders „schmeichelt“. Doch nicht nur die Umsetzung ist gelungen. Die Story ist dramaturgisch sehr gut aufgebaut, denn man bekommt bröckchenweise die Geschichte erzählt, die hinter dem Mann mit der rot-schwarzen Maske steht. Somit kommt keine Langeweile auf durch einen geballten Überschuss an Gewalt- und Actionszenen. Für eine gute Portion Humor sorgen daneben die zwei äußerst sympathischen und friedliebenden X-Men Colossus (Stefan Kapicic) und Teenager-Mutantin Negasonic Teenage Warhead (Brianna Hildebrand), die Deadpool verzweifelt dazu bringen wollen, seine Kraft für das Gute - also das wirklich Gute - einzusetzen. Außerdem tragen sie maßgeblich dazu bei, die Ernsthaftigkeit und den Zorn, der durch Deadpools Suche nach seinem Peiniger Francis (Ed Skrein) transportiert wird, zu entschärfen.

Das Besondere im Film ist zudem die Erzählform. Denn hier wird die Vierte Wand durchbrochen - die sogenannte „unsichtbare Wand“ zum Zuschauer. Deadpool SzenenbildDenn Deadpool weiß, dass er in einem Film spielt und er weiß, dass er eine Comic-Figur ist. Das mag im ersten Moment etwas irritierend wirken, ist aber eigentlich genial. So baut er eine direkte Verbindung zum Publikum auf und zeigt ihnen vollkommen unverblümt, wie er tickt. Da er in diesen Situationen stets seine Maske trägt, bleibt dennoch ein gewisser Abstand zum Zuschauer erhalten.


Fazit:
Fakt ist: Man muss kein Fan sein, um „DEADPOOL“ sehen zu können. Wer jedoch auf einen arroganten Sprücheklopfer verzichten kann und sogar - trotz des Trailers - noch an einen heroischen X-Men glaubt, der sollte sich dieses Spektakel lieber schenken. „DEADPOOL“ ist in seiner Art und Weise einfach einzigartig, vollkommen unverschämt, plump, ekelhaft und doch zum Totlachen. Dieser Film bietet eigentlich alles, was einen Kinofilm ausmacht. Es lohnt sich!
by

Bilder © 20th Century Fox