Battleship

Battleship (2011), USA
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Action / Science-Fiction
Kinostart Deutschland: - Verleih: Universal Pictures Intl.

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Battleship Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

Kaum ein Offizier hat je in der US-Navy derart schnell Karriere gemacht wie Alex Hopper (Taylor Kitsch). Aber dann begeht er einen Fehler, der ihn die Laufbahn kosten könnte: Er verliebt sich ausgerechnet in Sam (Brooklyn Decker), die Tochter seines Admirals (Liam Neeson). Ein Problem, bei dem ihm auch sein älterer Bruder Stone (Alexander Skarsgård), Kommandeur der USS Samson, nicht helfen kann. Alex bleibt allerdings wenig Zeit, über sein Schicksal nachzugrübeln, denn bei einem internationalen Seemanöver im Pazifik gerät seine Einheit in eine Situation, auf die sie auch die beste Militärschule nicht vorbereiten konnte: Mitten auf dem Ozean wird die Flotte von den gigantischen Kampfmaschinen einer außerirdischen Macht angegriffen.

Alexander Skarsgard, Taylor Kitsch und Rihanna | mehr Cast & Crew


Battleship - Trailer


Battleship - Trailer 3 deutsch


Battleship - Trailer 2 deutsch


Battleship - Trailer Deutsch HD


DVD und Blu-ray | Battleship

Blu-ray
Battleship Battleship
Blu-ray Start:
23.08.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 131 min.
Battleship - Steelbook Battleship - Steelbook
Blu-ray Start:
23.08.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 131 min.
Battleship - Limited Special Edition Battleship - Limited Special Edition
Blu-ray Start:
23.08.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 131 min.
Battleship (4K Ultra HD) Battleship (4K Ultra HD)
Blu-ray Start:
23.03.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 131 min.
DVD
Battleship Battleship
DVD Start:
23.08.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 126 min.

zur DVD Kritik

Filmkritik Battleship

Filmwertung: | 4/10


Das Finden lukrativer Franchises scheint momentan das A und O der Arbeit Vertreter großer Hollywoodstudios zu sein. Da Universal vor einigen Jahren mit deutlich weniger potenziellen Megablockbustern ausgestattet war, als die Konkurrenz, gingen die Bosse des Traditionsunternehmens deshalb 2008 einen viel beachteten Deal mit dem Spielzeughersteller Hasbro ein. Schließlich hatte bereits Michael Bays Action-Kracher rund um die Transformers Figuren ordentlich Geld in die Kassen der Paramount Studios gespült. Und so sollten in den nächsten Jahren gleich mehrere Filme entstehen, die sich ebenfalls an bekannten Spielevorlagen wie Monopoly, Ouija oder Magic: The Gathering orientieren. Mittlerweile ist der Deal allerdings mehr oder weniger geplatzt und möglicherweise bleibt der nun in den Kinos startende Battleship das einzige zählbare Ergebnis dieser fragwürdigen Kooperation, die wie nichts Anderes für den aktuellen Mangel an Kreativität und Risikobereitschaft der Traumfabrik steht.

„Wie zur Hölle macht man einen Film aus dem Brettspiel Schiffe versenken?“ Das dürften sich wohl nicht nur Filmfans, sondern auch die Drehbuchautoren von Battleship im Voraus gefragt haben. Zu einem Ergebnis scheint dabei keiner so wirklich gekommen zu sein. Denn letztendlich hat Regisseur Peter Berg (Hancock) nicht mehr getan, als die Handschrift der erfolgreichen Franchise seines Kollegen Michael Bay beinahe 1:1 zu kopieren. Battleship ist Transformers im Wasser und bestätigt somit die Vermutung, die bereits zahlreiche Zuschauer nach der Betrachtung des ersten Trailers hatten. Für Transformers Fans dürfte damit an dieser Stelle alles gesagt sein. Wer sich an 2 ½ Roboterprügelleien und jeder Menge Explosionen erfreuen konnte, der wird vermutlich auch die Investition in ein Kinoticket für Battleship nicht bereuen. Alle anderen sehen sich allerdings den gleichen Problemen gegenübergestellt, die bereits die Transformers Filme für „Nicht-Gehirn-Abschalter“ (so wird ja meist von den Fans argumentiert) zu einer ziemlichen Qual machten. Battleship besitzt lediglich den Hauch einer Story, kann weder mit interessanten Figuren noch knackigen Dialogzeilen aufweisen, sieht über weite Strecken wie ein Navy-Werbevideo aus, besitzt latente sexistische sowie rassistische Züge und besteht zum größten Teil aus überlangen und monotonen Action-Sequenzen, die sich ausschließlich auf die hohe Qualität ihrer Spezialeffekte verlassen.

Der Grund, warum bis zu diesem Punkt noch nicht beschrieben wurde, worum es in Battleship eigentlich geht, ist, dass dies eigentlich keine Rolle spielt. Aliens greifen die Erde an, die Menschen schlagen mit ihren tollen Kriegsschiffen zurück. Nein, mehr ist da wirklich nicht – Ende! Und auch zu den Leistungen der beteiligten Schauspieler wie Taylor Kitsch, Alexander Skarsgard oder Liam Neeson ist eigentlich nichts zu sagen, da Battleship keinem der Anwesenden schauspielerisch etwas in irgend einer Art und Weise abverlangt. „Yes Sir!“ brüllen, grimmig gucken und mit einer Knarre im Anschlag durch die Gegend rennen; das bekommt sogar Popsternchen Rihanna ohne größere Probleme hin (Michelle Rodriguez hatte wohl diesmal keine Lust). Liam Neeson bedankt sich für den dicken Scheck, den Universal ihm vermutlich für seinen Kurzauftritt ausgestellt hat und Taylor Kitsch dürfte nach diesem Jahr auch weiterhin zu den Möchtegern A-Listern Hollywoods gehören.

Positiv ist zumindest, dass Bergs Seeschlacht ein etwas angenehmeres Pacing besitzt, als Bays Roboterspektakel (immerhin ist er knapp eine halbe Stunde kürzer als Bays letzter Streich). Außerdem wirkt die Kamera ein wenig unaufgeregter, als in Bays Machwerken, was den durchaus beeindruckenden Spezialeffekten dabei hilft, besser zur Geltung zu kommen. Umso dreister und unverhohlener fällt dafür die Werbung für die amerikanische Militärmaschinerie aus, welche Zuschauer ja bereits von Transformers gewohnt sind. Es grenzt schon ein wenig an Hohn, wenn hier gezeigt wird, wie gut sich offenbar um Veteranen und (zerstümmelte) Kriegsheimkehrer gekümmert wird, wenn in Wirklichkeit die Selbstmordrate ehemaliger Soldaten steigt, da diese sich immer öfter von ihrem einstigen Arbeitgeber fallen gelassen fühlen. Aber mit Emotionen und Menschlichkeit hat es Battleship sowieso nicht so. Da werden weder gefallene Familienmitglieder betrauert, noch Fragen nach der Intention der außerirdischen Invasoren gestellt. Da wünscht man sich beinahe, dass Roland Emmerich doch tatsächlich eine Fortsetzung seines Invasions-Krachers Independence Day drehen möge. Im Vergleich mit Battleship wirkt dieser heute fast subtil und komplex.
by Thomas Zimmer

Bilder © Universal Pictures Intl.