Das Haus Anubis - Pfad der 7 Sünden

Das Haus Anubis - Pfad der 7 Sünden (2012), Deutschland
Laufzeit: - FSK: 0 - Genre: Abenteuer / Mysterie
Kinostart Deutschland: - Verleih: Studio 100 / Central

Das Haus Anubis - Pfad der 7 Sünden Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Während eines Internatsausflugs verschlägt es Daniel (Daniel Wilken) und seine Freunde plötzlich in eine mystische Welt. In mittelalterlicher Umgebung muss Daniel nicht nur seine Mitstreiter retten, sondern auch noch um die Liebe zu Nina (Kristina Schmidt) kämpfen! Wird es angesichts ungeahnter Gefahren auf dem Pfad der 7 Sünden ein Happy End geben?

Im Film verlassen die vertrauten Serienstars erstmals die Internatsumgebung und werden von Collien Ulmen-Fernandes, Smudo und Bert Tischendorf in spannenden Nebenrollen unterstützt. Ob die drei nun Daniel bei seinem Trip in die Vergangenheit helfen werden, bei seinem Kampf um die Liebe zu Nina zur Seite stehen, oder ob sie ganz andere Dinge im Schilde führen, wird sich spätestens im April 2012 im Kino zeigen




DVD und Blu-ray | Das Haus Anubis - Pfad der 7 Sünden

DVD
Das Haus Anubis - Pfad der 7 Sünden Das Haus Anubis - Pfad der 7 Sünden
DVD Start:
20.09.2012
FSK: 0 - Laufzeit: 80 min.

Filmkritik Das Haus Anubis - Pfad der 7 Sünden

Filmwertung: | 3/10


Nachdem sich die niederländische Kinder-Mysterie-Serie „Het Huis Anubis“ innerhalb weniger Wochen, nach ihrem Start 2006, als erfolgreichste Mysterie-Soap in den Beneluxstaaten etablieren konnte, folgte 2009 die deutsche Version. Diese wurde mit deutschsprachigen Darstellern als aufwendige Eigenproduktion von Nickelodeon hergestellt. Es folgten englischsprachige Versionen für Großbritannien und die USA und eine spanische Synchronisation für die lateinamerikanischen Länder. Basierend auf der Handlung der TV-Serie hat Regisseur Jorkos Damen für die Clique ein fantastisches Abenteuer inszeniert, dass nun auch Fans ins Kino locken soll. Ob die klischeelastige Inszenierung einer Schulromantik, gespickt mit tiefgründigen sowie existenzgefährdenden Teenagerproblemen, dies wirklich leisten kann ist fraglich.

Durch einen verwunschenen Rind, den Daniel (Daniel Wilken) seiner Freundin Nina (Kristina Schmidt) als Zeichen seiner Liebe schenkt, werden die neun Jugendlichen ins Mittelalter katapultiert. Da sich die Freunde bereits in der TV-Serie gegen die Mysterien der Welt behaupten müssen, nehmen sie auch die Zeitreise völlig unbeeindruckt hin und stellen sich der neuen Situation. Auf der Suche nach Nina erfahren sie am eigenen Leib schlechte Charaktereigenschaften, die sich im Laufe der Handlung als die sieben Todsünden offenbaren. Das diese seit der Spätantike bekanntlich die Natur des Menschen prägen, soll anhand der Prüfungen verdeutlicht werden. Die Idee ist nicht erdacht, die Umsetzung von Eitelkeit, Habgier, Begehren, Zorn, Völlerei, Neid und Faulheit kann jedoch wenig überzeugen. Während die ersten Sünden noch problemlos erkannt werden können, werden die Prüfungen zum Ende hin nahezu vermischt. Magnus (Marc Dumitru), Kaya (Karim Günes), Felix (Florian Prokop), Delia (Fanziska Alber), Lucy (Alicia Endemann), Mara (Féréba Koné) und Charlotte (Alexa Benkert) geben ihr Bestes, um sich in den einzelnen Missionen zu behaupten. Doch auf dem Prinzip der „zehn kleinen Negerlein“ wird die Gruppe von Aufgabe zu Aufgabe immer kleiner. Am Ende bleiben nur noch zwei übrig, die durch Ritter Roman (Bert Tischendorf) zum Kampf verleitet werden. Das Ende ist von vorneherein ersichtlich. Der Ritter wird mit seiner vermissten Prinzessin Rosalinde (Collien Ulmen-Fernandes) wiedervereint. Und auch Daniel gelingt es, seine Nina zu retten. Magister Marduck (Smudo) bekommt natürlich seine gerechte Strafe, sodass der Weltfrieden der Internatsschüler wieder hergestellt werden kann. Schmachtende Dialoge und mangelhaftes Schauspiel aller Darsteller lassen den Film lächerlich erscheinen. Ebenso einfach und unglaubwürdig wurde auch die mittelalterliche Kulisse geschaffen. Fehler in den Details sind ebenfalls sehr pedantisch gewählt: Jahrhunderte alte Bücher weisen eine deutlich erkennbare Computerschrift auf, Kunstblumen säumen den Waldweg und die abenteuerlichen Kostüme passen weder in die Vergangenheit, noch in die moderne Neuzeit.

Die TV-Serie, die als Grundlage für den ersten Kinofilm verstanden werden kann, ist für die jugendliche Zielgruppe zwischen zwölf und vierzehn Jahren konzipiert. Der Kinofilm startet ohne Altersangabe, was keinesfalls verkehrt ist. Auch wenn Kinder unter 10 Jahren vermutlich die spätantiken Relationen, die sich um die sieben Todsünden ranken, nicht im weitesten Sinne fassen können, werden sie noch Gefallen an der gutgemeinten Inszenierung finden.

Fazit: Unausgereifte Kinoadaption der Kinder-Mysterie-Soap
by Sandy Kolbuch

Bilder © Studio 100 / Central


Cast und Crew