Dark Knight

The Dark Knight (2008), USA
Laufzeit: - FSK: 16 - Genre: Action
Kinostart Deutschland: - Verleih: Warner Bros.

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Dark Knight Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf Blu-ray und DVD

Inhalt

Nachdem Batman (Christian Bale) seinen einstigen Lehrmeister Ra's Al Ghul besiegt hat und Scarecrow spurlos verschwunden ist, macht er sich mit Polizeichef Gordon (Gary Oldman) und Bezirksstaatsanwalt Dent (Aaron Eckhart) daran Gotham City ein und für alle mal vom organisierten Verbrechen zu befreien. Doch die drei stehen bald einem Gegner gegenüber, der Gotham City mehr und mehr terrosrisiert: Der Joker (Heath Ledger).

Christian Bale, Heath Ledger und Gary Oldman | mehr Cast & Crew


DVD und Blu-ray | Dark Knight

Blu-ray
Dark Knight - Premium Blu-ray Collection Dark Knight - Premium Blu-ray Collection
Blu-ray Start:
14.05.2010
FSK: 16 - Laufzeit: 153 min.

Filmkritik Dark Knight

Filmwertung: | 9/10


Der beste Batman den es je gab?!
Ich weiß, meine Überschrift deutet darauf hin, dass man seine Erwartungen hochschraubt und wenn man sich die letzten Batman-Filme anschaut und dann diesen Film mit den 2 von Tim Burton und den 2 wirklich lächerlichen, inszenierten Werken von Joel Schuhmacher vergleicht, hat man einen eindeutigen Sieger. Es wäre jedoch unfair den „Batman Begins“- Film außer Acht zu lassen, war dieser doch der Anfang von all dem! In „Batman Begins“ hat Christopher Nolan das geschafft was den 4 Vorgängern völlig fehlte, realistische Züge. jetzt werden einige denken, dass ist doch eine Comic Adaption, warum bitte realistische Züge? Ganz einfach, Batman ist nun mal kein SUPERMAN oder SPIDERMAN, die trotz ihrer „menschlichen“ Schwächen enorme Superkräfte haben. Die hat Batman nicht, er ist ein Mensch! Ein Mensch gezeichnet vom Schicksal, beseelt von der Mission Gerechtigkeit auszuüben und Dank seines Vermögens, durch Technik und Verstand den Verbrechern das Handwerk legen kann und will. Das was Batman kann, ist lediglich Martial Arts, zusätzlich ist er ein verdammt schlauer Kerl und ist gut gepanzert, jedoch ist er nicht unverwundbar. Durch seinen enormen Willen unterzieht er sich körperlicher und seelischer Qualen um seine Mission durchziehen. Wobei er in der Comic- und Film-Welt nach und nach alle verliert die er liebt und auch immer mehr einen Teil seines „normalen“ Ichs. Zurück zu „Batman Begins“, in dieser eher „realistischen“ Adaption der Batman Comics wurde das erste Mal, eine gute Anfangsgeschichte erzählt. Ich denke es ist einer der besten Superhelden Anfänge überhaupt, dass Bruce Wayne in Tibet war, um dort kriminelles Gedankengut zu erlernen, um dann in diesem Orden, die Ninja Technik zu erlernen etc.. Diese Neuerzählung hatte schon fast epische Ausmaße. Wenn es nach mir gehen würde, hätte ich am liebsten ein ganzen Film über Batman in Tibet gesehen, was natürlich für einen kompletten Neuanfang nicht geht. Irgendwann muss Bruce Wayne ja auch als Batman auftauchen und seine Mission als dunkler Ritter von Gotham erfüllen. Jedenfalls wurden in „Batman Begins“ die Weichen gelegt, es wurde eindeutiger gezeigt wie sich Bruce Wayne die Technik zunutze macht und wie sein Kampfstil aussieht, schnell, hart, keine seltsamen Saltos, keine Dutzend Schläge bevor der Feind ohnmächtig wird und so ein Unsinn! Die Cast, die man für „Batman Begins“ gewählt hat ist einzigartig. Mit Christian Bale hat man Einen der besten jüngeren Schauspieler seiner Generation gewählt, obwohl man ja für Comic Filme nicht wirklich gut schauspielern muss. Jedoch schadet es auch nicht Jemanden zu nehmen, der zu den Besten gehört. Über Michael Caine, Gary Oldman und Morgan Freeman muss man kein Wort verlieren, schaut man jeweils 2-3 Werke mit diesen