Bavaria - Traumreise durch Bayern

Bavaria - Traumreise durch Bayern (2011), Deutschland
Laufzeit: - FSK: 0 - Genre: Dokumentation
Kinostart Deutschland: - Verleih: Concorde Filmverleih GmbH

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Bavaria - Traumreise durch Bayern Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Eine Traumreise durch Bayern, durch einige der schönsten Städte des Landes und über die atemberaubenden Landschaften des Bayerischen Waldes, der oberbayerischen Seen bis hin ins Hochgebirge. Vilsmaier versammelt die eindrucksvollen Bilder zu einer einzigartigen Liebeserklärung an Bayern.

Man lernt das Weltkulturerbe Bamberg von seiner schönsten Seite ebenso kennen wie München, Nürnberg, Regensburg, Würzburg und viele andere bayerische Städte. Atmosphärische Aufnahmen zeigen den Tegernsee, den Königssee mit St. Bartholomä, den Eibsee, das Isartal und die Donau.

Allerdings besteht BAVARIA - Traumreise durch Bayern nicht ausschließlich nur aus Luftaufnahmen: Land, Leute und Brauchtum werden ebenfalls porträtiert. Der Münchner Filmemacher nimmt den Zuschauer mit auf eine ganz besondere Reise und zeigt ihm die schönsten Seiten seiner bayerischen Heimat. Unterlegt sind die Bilder mit der Musik von Haindling.




Bavaria - Traumreise durch Bayern - Trailer




DVD und Blu-ray | Bavaria - Traumreise durch Bayern

Blu-ray
Bavaria - Traumreise durch Bayern Bavaria - Traumreise durch Bayern
Blu-ray Start:
04.12.2012
FSK: 0 - Laufzeit: 91 min.
DVD
Bavaria - Traumreise durch Bayern Bavaria - Traumreise durch Bayern
DVD Start:
04.12.2012
FSK: 0 - Laufzeit: 88 min.
Bavaria - Traumreise durch Bayern (weltweite Abspielbarkeit gewährleistet) Bavaria - Traumreise durch Bayern (weltweite Abspielbarkeit gewährleistet)
DVD Start:
14.02.2013
FSK: 0 - Laufzeit: 88 min.

Filmkritik Bavaria - Traumreise durch Bayern

Filmwertung: | 8/10


Fakten, Emotionen und Impressionen getragen vom eigendynamischen Element flairischer Musik – in bedacht gewähltem Kontrast von Geschichte und Kultur, Anekdote und Satire, Tradition und Moderne, Luft und Boden stellt Joseph Vilsmaiers „Bavaria – Traumreise durch Bayern“ uns den, wie er es empfindet, „Kontinent“, den Bayern bedeutet, als charmanten und höchst atmosphärischen Dokumentarfilm mit weitläufigem Kunstfilmcharakter vor. Dabei ist der gebürtige Münchener bei Gott nicht der Erste, der sich dokumentarisch an den Freistaat annähert und doch ist „Bavaria“ irgendwie anders – persönlicher, authentischer, aufregender.

