BB KING - The Life of Riley

BB KING - The Life of Riley (2012), Großbritannien
Laufzeit: - Genre: Dokumentation
Kinostart Deutschland: - Verleih: Arsenal

BB KING - The Life of Riley Filmplakat -> zur Filmkritik

erhältlich auf 4K UHD, Blu-ray und DVD

Inhalt

BB KING – The Life of Riley erzählt vom Leben eines Mannes, der 1925 als Riley B King in ärmlichen Verhältnissen in Mississippi geboren wurde, seinen Weg jedoch ging, unbeirrbar immer wieder auch im Angesicht eines unerbittlichen Rassismus. Über zwei Jahre arbeitete Regisseur Jon Brewer eng mit BB King zusammen. Entstanden sind 250 Stunden Material, darunter auch zahlreiche Gespräche mit glühenden BB King Fans wie Eric Clapton, Bono, Ringo Starr, Carlos Santana, Slash, Bonnie Raitt, Ronnie Wood, Mick Jagger, Bruce Willis und dem amerikanischen Präsidenten Barack Obama, aus denen er ein facettenreiches, kraftvolles und kenntnisreiches Portrait des einzigartigen Ausnahmemusikers webt.

B.B. King, Eric Clapton und Carlos Santana | mehr Cast & Crew


DVD und Blu-ray | BB KING - The Life of Riley

DVD
B.B. King: The Life of Riley (OmU) B.B. King: The Life of Riley (OmU)
DVD Start:
13.09.2013
FSK: 6 - Laufzeit: 123 min.

Filmkritik BB KING - The Life of Riley

Filmwertung: | 8/10


Dokumentarfilme über Musiker erzählen oft nur die halbe Geschichte, gehen oberflächlich auf die Künstler ein oder lassen Zeitzeugen zu Wort kommen, die ihr eigenes Image prägen wollen. Jon Brewer legt mit „B.B. King – The Life of Riley“ allerdings einen sensiblen, bildgewaltigen Film über den wohl größten Bluessänger des 20. Jahrhunderts vor.

Mehr als zwei Jahre lang begleitete der Filmemacher die als Riley B. King geborene Blueslegende, besuchte zusammen mit ihm dessen Geburtsort Itta Bena in Misssissippi, in mitten von Baumwollplantagen, und lässt den großen Künstler über sein Leben und seine Karriere sinnieren. Gekonnt wird hier eine Vita nachgezeichnet, die vor allem eines vermeidet: den Kitsch und die Effekthascherei. Begleiter von B.B. kommen zu Wort, darunter Stars wie Bono, Keith Richards oder Eric Clapton, die sich von ihm inspirieren oder in einer einzigartigen Kollaboration von ihm begeistern ließen. Respektvoll erzählt und moderiert vom großen Schauspieler Morgan Freeman.

Was „The Life of Riley“ besonders macht, ist die Liebe zum Detail, die der Film aufweist. Knapp zwei Stunden dauert die Dokumentation dafür auch an. Aber dennoch, keinen Moment findet man sich als Zuschauer gelangweilt oder abgelenkt wieder. Jon Brewer schafft es, durch seine besondere Erzählweise, dem Leben von B.B. King authentisch und wertschätzend ein Denkmal zu setzen und die Spannung, die ein solch bewegtes Leben birgt, nach außen zu tragen. Einerseits wirkt da der Künstler selbst, der bescheiden von seinen Erfolgen berichtet, andererseits die Stimmen seiner Freunde, die ihn loben und feiern, aber auch das Bild von Kings Kindheit, das aus nachgestellten Szenen anskizziert wird, die auf der Leinwand eine einzigartige Wirkung entfalten. Denn meist wird das bei großen Künstlerbiografien ja außen vor gelassen, das „Woher“ und „Warum“. Und so spürt der Zuschauer beinahe die Hitze der Sonne von Mississippi auf den Baumwollplantagen, riecht das modrige Holz der kleinen Hütten, in denen der Sänger aufwuchs. Umso mehr fiebert man mit, als King von seinen ersten Erfolgen berichtet und die Musik Einzug hält in ein Leben, das außer ihr nichts braucht. Nur einmal fürchtet man, der Film rutsche ins Doku-Klischee ab, als am Ende der Erfolgsstory wieder ein Bogen zurück zum Mississippi von B.B. Kings Kindheit geschlagen wird, aber auch hier beweist der Regisseur sein Können und geht nahtlos dazu über, aktuelle Erfolge und Tätigkeiten des Blueskünstlers aufzuzeigen. Schließlich lebt King noch immer und ist wie eh und je auf den Bühnen dieser Welt Zuhause. Auf die Frage, wann er aufzuhören gedenke, antwortet er lächelnd: „Womöglich, wenn ich jenen Ton gespielt habe, nachdem ich mein Leben lang auf der Suche war. Aber ansonsten bin ich 85 und fühle mich großartig.“

Fazit: „B.B. King – The Life of Riley” ist eine wunderbare Dokumentation, für Bluesfans und solche, die es noch werden wollen. Aber auch eine kraftvolle Hommage an das Leben selbst. Gute Unterhaltung, tolle Musik und ein aufmerksamer Regisseur machen dieses intime Porträt einer Ikone zu einem gelungenen Kinoerlebnis

by

Bilder © Arsenal


Cast und Crew

Darsteller:
B.B. King, Eric Clapton, Carlos Santana, Bono, Bruce Willis

Regisseur:
Jon Brewer

Ausführender Produzent:
Tina France

Drehbuch:
Jon Brewer

Story:
Jon Brewer

Schnitt:
Matt Greenham