Bigfoot Junior - ein tierisch verrückter Familientrip

Bigfoot Family (2020), Belgien / Frankreich
Laufzeit: - FSK: 0 - Genre: Animation / Abenteuer / Komödie
Kinostart Deutschland: - Verleih: Splendid

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Bigfoot Junior - ein tierisch verrückter Familientrip Filmplakat -> zur Filmkritik

Inhalt

Nachdem Adam – Teenager und Außenseiter – erst kürzlich seinen Vater Bigfoot wiederfand und seine Familie wieder vereint wurde, wartet schon das nächste Abenteuer auf ihn und seine Familie: Nach der freudigen Wiedervereinigung leben alle – Mensch und Tier – glücklich zusammen und Adam lernt langsam mit seinen neuen Superkräfte umzugehen. Gerne würde Adam nun, da dieser endlich wieder zu Hause ist, mehr Zeit mit seinem Vater verbringen. Aber Bigfoot möchte seine aktuelle Bekanntheit nutzen, um ein kleines Tal vor dem bösen Ölkonzern X-Tract zu retten. Entschlossen macht er sich auf in die Wildnis, doch urplötzlich ist er nicht mehr aufzufinden. Daher beschließen Adams Mutter Shelly, Adam, Bär Wilbur und Trapper zu ermitteln und herauszufinden, was genau im verschlafenen Tal vorgeht. Schnallen Sie sich an und machen Sie sich bereit zusammen mit der Lieblings-Bigfoot-Familie die Welt zu retten!



Bigfoot Junior - ein tierisch verrückter Familientrip - Trailer




Filmkritik Bigfoot Junior - ein tierisch verrückter Familientrip

Filmwertung: | 7/10


Ein paar Jahre nach dem ersten Teil "Bigfoot Junior", kam nun eine passende Fortsetzung ins deutsche Kino, bereit den jüngeren Zuschauern eine tolle Zeit zu bescheren. Noch vor ein paar Monaten wäre der Film sofort zu einer Streamingseite gekommen und rückblickend war es zwar schön, ihn auf der großen Leinwand gesehen zu haben, aber Zuhause auf einer Plattform hätte tatsächlich auch vollkommen ausgereicht. Das sieht man auch an den eher mäßigen Besucherzahlen, die der Film in die Lichtspielhäuser lockt. Doch auch schon Teil 1 lief bei vielen Kinobesuchern unter dem Radar und konnte vergleichbar wenig Profit machen.

Im Film geht es um den Jungen Adam, der gemeinsam mit seinen Eltern und einem Haufen Tiere in einem Haus wohnt. Lange Zeit hat er gehofft, dass er sein Vater kennenlernen würde und in Teil 1 kam es auch dazu. Nun lebt er tatsächlich bei ihm Zuhause und Adam könnte eigentlich nicht glücklicher darüber sein. Leider hat sein Vater nur ein Problem: Er ist der einzig wahre Bigfoot und so von vielen Leuten gefragt. Er wird zu Talkshows eingeladen, bekommt Merch mit seinem Gesicht drauf und wirklich jeder an Adams Schule möchte sich bei dem Jungen einschleimen, um so an seinen Vater zu kommen. Das ist nicht das Leben, das Adam wollte und so ist er verständlicherweise enttäuscht von seinem Vater. Er sollte für ihn da sein, nicht nur für seine Fans. Bigfoot merkt den Kummer seines Sohnes und möchte seinen Ruhm nicht mehr. Jedoch kommt genau in dem Moment eine Anfrage von zwei Naturschützern. Er nimmt diese Anfrage an und schon sehr bald wird sich das Leben aller verändern. Bekommt Adam nun endlich den Vater, den er haben wollte?

Auch wenn dies der zweite Teil einer möglichen Reihe ist und ich den ersten Teil leider nicht geschafft habe zu sehen, muss man klar sagen, gelingt es der Film auch für sich alleine zu bestehen. Man braucht nicht das Wissen des ersten Teils für diese Fortsetzung und auch wenn ein erster Teil vorher natürlich nicht schadet, kann der zweite Teil alle Geschehnisse nochmal gut aufgreifen bzw. Als Erwachsener kann man sich den ersten Teil auch schnell zusammen reimen, denn dessen Geschichte scheint nicht zu kompliziert gewesen zu sein. So entsteht hier ein Film, der besonders kleine Zuschauer gut abholen wird und das, was er sein soll, ordentlich macht: Ein buntes neues Abenteuer mit alten Figuren, einem liebevollen Bären, einem vorlauten Waschbären und einem überzeugenden Vater Sohn Gespann. Einfach ein Kinderfilm der Spaß macht. Jedoch haben hier nur die Kinder Spaß. Er schafft nämlich nicht die größte Schwäche vieler anderer Genrevertreter zu verändern und bleibt so ein Film, der eine Entwicklung seiner Figuren vorgibt. Diese geht aber so schnell, dass man sie als Zuschauer nicht fühlen und einfach nur hinnehmen muss. Da hätte man vielleicht etwas mehr drauf achten können.

Darüber hinaus wird hier ein Schurke aufgebaut, der für den Film gut funktioniert, danach aber nicht mehr lange im Kopf bleibt. Er hat keinen großen Mehrwert wie andere Schurken aus Animationsfilmen (Lotso aus "TOY STORY 3", Prinz Charming aus "Shrek", Hans aus "Die Eiskönigin", oder auch Nigel aus "RIO" um ein paar gute Beispiele zu nennen), doch er fällt auch nicht schlecht auf. Er war passend. Ihm zur Seite wird aber ein Handlanger gestellt, wo man es sich zwar irgendwann denken konnte, aber wo eine Charakterentwicklung stattgefunden hat, die man nicht direkt vorhersehen konnte. Das hat mich sehr gefreut, dass auch so ein Film eine solche Überraschung erbringen kann. Während im ersten Teil aber noch Leute wie Tom Beck und Lukas Rieger den Figuren ihre Stimmen verliehen haben, sind es im zweiten Teil nun andere Synchronsprecher und diese waren leider ziemlich gewöhnungsbedürftig und haben nicht wirklich zu den Figuren gepasst.

Fazit:
Bigfoot Junior - ein tierisch verrückter Familientrip ist ein Film, der sein Genre nicht komplett neu erfindet und nichts besitzt, was irgendwie frisch ist. Doch er macht sich das Bekannte zu Nutze und macht das Beste draus. Kinder werden hier ihr Spaß finden und eine gute Zeit im Kino oder Zuhause auf einer Streamingseite haben. Erwachsene wird der Film nicht 100% glücklich und zufrieden stellen, aber das muss der Film nicht. Er hat seine klare Zielgruppe und für diese ist er gut.
by Peter Brauer

Bilder © Splendid


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