Bela Kiss: Prologue

Bela Kiss: Prologue (2012), Deutschland
Laufzeit: - FSK: 18 - Genre: Thriller / Horror
Kinostart Deutschland: - Verleih: Kinostar

Bela Kiss: Prologue Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Bela Kiss tötete zu Beginn des ersten Weltkrieges mehr als 23 junge Frauen, konnte jedoch nie gefasst werden. Knapp ein Jahrhundert später suchen fünf Bankräuber auf der Flucht Unterschlupf in einem abgelegenen Hotel. Grausame Ereignisse überschlagen sich und bauen eine Brücke in die Vergangenheit. Binnen kurzer Zeit entwickelt sich der vermeintlich sichere Ort zum Albtraum. Ein Kampf um Leben und Tod beginnt, der vor allem eine Frage aufwirft…ist Bela Kiss noch am Leben?

Kristina Klebe, Fabian Stumm und Ben Bela Böhm | mehr Cast & Crew


DVD und Blu-ray | Bela Kiss: Prologue

Blu-ray
Bela Kiss: Prologue Bela Kiss: Prologue
Blu-ray Start:
29.11.2013
FSK: 18 - Laufzeit: 106 min.

Filmkritik Bela Kiss: Prologue

Filmwertung: | 2/10


In der Filmgeschichte gibt es viele positive Beispiele, dass auch mit einem geringen Budget großartige Erstlingswerke entstehen können. Der deutsche Film „Bela Kiss: Prologue“ (Deutschland, 2013) gehört nicht zu dieser Sorte Film. Er zeigt viel mehr, was passiert wenn man an den falschen Stellen spart und dass jede noch so bemühte Filmästhetik nicht über ein schlechtes Drehbuch hinweg täuschen kann.

Die fünf Freunde Julia (Kristina Klebe), Felix (Ben Bela Böhm), Nikolai (Fabian Stumm), Sophie (Janina Elkin) und Peter (Angus McGruther) tauchen, nachdem sie einen Banküberfall verübt haben, in einem versteckten Hotel in den Wäldern unter. Sie wollen ein paar Tage dort verbringen, bis die Polizei die Suche nach den Tätern eingestellt hat. Doch in dem Hotel, in dem keiner seinen wahren Namen verrät, geschehen merkwürdige Dinge. Alles scheint in Zusammenhang mit dem Serienmörder Bela Kiss zu stehen, der am Anfang des 20. Jahrhunderts brutale Morde an Frauen verübt hat. Vor allem Julia scheint diesem Geheimnis langsam auf die Spur zu kommen.

Die Geschichte des Films „Bela Kiss“ klingt so erzählt zwar genretypisch, aber auch recht spannend und unterhaltsam. Zudem versprach der eine Trailer, in dem sich die Erzählung ganz auf Bela Kiss konzentriert, welcher nach wahren Begebenheiten als historische Figur eingebaut wurde, stilechte Unterhaltung. Doch leider fehlt es dem Drehbuch an der vermuteten Spannung und kann den Zuschauer nicht für die Geschichte erwärmen. Allein die Rückblenden, historischen Belege und Szenen aus dem fiktiven Tagebuch des Serienmörder Bela Kiss können das Publikum eine Weile bei Laune halten. Doch die Wendungen, vermeintlichen Überraschungen und der weitere Verlauf der eigentlichen Story sind vorhersehbar und zu starr inszeniert. Es ist schade, dass der Regisseur und Drehbuchschreiber Lucien Förstner nicht mehr Wert auf eine ausgeklügelte Geschichte gelegt hat und stattdessen sich auf ästhetische Elemente konzentriert hat. In diesem Sinne ist die Optik des Films, von den Kulissen bis zu den Effekten, ansprechend, kann aber nicht über die anderen Schwächen hinwegtäuschen. Leider münden diese stilistischen Bemühungen auch in übertriebenen Toneffekten und in zu gewollten Kameraeinstellungen und –fahrten. Zudem bedient sich der Regisseur bei vielen Subgenres des Horrorfilms wie den Backwood- und Gorefilmen. Konnte sich aber nicht so recht entscheiden, welchem Genre er folgen möchte und so entstand ein unausgereifter Stilmix, der nicht zündet. Auch die schauspielerischen Leistungen lassen leider zu wünschen übrig.

Fazit: Der Debütfilm von Lucien Förster bemüht sich ständig um Stilechtheit und vergisst dabei leider, dem Drehbuch mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Und so schaffen es die teils gelungenen Aufnahmen nicht den Zuschauer an die Geschichte zu fesseln. Da der Titel und der Schluss eine Fortsetzung vermuten lassen, kann man nur hoffen, dass bei dem Nachfolger der Fokus auf ein spannenderes Drehbuch mit eigenen Ideen gesetzt wird.

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Bilder © Kinostar