Bad Moms

Bad Moms (2016), USA
Laufzeit: - FSK: 12 - Genre: Komödie
Kinostart Deutschland: - Verleih: Tobis Film

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Bad Moms Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf Blu-ray und DVD

Inhalt

Amy, verheiratet, zwei Kinder, berufstätig, hat es eines Tages satt, die perfekte Mutter, Ehe- und Karrierefrau zu sein und bis zum Rande der Erschöpfung von allen ausgenutzt zu werden. Sie schmeißt ihren treulosen Ehemann raus, wird gemeinsam mit zwei anderen überforderten Müttern zur bekennenden „Bad Mom“ und lernt, das Leben wieder zu genießen. Doch dabei legen sich die drei ausgerechnet mit den perfekten Hausfrauen an der Schule ihrer Kinder an...

Mila Kunis, Christina Appelgate und Kristen Bell | mehr Cast & Crew


Bad Moms - Trailer




DVD und Blu-ray | Bad Moms

Blu-ray
Bad Moms Bad Moms
Blu-ray Start:
20.01.2017
FSK: 12 - Laufzeit: 101 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Bad Moms Bad Moms
DVD Start:
20.01.2017
FSK: 12 - Laufzeit: 97 min.

Filmkritik Bad Moms

Filmwertung: | 7/10


Noch zu Großmutters Zeiten versorgten die Frauen den Haushalt und kümmerten sich um die Kinder, während die Männer dem Beruf nachgingen. Die Zeiten haben sich geändert: Heutzutage versuchen Männer und Frauen Familie und Beruf unter einen Hut zu kriegen. Doch noch immer sind es vermehrt die Frauen, die sich zwischen Job, Haushalt und der Pflege der Kinder aufreiben. Wer sich dazu als alleinerziehende Mutter durchs Leben kämpft, kommt schon einmal an seine Grenzen.

Bad Moms Szenenbild Die Macher von „Hangover“ widmen sich mit ihrer spritzigen Komödie „Bad Moms“ genau dieser Thematik. Im Zentrum der Geschichte steht die 32-jährige Amy (Mila Kunis), die sich um ihre zwei Kinder kümmert, den Hund versorgt, den Haushalt organisiert und nebenbei auch noch in einer Firma arbeitet. Mit Mühe und Not schafft sie es, die Kinder vor der Arbeit zur Schule zu bringen und abends ein anständiges Essen auf den Tisch zu zaubern, während ihr Mann Mike (David Walton) sich auf den Lorbeeren seiner Arbeit ausruht. Amy weiß, dass alles an ihr hängenbleibt und akzeptiert dies, ohne groß zu Murren. Doch als sie herausfindet, dass ihr Mann sie betrügt, platzt ihr der Kragen. Vorbei ist es mit der Nettigkeit. Amy setzt den Mann vor die Tür und pfeift fortan auf die Regeln der Vorzeigemütter, die sie sowieso kritisieren. Die junge Mutter krempelt ihr leben um und stößt dabei ganz überraschend auf die Zustimmung ihrer Leidensgenossinnen.

Jon Lucas und Scott Moore schaffen es, den stressigen Alltag, der für viele Zuschauerinnen nur allzu bekannt ist, in eine locker-leichte Komödie zu verpacken. Gehetzt zwischen Terminen findet sich nicht nur Amy in einem Leben jenseits ihrer einstigen Wunschvorstellungen wieder. Auch ihre neu gewonnenen Freundinnen Kiki (Kristen Bell - „Veronica Mars“) und Carla (Kathryn Hahn – TV-Serie „Parks &Recreation“) sind wahrlich keine Supermütter und hadern mit ihrem Leben. Doch gemeinsam schaffen es die drei Frauen, ihr Leben mit Selbstbewusstsein und Spaß in neue Bahnen zu lenken. Zwischen Slapstick, schlüpfrigen Gags und derben Dialogen zeigen sich authentische Tücken und Freuden des Mutterseins im 21. Jahrhundert. Ganz im Stil von „Hangover“ dürfen sich die drei Moms einmal richtig austoben. Peinliche Momente und ausufernde Partyszene halten sich hingegen sehr in Grenzen, auch wenn hier Sex und Alkohol in Massen nicht fehlen dürfen. Nur allzu schnell besinnen sich die Mütter wieder auf ihre Rolle, der sie jedoch fortan etwas weniger akribisch gegenüberstehen. Auf amüsante Weise wird das scheinbar perfekte Leben von Amy, unterhaltsam gespielt von Mila Kunis („Freunde mit gewissen Vorzügen“), ordentlich auf den Kopf gestellt. Das Vorzeigeleben bekommt schnell Brüche und zeigt den wahren Alltag vor dem Sorgen und Katastrophen nicht halt macheb. Dem entgegen wird das Leben der perfekt spießigen Mütter gestellt, die herrlich amüsant und teils überzogen von Christina Applegate, Annie Mumolo und Jada Pinkett Smith verkörpert werden. Der Zuschauer findet in „Bad Moms“ also die unterschiedlichsten Muttertypen, die allesamt mit Klischees ausgekleidet sind. Selbstverständlich darf aber auch ein alleinerziehender Vater nicht fehlen, der seine ganz eigenen Probleme zu meistern hat. Bad Moms SzenenbildOberflächlich betrachtet erfüllen alle Mütter ihrer Rolle, doch genauer hingesehen offenbaren sich Macken und Missstände, die in der heutigen Zeit nur allzu menschlich erscheinen. Damit schafft der Film eine bunte Mischung unterschiedlicher Charaktere, die mit ihren Meinungen und Ansichten aneinander rasseln. Das alltägliche Drama thematisiert auf spezielle Art und mit überspitzten Darstellungen den Druck, unter dem die Mütter heutzutage stehen. Die gängigen Wertesysteme und die gesellschaftlichen Ränge werden dadurch gekonnt in Frage gestellt und ein neues Frauenbild skizziert. Kunis, Bell und Hahn harmonieren als ungleiches Trio. Jede Figur trägt ihre Schwächen und Stärken zur Freundschaft bei, die im Kampf gegen die Supermoms unerlässlich scheint. Dadurch zeichnet sich der Film vor allem durch seine liebenswerten Momente aus, in denen Humor und Emotionen stimmig gemixt wurden.


Fazit:
Mit „Bad Moms“ gelingt den Machern von „Hangover“ ein sehr unterhaltsames, wenn auch derbes Statement gegen das perfekte Muttersein.
by

Bilder © Tobis Film