Daddy's Home - Ein Vater zu viel

Daddy's Home - Ein Vater zu viel (2015), USA
Laufzeit: - FSK: 6 - Genre: Komödie
Kinostart Deutschland: - Verleih: Paramount Pictures Germany

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Daddy's Home - Ein Vater zu viel Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf Blu-ray und DVD

Inhalt

Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr – Das würde Brad (Will Ferrell) sofort unterschreiben. Er bemüht sich nach Kräften, ein guter Stiefvater für die zwei Kinder seiner neuen Frau Sarah (Linda Cardellini) zu sein. Doch die Kids mögen ihn nicht wirklich und lassen ihn bei jeder Gelegenheit auflaufen. Trotzdem gibt der tollpatschige Radiomitarbeiter, nicht gerade die hellste Leuchte im Kosmos, nicht auf. Bis ein Anruf seine heile Welt völlig auf den Kopf stellt: Dusty (Mark Wahlberg), der leibliche Vater der Kinder, kündigt seinen Besuch an. Brads Entschlossenheit, sich nicht vom verantwortungslosen Erzeuger verdrängen zu lassen, ist dahin, als er ihn das erste Mal trifft: Dusty ist ein Freigeist – supercool, reich und wild entschlossen, seine Familie zurückzugewinnen. Ein gnadenloser Wettkampf um die Gunst der Kinder beginnt. Lässig und unbeständig gegen dusselig aber bemüht: Wer wird das Duell für sich entscheiden?

Mark Wahlberg, Will Ferrell und Linda Cardellini | mehr Cast & Crew


Daddy's Home - Ein Vater zu viel - Trailer


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DVD und Blu-ray | Daddy's Home - Ein Vater zu viel

Blu-ray
Daddys Home - Ein Vater zu viel Daddys Home - Ein Vater zu viel
Blu-ray Start:
09.06.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 96 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Daddys Home - Ein Vater zu viel Daddys Home - Ein Vater zu viel
DVD Start:
09.06.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 92 min.

Filmkritik Daddy's Home - Ein Vater zu viel

Filmwertung: | 6/10


Vater vs. Stiefvater – dies ist die Prämisse in der neuen Komödie mit Will Ferrell. Der von Kritikern in den USA äußerst gescholtene, aber kommerziell extrem erfolgreiche Daddy’s Home, startet diese Woche nun auch in den deutschen Kinos. Daddy's Home - Ein Vater zu viel SzenenbildMit Will Ferrell und Mark Wahlberg in den Hauptrollen versucht Sean Anders (Regisseur von Kill the Boss 2 und Drehbuchautor von Wir sind die Millers) dem Zuschauer kurzweilige und witzige Unterhaltung zu bieten und dies gelingt ihm auch größtenteils. Denn wer neben den ganzen anspruchsvollen Oscar-Filmen wie Carol, Brooklyn, The Revenant oder The Big Short etwas seichte Kost im Kino erleben möchte, ist bei Daddy’s Home genau richtig.

Brad Whitaker – gespielt von Will Ferrell – hat das Problem, welches viele Stiefväter womöglich gut kennen. Denn man hat es oft schwer von den Kindern der Ehefrau geliebt und als Vater akzeptiert zu werden. Statt ihn Dad zu nennen, wird er von der Tochter und dem Sohn seiner Frau Sara (Linda Cardellini) meist Brad genannt. Doch nach und nach erarbeitet er sich das Vertrauen der Kinder und es scheint immer besser zu laufen, würde da nicht auf einmal der Ex-Mann von Sara und der leibliche Vater auftauchen. Dusty – gespielt von Mark Wahlberg – ist so ziemlich das Gegenteil von Brad. Während Brad der brave Anzugstyp ist, der bei einem Radiosender arbeitet, ist Dusty – ein äußerst durchtrainierter und harter Kerl mit Bart, Lederjacke und Motorrad. Dabei versucht Dusty ein guter Vater für die Kinder zu sein und kommt dabei Brads Zielen in die Quere. Daraufhin entfacht ein Krieg zwischen Vater und Stiefvater, wer der bessere Daddy ist.

