Das schönste Mädchen der Welt

Das schönste Mädchen der Welt (2018), Deutschland
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Komödie
Kinostart Deutschland: - Verleih: Tobis Film

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Das schönste Mädchen der Welt Filmplakat -> zur Filmkritik

Inhalt

Roxy ist neu in der Klasse und verdreht gleich allen Jungs den Kopf. Die schlagfertige 17-Jährige ist gerade von ihrer alten Schule geflogen und hat null Bock auf die anstehende Klassenfahrt nach Berlin. Im Bus freundet sie sich mit dem sensiblen Außenseiter Cyril an, der sie mit seinem Wortwitz überrascht. Cyril ist sofort Feuer und Flamme, rechnet sich aber keine Chancen aus, denn er wird von allen wegen seiner großen Nase verspottet. Roxy interessiert sich außerdem mehr für den attraktiven Rick. Blöderweise ist der ein geistiger Tiefflieger und bringt keine drei Worte am Stück raus. Als auch noch Aufreißer Benno ein Auge auf Roxy wirft, startet Cyril eine waghalsige Verkupplungsaktion, um Roxy vor Bennos falschem Spiel zu schützen: Er schreibt für Rick coole Songs und romantische SMS, damit dieser bei Roxy ganz groß auftrumpft. Wer wird am Ende das Herz des „schönsten Mädchen der Welt“ erobern?

Luna Wedler, Aaron Hilmer und Damian Hardung | mehr Cast & Crew


Das schönste Mädchen der Welt - Trailer




Filmkritik Das schönste Mädchen der Welt

Filmwertung: | 9/10


Dieser Film basiert auf dem französischen Buch “ Cadets de Gascogne“ welches im 16 Jahrhundert verfasst wurde. Im Kern geht es um dasselbe, es wurde nur von der Machart auf eine heutige Qualität gehoben. Cyril ist ein sensibler Außenseiter der von jedem wegen seiner zu großen Nase ausgeschlossen und verspottet wird. In seiner Freizeit tritt er, mit einer Maske, bei so manchem Rap-Battle an. Er kann wirklich gut singen und hat ein starkes Selbstbewusstsein, wenn er die Maske trägt. Wenn er diese jedoch abnimmt fühlt er sich direkt hässlich und anders. Er verschließt sich und traut sich nicht seine Meinung auszusprechen. Dies ändert sich aber schlagartig als er eine neue Mitschülerin bekommt. Roxy verdreht direkt allen Jungs den Kopf. Die schlagfertige 17-Jährige ist von ihrer alten Schule geflogen und hat absolut kein Interesse daran wieder auf eine neue Schule zu gehen, geschweige denn mit auf Klassenfahrt nach Berlin zu fahren. Als sich jedoch Cyril und Roxie begegnen merken sie schnell was sie für eine gute Bindung zueinander haben und Cyril verliebt sich schnell. Aus Angst Roxie könnte diese Liebe aber in keinster weise erwidern verheimlicht er es ihr und schickt anstelle den attraktiven Rick vor. Dieser jedoch sieht zwar vielleicht gut aus, ist aber ganz eindeutig nicht der Hellste. So muss Cyril im Hintergrund die richtigen Fäden ziehen und dafür sorgen, dass sich Rick nichts Falsches macht oder sagt. Doch umso näher Roxie Rick kommt umso größer wird Cyrils Verlangen nach ihr und schon sehr bald ist das Drama perfekt und es bleibt die Frage offen für wen sich Roxie am Ende entscheiden wird.