Statt langatmigem Geschichtsunterricht will der „Bayer mit Leib und Seele“ dem Zuschauer „sein Bayern“ näher bringen: ein Anspruch, dem „Bavaria“ am Ende absolut gerecht wird, nicht zuletzt deshalb, weil Vilsmaier, obwohl kein ausgebildeter Sprecher, die Textsequenzen der Dokumentation in bayrisch humoresker Mundart selbst übernommen hat. In ganzen 50 Drehstunden und 1 ¾ Jahren haben Pilot Oster und Vilsmaier ihre Heimat bewaffnet mit einer hochauflösenden Cineflex Kamera und jeder Menge Gefühl für die Sache von oben neu kennen und lieben gelernt. Dass sie selbst dabei „jede Sekunde überrascht“ hat, weil sie „Vogel sein durften“, ist nicht einfach nur Hintergrundfakt, tatsächlich schwingt ihre Begeisterung für das Aufgezeichnete stimmungsbildend mit durch die atemberaubenden Luftbilder und jagt dem Zuschauer zusammen mit Buchners auf den Punkt gesetzter Filmmusik hier und da einen wohlig ergriffenen Schauer über den Rücken. Dabei sollte gerade die Umsetzung jener undurchdringbar stimmigen Einheit, zu der Bavarias Bild und Ton verschmelzen, eine echte Herausforderung gewesen sein: erhielt Buchner für seine Komposition eine völlig schnittlose Fülle an Bildmaterial und komponierte unter enormem Zeitaufwand und –druck ganze Songs, die erst später geschnitten und nachplatziert wurden. Am Ende schließlich hat sich der Aufwand gelohnt – einfühlsam führt Buchners Musik den Zuschauer in fließendem Wechsel durch emotionale Leichtigkeit, schwere Melancholie, entspannende Ruhe und vibrierende Hektik, während die von Autor Hannes Burger konzipierten, höchst fundierten, doch stets augenzwinkernd humorvollen Off-Texte genauso viel über den Freistaat und seine Hintergründe staunen, wie sie lächeln lassen. Dass der Film, wie Burger es ausdrückt, auf keinen Fall „mit schnellen Informationstexten zugequatscht“ werden, sondern in kurzen, authentischen und lockeren Texte „Bayern, wie Vilsmaier es sieht“ erklären sollte, trägt dabei nur noch ein Stück mehr zu Bavarias erfrischender Außergewöhnlichkeit und Authentizität in dem traditionell doch erschöpfend trockenen Bereich informativer Landesdokumentationen bei.

Stets dynamisch-flexibel, dabei mal geschichtlich-thematisch, mal geografisch gegliedert verschiebt sich „Bavarias“ Informationsfokus, um den Zuschauer vor jener Langenweile zu bewahren, die für viele schon im Wort Dokumentarfilm mitschwingt. Eines der steuernden Elemente von „Bavaria“ bleibt dabei die bildinterne Spontanität, welche ihren Ursprung durchaus in der Realität der Dreharbeiten haben dürfte. Verglichen mit drehplan- und schauspielerabhängigen Spielfilmprojekten bezeichnet Vilsmaier spontane Entschlüsse und das Festhalten spontan entstandener Ereignisse im bayrischen Raum als wohl signifikantesten Vorteil der Dokumentarproduktion. Weil jene Ungebundenheit Vilsmaier und seine Crew nicht nur bezaubernde Dinge sehen, sondern mindestens genauso viel über ihre Heimat lernen ließ, ist es schließlich das, was der Regisseur in seiner Liebeserklärung an Bayern weiterzuvermitteln versucht: Schönheit, Zauber und das Unbekannte im Altbekannten. Nach Aussage von Produzenten Markus Zimmer meint das Projekt „Bavaria“ demzufolge nicht nur einen Dokumentarstreifen für eine limitierte Zielgruppe wie Schulklassen oder eingefleischte Urbayer, sondern „im besten Falle einen Film für die ganze Familie“ – „einfach Kino“ eben. Kein Wunder ist es also, dass auch das Ausland schon Interesse an dem Streifen angemeldet hat: vor allem die USA und der asiatische Raum interessiert sich für eine DVD Vermietung der Doku. „Mia san scho a bsondas Volk, de moanan, mia san vo am andan Stern“ so Vilsmaier. „Aber: dann dad ma ja no mehra Zuwanderer griang wia ma eh scho ham, des daugt a nix.“ witzelt er über das Auslandsinteresse an seinem Werk und tatsächlich: wer nach „Bavaria – Traumreise durch Bayern“ nicht davon träumt, sich im Freistaat niederzulassen oder ihn wenigstens zu besuchen, der träumt wahrscheinlich gar nicht mehr.
by Sima Moussavian

Bilder © Concorde Filmverleih GmbH


Cast und Crew

Regisseur:
Joseph Vilsmaier

Kamera:
Joseph Vilsmaier