Dark Shadows

Dark Shadows (2012), USA
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Horror / Mysterie
Kinostart Deutschland: - Verleih: Warner Bros.

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Dark Shadows Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Im Jahr 1752 stechen Joshua und Naomi Collins mit ihrem kleinen Sohn Barnabas im englischen Liverpool in See, um in Amerika ein neues Leben zu beginnen. Doch selbst auf den Weiten des Ozeans gelingt es ihnen nicht, dem geheimnisvollen Fluch der Familie zu entkommen. Zwei Jahrzehnte später: Barnabas (Johnny Depp) erobert die Welt - oder doch zumindest das Städtchen Collinsport/Maine. Als Herr von Collinwood Manor verfügt Barnabas über Reichtum und Macht ... bis der nverbesserliche Frauenheld den gravierenden Fehler begeht, Angelique Bouchards (Eva Green) Herz zu brechen. Angelique ist eine Hexe im wahrsten Sinne des Wortes und beschert ihm ein Schicksal, das schlimmer ist als der Tod: Sie verwandelt ihn in einen Vampir, um ihn dann lebendig zu begraben.
Zwei Jahrhunderte später wird Barnabas durch Zufall aus seiner Gruft befreit und entdeckt die völlig veränderte Welt des Jahres 1972. Als er nach Collinwood Manor zurückkehrt, findet Er nur noch die Ruinen des einst prachtvollen Anwesens. Den zerrütteten Nachfahren der Collins-Familie geht es kaum besser - alle hüten sie ihre finsteren Geheimnisse. Die Matriarchin Elizabeth Collins Stoddard (Michelle Pfeiffer) hat die Psychiaterin Dr. Julia Hoffman (Helena Bonham Carter) ins Haus geholt, um ihre Familienprobleme in den Griff zu bekommen.


Johnny Depp, Eva Green und Michelle Pfeiffer | mehr Cast & Crew


Dark Shadows - Trailer




DVD und Blu-ray | Dark Shadows

Blu-ray
Dark Shadows Dark Shadows
Blu-ray Start:
21.09.2012
FSK: 12 - Laufzeit: 113 min.
DVD
Dark Shadows Dark Shadows
DVD Start:
21.09.2012
FSK: 12 - Laufzeit: 108 min.

Filmkritik Dark Shadows

Filmwertung: | 7/10


Basierend auf der gleichnamigen Fernsehserie der späten 60er Jahre, inszeniert Regisseur Tim Burton („Sleepy Hollow“) nun seine eigene Geschichte über den Vampir Barnabas Collins. Zum achten Mal übernimmt Jonny Depp („Fluch der Karibik“) die Hauptrolle in einer Burton-Verfilmung, die in gewohnt absurden Stil und knalligbunten Look daher kommt. Die Vampirkomödie im 70er Jahre Stil amüsiert mit ihrer detailreichen sowie fantasievollen Ausstattung und einer Familie, die wahrlich nicht alle Tassen im Schrank hat. Da fällt auch der 200 Jahre alte Vampir mit spitzen Zähnen und dem Hang zum Perfektionismus nicht weiter auf, der sich im Jahr 1972 nur schwer eingewöhnen kann. Zu seinem Entsetzen trifft er erneut auf die Hexe Angelique Bouchard (Eva Green), die noch immer ihr Gift versprüht und sich mit Zaubersprüchen das Leben so angenehm wie möglich gestaltet. Doch auch nach all den Jahren, wo sie Barnabas in seinem unfreiwilligen Gefängnis gefangen hielt, ist seine Liebe zu ihr nicht gewachsen. Daran ändert auch eine chaotische Liebesnacht nichts. Scheinbar wiederholen sich die Geschehnisse der Vergangenheit, als der Vampir die Bekanntschaft mit Victoria Winters macht, die seiner verstorbenen Geliebten bis aufs Haar zu gleichen scheint.
Das Grundensemble der Figuren wurde von der Serie übernommen. Der Hintergrund, der einst in den 1125 Episoden erläutert wurde, fällt im Film recht spärlich aus. Dafür sind die eigens geschaffenen Kulissen um so detailreicher und erzeugen durch den bewusst verwendeten Mattscheibeneffekt von einem herrlich kitschigen 70er Jahre- Flair. Und auch die stimmungsvolle Musik harmoniert bestens mit den bunten Bildern und erinnert an die beliebten Serien der Epoche.
In den meist sehr düsteren Szenen stechen die Figuren durch farbige Akzente heraus. Allen voran Burtons Ehefrau Helena Bonham Carter als Dr. Julia Hoffman mit knallrotem Haar. Michelle Pfeiffer agiert amüsant in ihrer Rolle als Übermutter Elizabeth Collins. Jungschauspielerin Chloe Grace Moretz, die ihre aufmüpfige Tochter verkörpert, erweckt leider einen Dauer-Trance-Zustand. Johnny Depp („Alice im Wunderland“) brilliert hingegen wie erwartet in seiner Vampirrolle und sorgt in den abstrusen Situationen mit einer blumigen Ausdrucksweise für amüsante Momente. Zum Ende hin meint der Film es leider etwas zu gut mit den Übertreibungen. Die Geister vereinen sich, die Familie beheimatet plötzlich ungeahnt einen Werwolf und die Schnitzereien erwachen zum Leben. Der Versuch die Hexe zu vernichten wirft Parallelen zum Film „Der Tod steht ihr gut“ auf, was wahrlich einfallsreicher hätte gestaltet werden können.
Doch wer die Werke von Tim Burton kennt, weißt auch um dessen Vorliebe für unkonventionelle Darstellungsweisen. Nicht zuletzt konnte er auch durch seine knallbunte Erzählweise in Disneys „Alice im Wunderland“ profitieren.

Fazit: Für Tim Burton Fans verspricht diese kryptische Familiengeschichte absoluten Popcornkinogenuss.
by Sandy Kolbuch

Bilder © Warner Bros.