Biutiful

Biutiful (2010), Spanien
Laufzeit: - FSK: 16 - Genre: Drama
Kinostart Deutschland: - Verleih: Prokino Filmverleih GmbH

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Biutiful Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

BIUTIFUL erzählt die Geschichte von Uxbal (Javier Bardem): Hingebungsvoller Vater, verzweifelter Liebhaber und Kleinganove im Untergrund. Ein Mann, den die Last seines Lebens und immer neuer Herausforderungen erdrücken würde, hätte er nicht die Liebe zu seinen Kindern Ana (Hanaa Bouchaib) und Mateo (Eduard Fernández). Sie hält ihn aufrecht, wenn es nicht weiterzugehen scheint, gibt ihm Kraft, wenn er das Licht am anderen Ende des Tunnels aus den Augen verliert. Für ihr Leben gibt Uxbal alles, während er mit nicht immer legalen Mitteln versucht zu überleben. Wie ein Wanderer bewegt sich Uxbal zwischen den Welten am Rande eines modernen, unbekannten Barcelona, auf der Suche nach Versöhnung mit seiner Frau Marambra (Maricel Álvarez), seinen Kindern und doch letztendlich mit sich selbst. Eingängig, intim. Ein Film, der lange nachwirkt.

Javier Bardem, Maricel Álvarez und Hanaa Bouchaib | mehr Cast & Crew


Biutiful - Trailer




DVD und Blu-ray | Biutiful

Blu-ray
Biutiful Biutiful
Blu-ray Start:
13.10.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 147 min.
DVD
Biutiful Biutiful
DVD Start:
13.10.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 141 min.

zur DVD Kritik

Filmkritik Biutiful

Filmwertung: | 10/10


In Alejandro González Iñárritu neuestem Werk „Biutiful“ dreht sich alles um den Tod: Mord, Unfälle, Tod durch Krankheit, natürliche Tode, Kindstode. Doch das Drama erzählt auch von der Liebe, von Zuversicht, von dem Glauben an eine bessere Welt und von Glück.

In dieser Welt lebt Uxbal (Javier Bardem) mit seinen über alles geliebten Kindern Ana (Hanaa Bouchaib) und Mateo (Guillermo Estrella). Das Geld zum Leben beschafft er sich durch kriminelle Tätigkeiten und durch eine Gabe, die es ihm erlaubt, mit den frisch Verstorbenen zu kommunizieren und den Hinterbliebenen gegen Geld die letzten Worte der Toten zu übermitteln. Da seine Exfrau und Mutter der Kinder Marambra (Maricel Álvarez) an psychischen Störungen leidet, muss Uxbal alleine für die beiden Kinder sorgen. Sie sind es auch, die Uxbal Hoffnung geben und die er mit all seiner Liebe und Kraft beschützt. Doch gegen das Schicksal kann auch er nichts tun und so erfährt er recht bald, dass er unheilbar an Krebs erkrankt ist. Nachdem er sich von seinem ersten Entsetzen erholt hat, setzt Uxbal alles daran, „die Dinge zu regeln“, damit seine Kinder ohne ihn das Leben meistern können.

Regisseur Alejandro González Iñárritu schafft mit seinem Drama „Biutiful“ erneut etwas Großes. Anders als bei seinem Oscar ausgezeichnetem Werk „Babel“ aus dem Jahr 2006 erzählt Iñárritu seine Geschichte diesmal sehr gradlinig ohne parallel verlaufene Handlungsstränge oder verzweigte Erzählungen. Zwar erleben wir erneut auch die Schicksale anderer Menschen, den illegalen Einwanderern, den Fälschern von Designertaschen und den Drogenverkäufern, doch hält Iñárritu die Fäden diesmal fester in der Hand und lässt Uxbal der Mittelpunkt von allem sein. Der Regisseur zeichnet Uxbals Charakter als den eines starken Mannes, der weiß, dass er seinen eigenen Tod nicht aufhalten kann und der sich dennoch sträubt. „“Ich bin noch nicht bereit zu sterben“, sagt er irgendwann. Doch dem Tod ist das egal. Das Leid, was ihm dieses Wissen bereitet, die Furcht, seine Kinder auf sich alleine gestellt zurück lassen zu müssen, die Angst, die Dinge nicht mehr regeln zu können, all das spielt Javier Bardem mit einer Klasse, die seinesgleichen sucht. Jede Gefühlsregung ist ihm anzusehen, der Verfall seines Körpers, die Schmerzen, die er sich selbst bereitet – dem Zuschauer bleibt keine andere Wahl, als mit in diese Welt einzutauchen. Gerade am Ende überschlagen sich die dramatischen Ereignisse, möchte man fast weggucken, so viel Elend, Leid und Trauer ist zu sehen. Und so verlässt man am Ende das Kino mit einem beklemmenden Gefühl. Kein Film, der vor sich hin plätschert, den man nebenbei einsaugt und den man schnell wieder vergessen hat. „Biutiful“ geht unter die Haut und bleibt dort eine ganze Weile.

„Biutiful“ wurde weltweit mit Auszeichnungen geehrt, darunter eine Oscar-Nominierung als bester fremdsprachiger Film sowie eine Nominierung für Javier Bardem als besten Hauptdarsteller. Warum er diese Ehrungen verdient hat, davon sollten man sich selbst ein Bild machen. Mitreißendes, sehr intensives Kino!
by Gesa-Marie Pludra

Bilder © Prokino Filmverleih GmbH