charismatischen Schauspielern weiß man, sie gehören eindeutig zu den besten Ergänzungs-Darstellern der letzten 20 Jahre. Ok, Schwachstellen: Katie Holmes war dabei, als „Frau“ niedlich aber schauspieltechnisch eher durchschnittlich. Die Story, außer dem genialen Anfang, etwas lahm, mit einigen Schwächen. Die Bösen mit Liam Neeson und Cilian Murphy eindeutig gut besetzt, leider mit zu wenig Szenen, runden diesen guten Comic Film ab. Ich persönlich finde „Batman Begins“ gehört zu den besten 10 Comic-Verfilmungen überhaupt. Als Vergleich, hier meine Top 10 ohne genaue Platzierung: „The Crow“, „Sin City“, „Spiderman 2“, „The Dark Knight“, „X-men 2“, „Batman Begins“, „Hellboy“, „Iron Man“.r> Ich muss noch die beiden Superman-Filme dazupacken, „Superman the Movie“ von 1978 und „Superman Returns“, obwohl Beide enorme Schwächen haben und der Alte mit dem heutigen Standard nicht mithalten kann. Jedoch bin ich ein Superman-Fan seit meiner Kindheit und darum gehören sie in meine Top 10. Fairerweise wären sie filmtechnisch nicht dabei, weil beide Werke einfach zu viele Schwächen haben. Nun zu „The Dark Knight“, ich weiß, ich habe etwas gebraucht um hierher zu kommen, jedoch funktioniert THE DARK KNIGHT nicht ohne BATMAN BEGINS und Jeder, der den ersten neuen Batman-Film nicht gesehen hat, wird sich Fragen stellen, die ihre Antworten in „Batman Begins“ haben. STÄRKEN DES FILMS: Regie und Story...., es ist dem Regisseur Christopher Nolan gelungen noch eine Schippe drauf zu legen, fast alle Aspekte in „The Dark Knight“ ergeben ein Ganzes. Fangen wir mit der Story an, die zurecht als Crime/Thriller/Drama anzusiedeln ist und außer, dass hier ein Typ im Fledermaus-Anzug durch die Gegend hüpft, wirklich dramatisch und spannend inszeniert wurde. Teilweise wirkt „The Dark Knight“ wie eine komprimierte Film Version, von einer der besten Serien unserer Zeit „24“ (mit Kiefer Sutherland). „The Dark Knight“ versteht es zu fesseln und lässt hin und wieder den Zuschauer aufatmen, um ihn dann wieder mit Twists verwundert, mit offenen Mund, ins Staunen zu versetzten. Es wurden auch gewisse Elemente unserer Zeit in dieses einzigartige Werk integriert, wie den Terror, der spielt hier eine große Rolle. Wir leben in Zeiten von Terroristen und Anschlägen, als kleiner Zeitspiegel wurden solche Elemente dazugefügt, diese neue Angstsituation in der wir uns seit dem 11.9. befinden, wird hier teilweise gezeigt. Natürlich sollte sofort nach der guten Story, die einzigartige Performance von Heath Ledgers Joker erwähnt werden. Ich gehe sogar soweit, dass Heath Ledger, obwohl er nie zu meinen Lieblingsschauspielern gehörte, den besten Comic-Bösewicht aller Zeiten erschaffen hat. Insgesamt gibt es wahrscheinlich nur 3-5 Filmschurken, die mithalten können. Mit denen er auf Augenhöhe steht, wie Anthony Hopkins Hannibal Lector und Javier Bardems Anthony Chirugh und ein paar Andere. Heath hat im Gegensatz zu Jack Nicholsons Witz-Clownfigur-Version, den Joker als nihilistischen, terroristisch veranlagten Soziopathen angelegt, der trotz, oder gerade deswegen, schon fast sympathisch (rein Filmtechnisch gesehen) rüberkommt. Ich finde, dass Heath´s Joker hin und wieder an Brandon Lees „The Crow“ erinnert, jedoch war The Crow nicht so fies! ;) Man merkt das Heath hier viele Feinheiten ausgearbeitet hat, die Körperhaltung, der runtergebeugte Kopf, das Zungenspiel etc., alles klasse gemacht! Der Joker, ein Typ der in „The Dark Knight“ keine wirkliche Vorgeschichte bekommt, wir können nur erahnen was ihn wirklich dazu gemacht hat, was er ist, wie er zu dem wurde, durch seine diversen Versionen, wie er zu seinen Jokernarben gekommen ist. Sogar wenn der Joker im Film mehrfach behauptet, er hätte keine Pläne und wäre so oder so an die Narben gekommen, (jedes Mal