Darkest Hour

The Darkest Hour (2011), USA
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Horror / Science-Fiction / Thriller
Kinostart Deutschland: - Verleih: 20th Century Fox

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Darkest Hour Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf Blu-ray und DVD

Inhalt

Moskau - Fünf junge Leute genießen das pulsierende Leben der faszinierenden Metropole, als eine fremde Intelligenz die Menschheit auf außergewöhnliche Weise angreift: Sie reißt die Kontrolle über die Elektrizität an sich und setzt diese als tödliche Waffe ein.
Durch die Flucht in den Moskauer Untergrund gelingt es den Freunden (u.a. Emile Hirsch, Olivia Thirlby, Max Minghella, Rachel Taylor) zunächst zu überleben. Doch als sie Tage später ihr Versteck verlassen, hat sich die vibrierende Metropole in eine Geisterstadt verwandelt und die Gefahr ist noch nicht gebannt. Der Gruppe bleibt nur eine Chance: Sie müssen andere Überlebende finden, um sich dem Kampf gegen die fremde Macht stellen zu können...


Emile Hirsch, Olivia Thirlby und Rachael Taylor | mehr Cast & Crew


Darkest Hour - Trailer




DVD und Blu-ray | Darkest Hour

Blu-ray
Darkest Hour Darkest Hour
Blu-ray Start:
27.04.2012
FSK: 12 - Laufzeit: 120 min.
Darkest Hour (3D Blu-ray) Darkest Hour (3D Blu-ray)
Blu-ray Start:
27.04.2012
FSK: 12 - Laufzeit: 120 min.
DVD
Darkest Hour Darkest Hour
DVD Start:
27.04.2012
FSK: 12 - Laufzeit: 115 min.

zur DVD Kritik

Filmkritik Darkest Hour

Filmwertung: | 5/10


Die Produktionsfirma NEW REGENCY bringt zum Jahreswechsel einen völlig neuen Streifen ins Kino: "Darkest Hour" (Originaltitel: „THE "Darkest Hour"“) des russischen Produzenten Timur Bekmambetov („WANTED“) und des amerikanischen Regisseurs Chris Gorak („RIGHT AT MY DOOR“) ist der erste 3D-Film aus Hollywood, der komplett in der Metropole Moskau spielt und gedreht wurde. Der SciFi- und Actionthriller verspricht großartige Bilder und eine neue Aliengeneration, die die Menschheit auslöschen will.

Die amerikanischen Jungunternehmer Sean (Emile Hirsch) und Ben (Max Minghella) wollen in Moskau ihre Geschäftsidee verkaufen. Doch der Deal platzt in letzter Minute. Unterdessen machen Natalie (Olivia Thirlby) und Anne (Rachael Taylor) dagegen in Moskau nur einen unvorhergesehenen Zwischenstopp auf ihrem Weg nach Nepal. Die vier Amerikaner laufen sich zufällig in dem hippen Glamour-Nightclub Zvezda über den Weg. Doch das Mekka für junge Weltreisende, Supermodels und die internationale Geschäfts-Elite verwandelt sich nach einem Alien-Angriff in Sekundenschnelle in einen Tempel des Terrors.

Es war ein grandioser Einfall der Produzenten, die Geschichte vor der Kulisse der russischen Hauptstadt ablaufen zu lassen. Moskau gibt dem SciFi-Thriller einen ganz besonderen Charme und hebt in ab von den vielen anderen Filmen dieses Genres. Mit "Darkest Hour" erlebt man Moskau in seinem Facettenreichtum. Die Filmmacher haben hervorragende Bilder dieser Metropole auf die Leinwand gebracht. Es sind Postkartenmotive wie der Rote Platz mit Blick auf den Kreml, das Kaufhaus GUM und die Patriarchen-Brücke. Eine besonders aufwendige Arbeit hat das Filmteam an den Tag gelegt, wenn sie die 14 Millionen Einwohner starke russische Hauptstadt vollkommen entvölkert zeigen. Man sieht einen menschenleeren Roten Platz oder völlig verwaiste Ringstraßen, die teilweise 10 Spuren breit sind. Moskau beschert "Darkest Hour" großartige Motive und ist eine wohltuende Abwechselung zu vielen anderen Weltuntergangkulissen.

