Beziehungsweise New York

Casse-tête chinoise (2013), Frankreich
Laufzeit: - FSK: 6 - Genre: Komödie / Romanze
Kinostart Deutschland: - Verleih: StudioCanal

Beziehungsweise New York Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Von einem Tag auf den anderen steht Xaviers (ROMAIN DURIS) Leben auf dem Kopf. Als seine Frau Wendy (KELLY REILLY) ihm verkündet mit den beiden Kinder nach New York zu gehen, beschließt er Hals über Kopf ebenfalls in die Metropole zu ziehen, um seinen Kindern nahe zu sein. So nimmt Xaviers Abenteuer seinen Lauf: Er heiratet eine Amerikanerin chinesischer Herkunft, um die Aufenthaltspapiere zu bekommen; er spendet seinen Samen für das Kind eines lesbischen Pärchens und der Turbulenzen nicht genug, besucht ihn auch noch seine erste große Liebe...

Romain Duris, Audrey Tautou und Cécile De France | mehr Cast & Crew


DVD und Blu-ray | Beziehungsweise New York

Blu-ray
Beziehungsweise New York Beziehungsweise New York
Blu-ray Start:
01.09.2014
FSK: 6 - Laufzeit: 117 min.
DVD
Beziehungsweise New York Beziehungsweise New York
DVD Start:
01.09.2014
FSK: 6 - Laufzeit: 113 min.

Filmkritik Beziehungsweise New York

Filmwertung: | 7/10


Das Leben verläuft nicht immer nach einem festen Plan. Manche Wünsche und Erwartungen erfüllen sich nie, während ungeahnte Situationen eintreffen, die das Leben innerhalb von wenigen Momenten für immer verändern können.
Regisseur Cédric Klapisch begleitete 2002 in seiner Komödie „Barcelona für ein Jahr“ Erasmusstudent Xavir (Romain Duris), der in einer Frauen-WG heimisch wurde, bevor er drei Jahre später in der Fortsetzung „Wiedersehen in St. Petersburg“ der Liebe wegen die Stadt wechselte. Nun sind weitere neun Jahren vergangen und Xavier versucht in New York einen Neubeginn, nachdem seine Ehe mit Wendy (Kelly Reilly) gescheitert ist. Noch immer ist sein Leben voller Überraschungen, mit denen er nie gerechnet hätte. Mit großem Erfindungsreichtum wird der Zuschauer durch Rückblenden über das dramatische Beziehungsende in Kenntnis gesetzt. Visuell sehr anschaulich aufbereitet werden die vielen Erlebnisse und die Konstellationen der Figuren aus den zwei Vorfilmen zusammengefasst. Auch in der dritten Komödie kommen die bekannten Charaktere zusammen, um gemeinsam die Höhen und Tiefen miteinander zu meistern. Und dabei wird immer wieder deutlich, dass Familien in der Neuzeit nicht nur aus Blutsverwandten bestehen müssen. So verhilft Xavier seiner lesbischen Freundin Isabelle (Cécile de France) zum Wunschkind und lässt seine Gefühle für Ex-Freundin Martine (Audrey Tautou) neu aufleben, während seine Ehe nur noch auf dem Papier existiert. Der Versuch durch eine Scheinheirat die Aufenthaltsgenehmigung zu erlangen zeugt von wahrer Situationskomik, die unterhaltsam in Szene gesetzt wird. Doch zwischen den durchaus heiteren Momenten mischen sich einige Längen in den Film.
In authentischen Bildern wird das Großstadtleben von New York eingefangen, an das sich Xavier nur allzu schwer gewöhnen kann. Die kulturellen Unterschiede werden dabei ebenso schön in Szene gesetzt, wie die unterschiedlichen Arten einer Patchworkfamilie. Xavier steht dabei stets im Zentrum aller Frauen, mit denen er auf verschiedene Art und Weise in Beziehung steht. Die Probleme der einzelnen Figuren werden im Wechsel betrachtet. Die vielen einzelnen Handlungsstränge verlaufen sauber parallel zueinander und nehmen sich für die Kapitel der einzelnen Figuren ausreichend Zeit, ehe sie zum Ende hin zusammenlaufen. Dass die Figuren dabei ihre Ziele nicht auf gradem Wege erreichen, sondern des Öfteren umdenken müssen, ist die Stärke des Films. Klapisch stell ihnen die verrücktesten und kuriosesten Hindernisse in den Weg, damit sie über sich hinauswachsen können und sogar müssen. Und dabei zeigt sich, dass jeder zwar im Alter gereift, aber noch lange nicht am Ziel seiner eigenen privaten Reise angekommen ist. Doch gemeinsam sind die drei Frauen und Xavier ein unschlagbares Team, das sich trotz Probleme und Auseinandersetzungen im Ernstfall zusammenraufen kann.
Die zweifelsohne visuellen Spielereien am Rande, wie etwa den animierten U-Bahn-Plan, lockern das Bild optisch auf. Die Erzählung gerät jedoch dadurch zwischenzeitlich ins Stocken. Auch wollen sich nicht alle Einzelsequenzen miteinander vereinen lassen. So bleiben auch schlussendlich Xaviers geistige Auseinandersetzungen mit den Philosophen der Zeit völlig losgelöst von der restlichen Handlung. Romain Duris („Der Auftragslover“) und Audrey Tautou („Der Schaum der Tage“) werden zum neuen Liebespaar enthoben, während Kelly Reilly („Flight“) nach und nach zur Randfigur verkommt. Cécile de France („Die Möbius Affäre“) kann hingegen mit einigen unerwartet feinfühlige Szenen glänzen. Am Ende sind alle Figuren wieder beisammen und lassen die vergangenen Jahre Revue passieren. Und wer weiß, ob ihre Geschichte doch noch in ein paar Jahren fortgesetzt werden wird.

Fazit: Kultregisseur Cédric Klapisch setzt seine Komödienreihe mit französischer Starbesetzung fort, deren Widersehen eine wahre Freude ist. Trotz zahlreicher Erzählstränge und visueller Highlights plätschert die Handlung allerdings vor sich hin. Etwas mehr Charme wie bei den Vorgängerfilmen wäre wünschenswert gewesen.
by Sandy Kolbuch

Bilder © StudioCanal


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