eine andere Version) will man ihm glauben, bevor er sich und uns Lügen straft. Dieser Joker ist eigentlich klüger als Batman aber mit einer völligen „Leck mich am Hintern“- Einstellung, mit der Batman nicht mithalten kann. Der wahre Held dieses Films ist eigentlich der Joker! Mit und durch ihn wird der Film anders, besser, verrückter, genialer, danke Heath für diese “'wahnsinnige“ Leistung! Dann der nächste starke Punkt von „The Dark Knight“ Aaron Eckhart, der leider fast neben dem Joker untergeht, nur fast! Er schafft es als Anwalt Harvey Dendt neben dem Joker und Batman zu bestehen. erst als sogenannter glorreicher, weißer Ritter von Gotham und später als Two Face. Wenn man sich daran erinnern mag, was Tommy Lee Jones aus der Figur gemacht hat, in „Batman Forever“ will man sich im Vergleich zu Aaron Eckhart, nur an den Kopf schlagen und die Batman Forever DVD am liebsten verbrennen. Der Grund für die Transformation zu Two Face ist gut, jedoch entbehrt es jeglicher Logik, warum Harvey letztendlich zu dem wird, wofür wir ihn kennen.
Dieser Punkt wurde nach meiner Meinung, schlecht ausgearbeitet. Michael Caine ist als Alfred genial wie schon in Batman Begins, die feinen Pointen und Ratschläge, die steife sympathische väterliche Art, die er ausstrahlt, ist auf den Punkt genau. Maggie Gyllenhaal, ist eine super Ersetzung von Katie Holmes, Maggie hätte schon im Ersten dabei sein müssen, schade. Die Musik fängt die düstere Stimmung des Film perfekt ein, ein Super-Score. Zum Glück kommt der Film ohne Soundtrack von irgendwelchen „hippen“ Rap, Rock oder Pop-Songs aus, wie in anderen Comic Verfilmungen aller „Spiderman“ oder „Dare Devil“. Die Kameraaufnahmen sind teilweise in wahnsinnig guten Imax-Szenen eingefangen worden und geben dem Film mehr Breite. Was im Dezember 2009 Avatar für die 3D-Technik und die Special Effekts sein wird ist „The Dark Knight“ jetzt für Kameraaufnahmen. Dieses Werk ist pures Kinovergnügen und genau dafür gemacht. Ich war bereits 2 mal im Kino und der Film wurde kein Stückchen langweilig. Sogar die kleinsten Rollen sind mit guten und bekannten Gesichtern besetzt, ob es Eric Roberts, Anthony Michael Hall oder Michael J. White sind, die dem Werk noch mehr Charakter verleihen oder am Ende die Stadt selbst, Gotham City. Die zwar im Vergleich mit dem Marvel Universum, eine erfundene Stadt und Marvel mit realen Städten ihre Comic Helden ausrüstet, so wirkt Gotham jedoch, wie eine wirkliche Version von zukünftigen Metropolen und trägt zur Atmosphäre von den Batman Filmen bei. Zum Glück ist die Stadt in den Händen von Christopher Nolan nicht zu einer Gothic-Cartoon Version verkommen, wie in den Batman Filmen von Burton oder Schuhmacher.
SCHWACHPUNKTE: Gary Oldman, dieser geniale Darsteller kommt leider etwas zu kurz, aber es ist nun mal ein Batman-Film! Für einen Batman Film kommt sogar nach meinem Vorstellungen Batman auch etwas zu kurz. Diese tiefe Pressstimme, die sich Bruce Wayne als Batman zulegt, damit man ihn nicht erkennt, muss er doch nicht auch, bei Lucious Fox (Morgan Freeman) und Rachel Dawson (Maggie Gyllenhaal) anwenden, die wissen doch das Bruce Wayne, Batman ist! ;) Bruce Wayne kommt an sich auch zu kurz, da sich „The Dark Knight“ wirklich auf den Joker und Harvey Dendt/Two Face fixiert. Das Ende war etwas zu pathetisch, jedoch dient es dazu Batmans Charakter besser zu erklären, er würde halt alles für „seine“ Stadt und Mission tun, sogar das.
Rundum, ist die „DC“ Comic Adaption die gelungenste und beste Comic-Verfilmung, die ich bisher gesehen habe. Abgesehen von den unterhaltsamsten Comic-Verfilmungen wie „Spiderman 2“ und „Iron Man“ ist „The Dark Knight“ das, was „Star Wars“ für Science Fiction war. Real, atmosphärisch, spannend, großes Kino.

by

Bilder © Warner Bros.