Das Leben ist nichts für Feiglinge

Das Leben ist nichts für Feiglinge (2012), Deutschland
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Komödie / Drama
Kinostart Deutschland: - Verleih: Senator Filmverleih

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Das Leben ist nichts für Feiglinge Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Dass das Schicksal manchmal hart zuschlägt gehört zum Leben wie das Amen nach dem Trauergottesdienst. Was aber, wenn es soweit ist - etwa wenn man einen geliebten Menschen verliert? Markus Färber (Wotan Wilke Möhring) und seine Tochter Kim (Helen Woigk) wissen es beide nicht. Denn als Babette Färber, Ehefrau und Mutter, völlig überraschend und auf durchaus nicht alltägliche Weise aus dem Leben scheidet, sind sie wie paralysiert. Markus versucht die Reste der Normalität zusammenzusammeln und tut so, als sei nicht viel passiert - was natürlich nicht funktioniert. Kim wiederum fühlt sich allein gelassen und zieht sich noch weiter zurück, als sie es ohnehin schon getan hatte - bis sie es nicht mehr aushält und mit ihrem Schwarm Alex (Frederick Lau) durchbrennt. Markus bleibt nichts anderes übrig als sich auf die Suche nach ihr zu machen - zusammen mit seiner Mutter Gerlinde (Christine Schorn) und ihrer durchgeknallt-gewöhnungsbedürftigen Pflegerin Paula (Rosalie Thomass), die eigentlich Schauspielerin werden möchte und Gerlinde das Leben und ihre Krankheit mit ihrem speziellen Humor und ganz besonderen Keksen versüßt. Gemeinsam fahren sie los und begeben sich auf eine turbulente Reise, auf der sie nicht nur einander suchen, sondern auch beginnen, einen Weg zurück ins Leben zu finden...

Wotan Wilke Möhring, Helen Woigk und Christine Schorn | mehr Cast & Crew


Das Leben ist nichts für Feiglinge - Trailer




DVD und Blu-ray | Das Leben ist nichts für Feiglinge

Blu-ray
Das Leben ist nichts für Feiglinge Das Leben ist nichts für Feiglinge
Blu-ray Start:
04.10.2013
FSK: 12 - Laufzeit: 97 min.
DVD
Das Leben ist nichts für Feiglinge Das Leben ist nichts für Feiglinge
DVD Start:
04.10.2013
FSK: 12 - Laufzeit: 93 min.

Filmkritik Das Leben ist nichts für Feiglinge

Filmwertung: | 7/10


„Das Leben ist nichts für Feiglinge“ (Deutschland, 2012) erzählt eine Geschichte über Verlust, Trauer und darüber, dass man lernen muss loszulassen. Dabei schafft es der Film, die richtige Balance zwischen Tragik und Komik zu finden.

Als Babette Färber überraschend stirbt, hinterlässt sie einen Mann, eine Schwiegermutter und eine Tochter, die nicht wissen, wie das Leben ohne sie weiter gehen soll. Ihr Mann Markus (Wotan Wilke Möhring) versucht die Normalität aufrecht zu halten, aber versinkt immer mehr im Selbstmitleid. Die Schwiegermutter Gerlinde (Christine Schorn) möchte eigentlich für ihren Sohn da sein, aber erkrankt an Krebs. Um die Familie nicht zu belasten, behauptet sie, sie sei in Urlaub gefahren. Zu Hause wird sie dann von der Pflegerin Paula (Rosalie Thomass) unterstützt. Die Tochter Kim (Helen Woigk) verarbeitet ihre Trauer durch Rebellion und verschwindet kurzerhand zusammen mit ihrem Schwarm Alex (Frederick Lau) nach Dänemark. (Die restliche Familie macht sich nun auf die Suche nach Kim.)

Noch bevor Gernot Gricksch („Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe“) seinen Roman „Das Leben ist nichts für Feiglinge“ fertiggestellt hatte, sendete er eine Rohfassung an den Regisseur André Erkau (bekannt für „Selbstgespräche“ (2007) und „Arschkalt“ (2011)). Dieser war sofort begeistert und wollte den Stoff in einen Film umwandeln. Für das Drehbuch ist ebenfalls der Autor Gricksch verantwortlich. Zusammen mit dem Regisseur und dem Produzenten Michael Eckelt haben sie die Essenz des Buches in ein Filmskript umgewandelt. Herausgekommen ist eine zarte Geschichte mit der richtigen Prise Humor über das Verarbeiten eines zu großen Verlustes. Die drei Familienmitglieder zeigen drei mögliche Arten damit umzugehen. Auch wenn die Geschichte selbst keine großen Überraschungen birgt und bekannte Wendungen bietet, kann sie mit authentischen Gefühlen und Situationen aufwarten. Vor allem die Dialoge zeugen von bissigem Humor und speisen sich aus Alltagserlebnissen. Die Charaktere sind trotz leichter Überspitzung natürlich entwickelt worden. Die Schauspieler für diese Rollen wurden gut ausgewählt. Wotan Wilke Möhring spielt den überforderten Vater mit viel Sympathie und Herzenswärme. Helen Woigk stellt in ihrem Kinodebütfilm die perfekte Inkarnation eines verletzlichen, rebellischen Teenagers dar. Alle anderen Darsteller haben sich ebenfalls perfekt in ihre Rolle eingefunden. Rosalie Thomass sticht hierbei noch einmal als quirlige, lebenslustige Paula hervor.

Fazit: Der deutsche Film „Das Leben ist nichts für Feiglinge“ ist eine warmherzige Tragikkomödie, die es schafft, das Leid der Protagonisten fühlbar zu machen. Erkau ist ein stimmiger Film gelungen mit gut besetzten Rollen, passender Musik und schön eingefangenen Bildern.

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Bilder © Senator Filmverleih