Conan

Conan the Barbarian (2011), USA
Laufzeit: - FSK: 18 - Genre: Action / Fantasy / Abenteuer
Kinostart Deutschland: - Verleih: Warner Bros.

Conan Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf Blu-ray und DVD

Inhalt

Der legendärste Barbar aller Zeiten kehrt zurück: Nachdem er sich über acht Jahrzehnte in der Fantasie des Publikums weiterentwickelt hat – auf Romanseiten und in Comics, auf Leinwand und Bildschirm, in Spielen und als Spielzeug –, werden Conan und seine Abenteuer im hyborianischen Zeitalter als kolossaler 3D-Action-Film zu ganz neuem Leben erweckt.

Die Mission des unerbittlichen cimmerischen Kriegers beginnt als persönlicher Rachefeldzug und verwandelt sich schnell in eine epische Schlacht gegen gewaltige Rivalen und grausige Monster, denn Conan merkt, dass sein praktisch aussichtsloser Kampf die einzige Hoffnung darstellt, wenn die Völker von Hyboria nicht unter der Knute einer tyrannischen übernatürlichen Macht zugrunde gehen sollen.


Jason Momoa, Rachel Nichols und Stephen Lang | mehr Cast & Crew


DVD und Blu-ray | Conan

Blu-ray
Conan Conan
Blu-ray Start:
20.01.2012
FSK: 18 - Laufzeit: 113 min.
Conan (3D Blu-ray) Conan (3D Blu-ray)
Blu-ray Start:
20.01.2012
FSK: 18 - Laufzeit: 113 min.
DVD
Conan Conan
DVD Start:
20.01.2012
FSK: 18 - Laufzeit: 108 min.

Filmkritik Conan

Filmwertung: | 7/10


Conan (Jason Momoa) kommt auf dem Schlachtfeld zur Welt. Während seine Mutter, die mit ihm schwanger ist, im Kampf schwer verletzt wird, schneidet sein Vater Corin (Ron Perlman) ihn aus dem Leib seiner Mutter heraus um so wenigstens seinem Sohn das Leben zu retten. Conan ist sozusagen von Anfang an dazu prädestiniert ein Krieger zu werden. Er wächst zusammen mit seinem Vater in einem kleinen cimmerischen Dorf auf und entwickelt sich zu einem hitzköpfigen aber dennoch ehrgeizigen und starken jungen Mann.

Auf der anderen Seite gibt es den Tyrann Khalar Zym (Stephan Lang), dessen Ziel es ist über das ganze Land Hyboria zu herrschen. Jedoch mit seiner Frau Maliva zusammen, die einst eine mächtige Hexe war und deswegen auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde. Damit sie aus der Unterwelt auferstehen kann und sie gemeinsam das Volk von Hyboria unterwerfen können benötigt Zym eine 3000 Jahre alte Maske von den Zauberern von Acheron und das reine Blut einer der Nachfahren dieser Zauberer um die Maske „aktivieren“ zu können. Zur Vervollständigung der Maske fehlt ihm jedoch ein Stück und dieses befindet sich in dem kleinen cimmerischen Dorf. Er greift es an und lässt alle töten, die ihm in den Weg kommen. Corin wird festgenommen und Conan muss hilflos zusehen, wie sein Vater gequält wird, denn er kann alleine nichts gegen Zym und seine Gefolgschaft ausrichten. Obwohl Corin kein Wort sagt, finden seine Peiniger das letzte Stück der Maske durch die Hilfe der Hexe Marique (Rose McGowan), die Tochter von Khalar Zym. Anschließend wird das Dorf niedergebrannt und Conan kann nichts mehr tun um seinem Vater noch das Leben zu retten und schwört darauf, sich an Khalar Zym zu rächen.
In den darauf folgenden Jahren streift Conan durch die Meere mit seinem Freund Artus. Eines Nachts erkennt er in einer Kneipe zufällig einige Anhänger von dem Tyrann wieder und folgt diesen, indem er sich festnehmen lässt. Nachdem er die nötigen Informationen über den Aufenthaltsort von Khalar Zym erhalten hat, kreuzt sich sein Weg sogleich mit der hübschen Tamara (Rachel Nichols), die weit mehr ist, als sie selbst weiß.

Kritik:
Der neue Conan ist schlicht und einfach der Versuch des deutschen Regisseurs Marcus Nispel (Texas Chainsaw Massacre, Freitag der 13.), die Version von Regisseur John Milius aus dem Jahr 1982 mit neuen Mitteln effektvoller und pompöser wieder aufleben zu lassen – leider gelingt dies nur Ansatzweise. An den Kultstatus, den Arnold Schwarzenegger als „Conan“ in der früheren Version erreicht hat, wird dieser hier nie herankommen. Schließlich wurde auch die Story leicht abgeändert. Jeder, der jedoch völlig unvoreingenommen ins Kino spaziert wird nichtsdestotrotz gut unterhalten werden. Denn eines ist der neue „Conan der Barbar“ definitiv nicht – nämlich langweilig.

Viel Wert wurde hierbei auf den Action-Faktor und natürlich die Effekte gelegt. Wobei man, was die 3D-Effekte betrifft, sagen muss, dass man sich diesen preislichen Aufschlag durchaus schenken kann. Denn, dass mittlerweile jeder zweite Kinofilm in 3D erscheint, egal ob die Technik sinnvoll eingesetzt wurde oder nicht, zeigt auch an diesem Beispiel, dass man sich den Aufwand hätte sparen können. Abgesehen von Intro und Abspann ist von tollen 3D-Animationen nicht viel zu merken.
Gleich der Einstieg ins Geschehen, also die Geburt von Conan, wird recht fragwürdig dargestellt. Hinzu kommt, dass die Blut-Szenen hier irgendwie dezent an Quentin Tarantino-Filme erinnern. Dies erscheint zwar bisweilen etwas übertrieben, passt aber zumindest zum Barbaren-Klischee. Was leider etwas störend in Erscheinung tritt, ist die deutsche Synchronisation des Conan. Synchronsprecher Matti Klemm macht seine Arbeit zwar nicht schlecht, aber seine Stimme harmoniert einfach nicht richtig mit dem Hauptdarsteller Jason Momoa, wodurch man die Synchronisation selbst sehr stark wahrnimmt und es dem Film in dieser Hinsicht nicht zu Gute kommt. Zumindest kommt der Humor auch in dieser Conan-Verfilmung nicht zu kurz und sorgt so für einige amüsante Szenen.

Fazit: Wer die eigentliche Story hinter „Conan der Barbar“ nicht genau kennt und einen Faible für actionreiche Fantasyfilme hat, wird hier durchaus seine Freude haben. Er entertaint, hat Humor, bietet etwas für das Auge (sowohl für Frauen als auch für Männer) und die Story ist simpel aber geradlinig. Jason Momoa macht, im wahrsten Sinne des Wortes, eine gute Figur als Conan. Ebenso werden die Rollen seiner Schauspielkollegen gut repräsentiert, auch wenn die Mimik gelegentlich etwas abwechslungsreicher sein könnte.
Obwohl das Ende sehr schnell abgehandelt wird, wodurch sich unweigerlich kleine Ungereimtheiten im Verlauf einschleichen, ist das Gesamtwerk doch gut gelungen und eigentlich kann man festhalten: Mit John Milius „Conan der Barbar“ von 1982 kann der neue Conan nun mal nicht mithalten. Trotzdem hätte ihn Arni kaum besser darstellen können.

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Bilder © Warner Bros.