Roxy (Luna Wedler) und Cyril (Aaron Hilmer)
Roxy (Luna Wedler) und Cyril (Aaron Hilmer) © Tobis Film
Nach Filmen wie “303“, “Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ und “Ballon“ beweist das deutsche Kino mit diesem Film zum vierten Mal in so kurzer Zeit, dass es sich sehr gut weiterentwickelt und immer stärker wird. Filme wie “Safari – Match me if you can“, der schnell nahende “Klassentreffen 1.0“ und der Film “Hot Dog“ können zwar dieser Aussage in keinsterweise gerecht werden, doch abgesehen davon haben wir dieses Jahr wirklich Glück mit unseren deutschen Filmen und ich freue mich schon sehr darauf wie es in Zukunft damit weitergeht. Diesen Film macht das Zusammenspiel aus Teenagerkomödie und einer wunderbar eingefangenen Liebesromanze so besonders. Doch vor allem seine zwei Hauptdarsteller Roxie und Cyril haben mich begeistert. Sowohl die 19 Jährige Luna Wedler die Roxie spielt, als auch der gleichaltrige Aaron Hilmer der Cyril verkörpert. Beiden nimmt man ihre Rollen enorm gut ab und es sind beides wirklich tolle Jungschauspieler wo ich mich schon sehr drauf freue mehr von ihnen sehen zu dürfen. Neben diesen beiden ist mir aber auch Anke Engelke als Cyrils Mutter positiv aufgefallen. Es ist schön sie hier mal in einer ernsteren Rolle sehen zu dürfen und auch sie verkörpert ihre Rolle wirklich gut und hat zum Ende hin so manchen Tipp gegeben über den ich auch nach dem Film noch etwas nachgedacht habe. Viele der Personen, die der Film ansprechen soll, gehen aber vermutlich wegen den zwei Youtubern “Jonas Ems“ und “Julia Beautx“, die zusammen über 3,8 Millionen Follower auf Youtube haben, in den Film. Musik hat er überraschend viel und sehr gute. So manche Szene wird hier durch Musik ausgedrückt. Sowohl in Rap-Battles als auch anderer Musik. Man nimmt nach dem Trailer nicht an, dass das ein wichtiger Bestandteil des fertigen Films sein wird, ist dann aber wirklich überrascht. “Das schönste Mädchen der Welt“ zeigt einfach so viel frische gute Ideen und das auch in seiner Musik. Die wohl stärksten Szenen ist die Szene im Museum, welches man schon kurz im Trailer sehen kann, und das letzte Rap-Battle.

Rick (Damian Hardung) und Cyril (Aaron Hilmer)
Rick (Damian Hardung) und Cyril (Aaron Hilmer) © Tobis Film
Man merkt, ich bin vom Film begeistert und das obwohl meine Erwartungen nicht so enorm hoch waren. “Das schönste Mädchen der Welt“ macht so viel richtig und ist dabei ein guter Beweis, dass das deutsche Kino mehr zu bieten hat als Einheitsbrei. Der Film ist zur richtigen Zeit erschienen und wird wohl so manchem helfen besser mit sich und seinen Problemen klar zu kommen und nicht irgendwie zu denken man müsste sich wegen seiner Makel verstecken. Die oder der Richtige liebt einen auch egal ob man eine zu große Nase, abstehende Ohren, zu kleine Brüste oder sonstiges hat. Diese Person die einen nimmt wie man ist und trotzdem liebt, ist für einen das schönste Mädchen/der schönste Junge der Welt und das möchte der Film zeigen. Es gibt nicht nur die eine bzw. den einen Schönen, sondern für jeden einzelnen gibt es jemand anderes den er so ansieht. Dieser Film ist gut für die heutige Jugend und gibt ihnen so manchen Tipp mit, wo es leicht fällt sich nach dem Kinobesuch gut zu unterhalten und darüber zu diskutieren.

Anja (Anke Engelke)
Anja (Anke Engelke) © Tobis Film
Doch auch der Film hat seinen Haken und das hat mich persönlich zwar nicht so stark gestört, bei meiner Begleitung habe ich aber gemerkt, dass hier für so manchen vielleicht ein wenig zu heftige Jugendsprache gesprochen wird und die Rap-Battles einen oftmals aus dem eigentlichen Geschehen herausbringen, als dass sie Spaß machen.


Fazit:
Abschließend lässt sich zusammenfassen, es ist ein gelungenes deutsches Teenagerdrama, dass wirklich überzeugen kann. Es ist so liebevoll in Szene gesetzt, dass man es einfach mögen muss. Ich hoffe sehr für den Film, dass er gut beim Publikum ankommt und so manchen dazu bringt eine Kinokarte zu kaufen, denn es lohnt sich. Dies ist der Beweis wie im Jahre 2018 so ein Film auszusehen hat.
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Bilder © Tobis Film