Planet der Affen: Revolution

Dawn of the Planet of the Apes (2014), USA
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Science-Fiction / Action
Kinostart Deutschland: - Verleih: 20th Century Fox

Planet der Affen: Revolution Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Andy Serkis, der für seine Darstellung in Planet der Affen: Prevolution gefeiert wurde, kehrt in seiner Rolle als Caesar zurück. Weitere Schauspieler in DAWN OF THE PLANET OF THE APES sind Jason Clarke (Zero Dark Thirty, Public Enemies, Der große Gatsby), Gary Oldman (The Dark Knight Rises, Harry-Potter-Reihe), Keri Russell (The Americans, Mission: Impossible III), Toby Kebbell (Prince of Persia, Zorn der Titanen, Rock N Rolla), Kodi Smit-McPhee (Let Me In, ParaNorman), Enrique Murciano (Traffic, Black Hawk Down), Kirk Acevedo (Der schmale Grat) und Judy Greer (The Descendants, Three Kings, 30 über Nacht).

Jason Clarke, Gary Oldman und Andy Serkis | mehr Cast & Crew


DVD und Blu-ray | Planet der Affen: Revolution

Blu-ray
Planet der Affen: Revolution Planet der Affen: Revolution
Blu-ray Start:
05.12.2014
FSK: 12 - Laufzeit: 130 min.
Planet der Affen: Revolution (3D Blu-ray) Planet der Affen: Revolution (3D Blu-ray)
Blu-ray Start:
05.12.2014
FSK: 12 - Laufzeit: 130 min.
Planet der Affen: Revolution (4K Ultra HD) Planet der Affen: Revolution (4K Ultra HD)
Blu-ray Start:
29.06.2017
FSK: 12 - Laufzeit: 130 min.
DVD
Planet der Affen: Revolution Planet der Affen: Revolution
DVD Start:
05.12.2014
FSK: 12 - Laufzeit: 125 min.

zur DVD Kritik

Filmkritik Planet der Affen: Revolution

Filmwertung: | 7/10


1968 schuf Franklin J. Schaffer mit seinem Science Fiction-Film „Der Planet der Affen“, basierend auf der Literaturvorlage, einen Klassiker. Es folgten vier Sequels und ein wenig erfolgreiches Remake, bis Rupert Wyatt 2011 das Franchise mit „Planet der Affen: Prevolution“ neu belebte. Regisseur Matt Reeves knüpft an diese Geschichte an und zeigt, wie sich die Welt in den letzten zehn Jahren nach dem verheerenden Virus weiterentwickelt hat. Der hochintelligente Schimpanse Caesar (Andy Serkis), der einst von Menschenhand aufgezogen wurde, lebt mit seinen Artgenossen in den Wäldern außerhalb von San Francisco. Mehr als zweitausend Affen vertrauen ihm. Doch als ihr Oberhaupt Menschen Zutritt in sein Refugium gewährt, droht der Aufstand. Es entbrennt ein bestialischer Krieg zwischen Menschen und Primaten, der auf beiden Seiten seine Opfer fordert.

„Cloverfield“-Regisseur Matt Reeves beginnt seinen Film mit der Betrachtung der Welt. Während die Menschheit allmählich durch die Auswirkungen des Virus ausgerottet wird, beginnt für die intelligenten Affen in Muir Wood ein neuer Lebensabschnitt. Fernab der Menschen haben sie sich ein eigenes Reich aufgebaut und leben in friedlicher Eintracht mit der Natur. Über zweitausend Schimpansen, Gorillas und Orang-Utans haben die Wälder bevölkert. Sie alle hören auf Schimpanse Caesar, den der Zuschauer aus dem Vorgängerfilm wiedererkennt. Trotz der brisanten Lage bringt der Affenanführer den Menschen noch immer Sympathie entgegen. Doch seine Ansichten und das ungebrochene Vertrauen an die Menschen bringt seine Führungsposition ins Schwanken. Gollum-Darsteller Andy Serkis, der erneut für die Rolle des Affenanführers Caesar in den Motion-Capture-Anzug schlüpfte, offenbart dem Zuschauer die Hierarchie einer tierischen Welt. Doch diese ist der, der Menschen nicht mehr weit entfernt. Trotz ihres Lebensraums sind die Affen durch ihre Intelligenz bereits vermenschlicht und haben ihr Leben nach höheren Prinzipien strukturiert und organisiert. Die sich anbahnende Gesellschaftskritik wird durch die Affengemeinschaft im Ansatz stilisiert und lässt sich nahezu auf den menschlichen Alltag beziehen.
Mit Tobey Kebbell („The Fantastic Four“) als kriegerischer Koba ist ein diabolischer Gegenspieler gefunden, der mit List und Tücke die Autorität des Anführers untergräbt. Selbst den naiven Sohn des Rudelführers (Nick Thurston) macht er sich als Werkzeug für seinen Plan zunutze, wodurch sich eine unausweichliche Vater-Sohn-Problematik anbahnt.
Auch wenn die Geschichte gekonnt Elemente des Thrillers aufgreift, verliert sich die raffinierte Geschichte zum Ende hin in einem visuellen Actionspektakel. Die Effekte sind schlichtweg bemerkenswert und vereinen realistische Kulissen mit computergenerierten Figuren. Die dank des Motion-Capture-Verfahrens erzeugten fotorealistischen Bewegungen lassen die Heerscharen der Primaten lebensecht erscheinen. Die ausführlich eingeführte Affengemeinschaft, die in familiären Gruppierungen lebt und über Zeichensprache kommuniziert, erweckt beim Zuschauer Faszination. So erscheinen auch die Probleme und Sorgen der Affen zutiefst menschlich und bieten ausreichend Identifikationspotenzial für das Kinopublikum. Erwartungsgemäß nehmen die Affen den Fokus des Films ein und drängen die menschlichen Darsteller an den Rand der Handlung. Gary Oldman und Jason Clarke bleiben als blasse Figuren am äußeren Rahmen stehen und dienen der Handlung lediglich zur Eskalation. Der Konflikt nimmt zum Ende des Films an Tempo zu, bevor sich das Finale in spektakulären Actionszenen gipfelt, in denen Realfiguren und Computerwesen grenzenlos miteinander verschwimmen. Hier wäre eindeutig weniger mehr gewesen, was auch die Laufzeit des Films etwas erträglicher gemacht hätte, da sich immer wieder kleine Längen einschleichen.

Fazit: Mit „Planet der Affen: Revolution“ stellt Matt Reeves unter Beweis, dass man dank modernster Technik Affen lebensecht auf die Kinoleinwand zaubern kann. Während der Film aufgrund des technischen Aufwands überzeugt, verliert sich die Handlung in ausufernden Schlachten zwischen Mensch und Primat. Trotz der auftretenden Längen knüpft der Science Fiction-Film nahtlos an seinen Vorgänger an.

by

Bilder © 20th Century Fox