Das Belko Experiment

The Belko Experiment (2017), USA
Laufzeit: - FSK: 18 - Genre: Action / Horror / Thriller
Kinostart Deutschland: - Verleih: Kinostar / Orion Pictures

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Das Belko Experiment Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf Blu-ray und DVD

Inhalt

Während eines heimtückischen Sozialexperiments, ist eine Gruppe von 80 Amerikanern in ihrem Büro-Komplex in Bogata, Kolumbien, eingeschlossen. Sie werden von einer unbekannten Stimme aus dem firmeninternen Kommunikationssystem angewiesen, an einem mörderischen Spiel von Töten-oder-Getötet-werden teilzunehmen.

Stephen Blackehart, John Gallagher Jr. und Michael Rooker | mehr Cast & Crew


Das Belko Experiment - Trailer




DVD und Blu-ray | Das Belko Experiment

Blu-ray
Das Belko Experiment Das Belko Experiment
Blu-ray Start:
19.10.2017
FSK: 18 - Laufzeit: 88 min.
DVD
Das Belko Experiment Das Belko Experiment
DVD Start:
19.10.2017
FSK: 18 - Laufzeit: 88 min.

Filmkritik Das Belko Experiment

Filmwertung: | 9/10


„Das Belko Experiment“ handelt von einem amerikanischen Unternehmen, dessen kolumbianische Niederlassung zum Schauplatz eines ethisch äußerst fragwürdigen sozialen Experiments wird. Die Abgeschiedenheit der Außenstelle bietet perfekte Laborbedingungen, um die Probanden von der Außenwelt zu isolieren. Das Belko Experiment SzenenbildDie Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Unternehmens werden in ihrer Isolation dazu gezwungen, eine gewisse Anzahl der Kollegen und Kolleginnen zum Tode zu verurteilen und dieses Urteil umgehend zu vollziehen. Kommen sie diesen Anweisungen nicht nach, wird die doppelte Anzahl von den Beobachtern von außen getötet. Möge das Töten beginnen …

„Das Belko Experiment“ kommt also mit einem denkbar simplen Plot daher, der nur allzu schnell dazu einlädt, einen Film in Saw-Manier zu erwarten. Während sich die besagte Filmreihe von Teil zu Teil immer mehr zu einer Gewaltorgie hochschraubt, haben wir mit „Das Belko Experiment“ einen Film, der sich glücklicherweise nicht in einer Aneinanderreihung von möglichst perfiden und heftigen Tötungsszenarien verliert. Vielmehr findet sich der Film direkt in der Mitte zwischen expliziter Gewalt und einer gewissen psychologischen Tiefe ein und überwindet schnell die unwillkürlich auftretende Assoziation mit den Saw-Filmen.

Dies gelingt nicht zuletzt durch die konsequente Charakterarbeit, welche hier der Gewaltdarstellung eindeutig übergeordnet ist. Das Belko Experiment SzenenbildHut ab für James Gunn, der als Autor dieses Films in dieser Hinsicht ganze Arbeit geleistet hat und an die Schauspielriege, die mit einer super Darstellerleistung brilliert. Dadurch gewinnt der Film gleich in mehrerlei Hinsicht.

Die Charaktere wachsen einem schnell ans Herz oder wirken sinnhaft abstoßend, sodass man sich als Zuschauer schnell positionieren kann. Alles in allem aber, geht kaum ein Todesfall an einem vorbei. Schock, Erleichterung, vielleicht sogar zu einem gewissen Maße Trauer ist die Bandbreite an Emotionen, die in einem hervorgerufen werden, wenn es den einen oder die andere nach und nach erwischt. Dass das funktioniert, obwohl gar nicht mal so viel Zeit auf die Einführung der Figuren verwandt wird, ist beachtlich. Dabei stört nicht mal, dass die Figuren zu Beginn wie wandelnde Klischees auf einen wirken. Das bleiben sie ja auch nicht lange, denn sobald der Ausnahmezustand ausgerufen ist, lassen sowieso alle die Hüllen fallen und zeigen schnell ihr wahres Gesicht.

Schon bald geht es drunter und drüber. Dabei passiert so viel, dass der Film länger wirkt, als er eigentlich ist. Dabei kann von Langeweile jedoch überhaupt nicht die Rede sein. Im Gegenteil: der Film zeigt, über seine Laufzeit hinweg, kaum, bis gar keine Ermüdungserscheinungen und ist durchweg spannend.

Das Belko Experiment Szenenbild Nur das Ende lässt ein zu wünschen übrig. Die dort erfolgende Einbettung des Geschehens in einen größeren Zusammenhang kommt ziemlich substanzlos daher. Die Motivation für ein solches Experiment wirkt ein Stück weit sinnlos und überflüssig. Dabei ist die Frage, ob es tatsächlich nötig ist, das Gezeigte überhaupt in der Weise mit einem Kontext zu versehen. Vielleicht wäre die Wucht des Films letztlich noch stärker, wenn man diesen Teil einfach ausgespart hätte. Nichtsdestotrotz zählt der Film zu den besseren Vertretern des Genres.


Fazit:
„Das Belko Experiment“ ist ein Film, bei dem ein Vergleich mit Genreverwandten unweigerlich stattfindet. Trotz des dünnen Plots besticht der Film durch eine durchgehend gute Schauspielleistung und einer konsequenten Charakterarbeit. Durch das Gleichgewicht zwischen expliziter Gewaltdarstellung und der Konzentration auf die Charaktere dauert es jedoch nicht lange, bis der Film die Altlasten anderer Filme dieses Genres abstreift. Vielmehr sticht er im Genre sogar heraus und erreicht dadurch sogar die Qualität eines „Battle Royal“(Jap. 2000). „Das Belko Experiment“ zeigt eindrucksvoll, dass manchmal weniger tatsächlich mehr sein kann. Super Film mit kleinen Abstrichen!
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Bilder © Kinostar / Orion Pictures