Es ist nun mal eine Will Ferrell Komödie. Mit Niveau wird man in seinen Komödien in den seltensten Fällen konfrontiert. Daddy's Home - Ein Vater zu viel SzenenbildDoch er gehört zu den erfolgreichsten Comedy-Schauspieler und seine Filme (Anchorman 1+2, Stiefbrüder) unterhalten ein großes Publikum. 2010 spielte er bereits an der Seite von Mark Wahlberg in der Action-Komödie „Die etwas anderen Cops“ und dort glänzten beide. Hier sind sie nicht Kollegen, sondern Kontrahenten. Doch sich dieses Duell anzuschauen, bereitet dem Zuschauer sehr viel Freude. Der Film bietet zahlreiche witzige Momente und hat über seine gesamte Lauflänge von 96 Minuten eine relativ konstant hohe Gag-Dichte. Dabei ist der Slapstick-Humor nicht so dominierend wie im Trailer. Viele lustige Szenen basieren auf Dialoge und man kommt meist aus dem Grinsen und Lachen nicht heraus. Besonders Thomas Haden Church (Spiderman 3, Sideways, Killer Joe) als Chef von Brad sorgt mit seinen kleinen Anekdoten und Sprüchen für sehr viel Witz und ist schauspielerisch gesehen der Stärkste im Cast. Doch manchmal geht der Humor auch etwas unter die Gürtellinie, weswegen hier die Altersfreigabe ab 6 manchmal grenzwertig ist, doch grundsätzlich angebracht. Festzuhalten ist, dass Daddy’s Home sein Soll erfüllt und eine solide Komödie ist. Doch in Erinnerung bleiben oder herausstechen aus der Masse, wird Daddy’s Home nicht.

Einen Will Ferrell hat man bereits wesentlich stärker erlebt. Er zeigt den Stiefvater wie man ihn erwartet. Äußerst stereotypisch und ohne besondere Tiefe ist die Figur des eher langweiligen und tollpatschigen Brad Whitakers geschrieben und so ist auch Ferrells Performance für den Film zwar völlig in Ordnung, aber nicht beeindruckend. Mark Wahlberg zeigte in ernsten Rollen wie in Departed oder Lone Survivor, dass er ein starker Darsteller ist, aber auch in Komödien wie Ted bzw. Ted 2 präsentierte er eine andere Seite von sich. Daddy's Home - Ein Vater zu viel SzenenbildAuch für ihn gilt das gleiche wie für Will Ferrell. Schauspielerisch nett anzusehen, aber in seinen vorherigen Komödien wesentlich besser aufgetreten. Grundsätzlich ist der Film mit Klischees vollgestopft. Mark Wahlberg muss an der einen oder anderen Stelle seinen nackten Oberkörper zeigen, damit der Regisseur dem Zuschauer ein weiteres Mal seine Annahme verdeutlicht:„Dusty ist der attraktive Muskelprotz, den Frauen lieben, aber der nicht verantwortungsvoll genug für die Kinder ist.“ Zudem ist es seit vielen Jahren der Trend in zahlreichen Komödien, dass man in der einen oder anderen Stelle sentimentale Szenen platziert. Doch auch hier ist das völlig unnötig, wirkt eher aufgesetzt und bremst den Rhythmus der Komödie.


Fazit:
Kurzweilige Unterhaltung, die jede Menge Spaß bereitet und viele witzige Szenen parat hat. Recht konventionell konzipiert, ist Daddy’s Home ein lustiges Kinoerlebnis für Jedermann, das nichts Neues bietet und nicht zu den stärksten Komödien der letzten Jahre gehört, doch neben den vielen anspruchsvollen Oscar-Filmen momentan im Kino für Abwechslung sorgt.
by

Bilder © Paramount Pictures Germany