Wie bereits in anderen Filmen dieser Art, übernimmt eine Gruppe junger Leute die Rolle der Protagonisten. Sie suchen in "Darkest Hour" einen Weg, der sie zurück in ihre weit entfernte Heimat bringt. Sie sind Fremde in einem fremden Land und können noch nicht einmal die Straßenschilder lesen, weil sie in kyrillisch sind. Die Schauspieler Emile Hirsch („INTO THE WILD“), Max Minghella („THE SOCIAL NETWORK“), Olivia Thirlby („UNITED 93“) und Rachael Taylor („TRANSFORMERS“) bringen diesen Gang auf Messers Schneide, zwischen Hoffnung und Hoffnungslosigkeit, sehr gekonnt auf die Leinwand. Sie zeigen, wie sich ganz normale Menschen in sehr außergewöhnlichen Situationen verhalten können. Alle vier Schauspieler überzeugen in ihren Rollen. Nach "Darkest Hour" wird sie das Publikum sicherlich häufiger sehen können.

Doch nicht nur die menschlichen, sondern auch die außerirdischen Figuren fallen auf. Die Aliens in "Darkest Hour" gehören einer besonderen Gattung an. Es sind Wesen, die aus einer mechanisch-elektromagnetischen Kombination entstanden sind und deren Blut aus Elektrizität besteht. Außerdem generieren sie einen Schutzschild, durch den sie unsichtbar werden. Auch hier ist die Kreativität der Produzenten außergewöhnlich und macht "Darkest Hour" zu einem abwechslungsreichen und in seinem Genre wirklichen neuen Streifen.

Schade ist allerdings, dass sich die Filmmacher für einen 3D-Film entschieden haben. Zwar bieten die Aufnahmen von der russischen Hauptstadt und auch die blitzschnellen Bewegungen der Aliens einen grundsätzlich 3D-fähigen Hintergrund, doch wäre der Film in höchstmöglicher Auflösung zum Beispiel mit der IMAX-Kamera wohl deutlich beeindruckender ausgefallen. Außerdem hätten die Filmmacher, da sie sich schon für einen 3D-Film entschieden haben, diese Technologie auch besser und umfangreicher einsetzen sollen. An nicht unerheblich vielen Stellen fällt die Wirkung der 3D-Aufnahmen nur äußerst marginal aus. "Darkest Hour" als 3D-Film in die Kinos zu bringen war leider wirklich eine Fehlentscheidung.

Viel zu wenig ausgenutzt wurde auch eine weitere Idee: Mit "Darkest Hour" wollten die Produzenten das Horrorgenre auf den Kopf stellen. Im Horrorfilm flößt die Dunkelheit grundsätzlich am meisten Angst ein, während Licht und vor allem Tageslicht häufig Sicherheit bringt. Bei "Darkest Hour" ist es genau umgekehrt. In der Dunkelheit ist es sicherer, denn die Aliens können dann leichter gesehen werden. Am Tag wiederum ist es nahezu unmöglich die unsichtbaren Wesen zu erkennen. Doch mit dieser wirklich spannenden Idee wurde viel zu wenig gearbeitet. Aus der auch in diesem Punkt außergewöhnlichen Vorlage hat man nahezu nichts gemacht.

Die letzten Szenen bringen den Film dann auch ansonsten aus seiner Bahn. Während man vorher im Rahmen des Möglichen auf die Nähe zur Realität gesetzt hat, verlässt sie den Film zum Ende hin fast völlig. Auch der Showdown zwischen Aliens und Menschen hat es kaum verdient „Showdown“ genannt zu werden. Er ist einfallslos inszeniert und irgendwie lächerlich. Da hat das Filmteam offensichtlich Kreativität und Lust verlassen.

Fazit: Mit "Darkest Hour" wird die SciFi-Welt um ein paar Facetten reicher. Der Film bringt Abwechselung in das Genre, auch wenn er mit einigen Macken an den Start geht.

by

Bilder © 20th Century Fox